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Feederangeln: Kleiner Futterkorb, große Wirkung

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Feederangeln: Kleiner Futterkorb, große Wirkung

07.12.2012, 13:55 Uhr | Kurt de Swaaf

Feederangeln: Kleiner Futterkorb, große Wirkung. Auch Rotaugen gehen beim Feederangeln gerne an den Haken. (Quelle: Kurt de Swaaf)

Auch Rotaugen gehen beim Feederangeln gerne an den Haken. (Quelle: Kurt de Swaaf)

Das Feederangeln bekommt immer mehr Anhänger. Zu Recht, denn die Erfolgschancen bei dieser Methode, dem Angeln mit Futterkorb, sind hervorragend. Wir geben Ihnen Tipps zu Köder, Angelrute und Montage beim Feederangeln und verraten, wo sich die Angelmethode besonders lohnt. Tolle Fänge unserer Leser zeigen wir Ihnen in unserer Foto-Show. Wenn Sie unsere Leser an Ihren schönsten Fängen teilhaben lassen wollen, können Sie Bilder hier hochladen.

Fische mit dem Futterkorb zum Köder locken

Sie sitzen vor allem an Rhein, Elbe und anderen großen Flüssen: Angler mit langen, schlanken Ruten, die schräg in den Himmel weisen, und deren sehr dünn anmutende Spitzen stets gekrümmt sind - Feederruten. Ihre Besitzer brauchen sich meistens nicht über mangelnden Erfolg zu beschweren. Ihnen gehen prächtige Fische an den Haken, manchmal gar in zweistelligen Stückzahlen. Und das alles dank eines eigentlich verblüffend einfachen Werkzeugs, dem Futterkorb.

Die Idee kommt, wie so einige angeltechnische Innovationen, ursprünglich aus England. Das Basisprinzip: Man nimmt einen Behälter mit Löchern, beschwert diesen mit einem Stück Blei und packt ihn voll mit Lockfutter. Anschließend hängt man das Ganze zusammen mit einer Vorfachschnur und dem Haken an die Angel, und fertig ist die so genannte Feeder-Montage. Der Vorteil ist offensichtlich. Der Futterkorb lockt die Fische zielgenau zum Köder. Vor allem bei größeren Wurfdistanzen ist das ein enormes Plus. Ansonsten aber ist das "Feedern" nichts anderes als eine verbesserte Form des Grundangelns.

Welches Futter für welchen Fisch?

Die Methode hat sich in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten rasant innerhalb der europäischen Anglerszene verbreitet und wurde dabei stets weiter entwickelt. Mittlerweile gibt es Futterkörbe in allerlei Größen und Ausführungen, aus Maschendraht, Metall oder Plastik. Welche man wählt, ist vor allem eine Frage des verwendeten Futters und der jeweiligen Angeltaktik.

Sind zum Beispiel Barsche und Rotaugen in einem klaren Gewässer die ersehnte Beute, dann bietet der Einsatz von Kunststoffkapseln mit wenigen Löchern die besten Perspektiven. Ein solcher Behälter wird mit lebendigen Maden befüllt. Die Krabbler kriechen nach dem Auswerfen heraus und verteilen sich am Boden. Die Fische werden sie meist rasch finden und bald auch den Köder am Haken – der natürlich ebenfalls aus Maden besteht. Sechs bis zehn davon an einem No. 10 oder 12 Haken sind optimal. Das Vorfach aus 0,12 bis 0,18 Millimeter starker, monofiler Schnur soll in stehendem Wasser nicht länger als 25 Zentimeter sein, bei Strömung dagegen am besten 30 bis 50 Zentimeter lang. In Flüssen mit einer guten Barben-Population muss das Vorfach stärker gewählt werden. Bei dicken Überraschungen bieten 0,20 Millimeter dann einigermaßen Sicherheit.

Beim gezielten Weißfisch-Fang kommen oft Drahtkörbe zum Einsatz. Man füllt sie mit Grundfutter, einer Mischung aus stärkehaltigen Mehlsorten und anderen Bestandteilen. Die Futtermasse soll sich mehr oder weniger schnell auflösen und sich dabei in Bodennähe verteilen. In Fließgewässer entsteht so eine regelrechte Lockspur. Die Zusammensetzung von Futtermischungen ist indes ein Thema für sich. Manche Angler betreiben dies wie eine Geheimwissenschaft, mit seltsamen Zutaten wie Hammelblut, Asafoetida, auch Teufelsdreck genannt, oder Austern-Extrakt. Bodenständigere Petrijünger kommen allerdings gut mit Biskuitmehl, Zucker, Maisgrieß und dergleichen aus. Als Aromastoffe haben unter anderem Zimt und Vanille ihre Wirkung tausendfach unter Beweis gestellt. Der Fachhandel bietet zahlreiche Fertigmischungen an, die zwar nicht ganz billig sind, aber ihren Zweck bestens erfüllen.

Angelrute und Montage beim Feederangeln

Gefüllte Futterkörbe sind oft ziemlich schwer. Zusammen mit der Bleibeschwerung kommen schnell 100 Gramm oder mehr zusammen. Feederruten sind deshalb speziell für das Werfen solcher Gewichte konzipiert. Sie verfügen über ein außergewöhnlich kräftiges "Rückgrat" und dünne, aber besonders zähe Spitzen aus Fiberglas oder Kohlefaser-Material. Die meisten Feederruten werden sogar mit unterschiedlichen Spitzen geliefert, die je nach Wurfgewicht austauschbar sind. Ihr durchweg geringer Durchmesser erlaubt es, auch zaghafte Bisse gut erkennen zu können. Ein beachtlicher Vorteil. Schließlich kann schon ein leichtes Vibrieren der Rutenspitze ein pfundschweres Rotauge verraten, welches den Köder quasi nur zum Kosten vorsichtig ins Maul genommen hat.

Feedermontagen werden meistens nach dem Laufblei-Prinzip zusammengestellt, mit dem Futterkorb in der Rolle des Bleis. Er hängt in solchen Fällen an einem Wirbel, durch dessen Öse wiederum die Hauptschnur verläuft. Einfach und schnörkellos. In der Praxis jedoch neigen solche Montagen buchstäblich zu Verwicklungen. Deshalb ist es besser, die Hauptschnur durch ein Anti-Tangle-Röhrchen zu führen, und den Korb daran zu befestigen. Die Fische schreckt eine solche Erweiterung normalerweise nicht ab. Nur alte, besonders misstrauische Karpfen scheinen angesichts komplexer Montagen manchmal Verdacht zu schöpfen. Ihnen stellen Spezialisten sogar mit getarnten Bleigewichten nach.

Wo bietet sich Feederangeln besonders an?

Besonders gute Fangchancen bietet das Feedern an Flüssen mit starker Strömung. Mit schweren Futterkörben können Köder und Lockfutter auch dort angeboten werden, wo andere Methoden versagen: weit vom Ufer entfernt und in tiefen Rinnen. Die Rute sollte in solchen Fällen steil aufgerichtet stehen. So wird möglichst viel Schnur aus dem Wasser herausgehalten, was den Druck der Strömung verringert. Die Montage liegt dadurch stabiler am Boden und die Bisse sind besser erkennbar. Gefangen werden, neben Rotaugen, Nasen und Barben oft auch kapitale Brachsen. Maden, Mistwürmer oder Maiskörner sind erstklassige Köder. Vor allem dann, wenn eine Handvoll davon auch dem Grundfutter beigemischt wird.

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