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Dominik Gührs: Erfolgreicher Wakeboarder - trotz Schädelbasisbruch

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Dominik Gührs: Erfolgreicher Wakeboarder - trotz Schädelbasisbruch

22.07.2013, 12:55 Uhr | DE, KGK

Dominik Gührs: Erfolgreicher Wakeboarder - trotz Schädelbasisbruch. Wakeboarder Dominik Gührs. (Quelle: redbullcontentpool)

Dominik Gührs ist einer der erfolgreichsten Wakeboarder Deutschlands. (Quelle: redbullcontentpool)

Dominik Gührs ist einer der erfolgreichsten Wakeboarder Deutschlands: Zweimal wurde der Münchner bereits zum German Rider of the Year gewählt, auf den Europameistertitel folgte der Gewinn der Weltmeisterschaft im Jahr 2011. Und auch den Auftakt der aktuellen Worldtour-Saison hat er gewonnen. Dabei ist der Wakeboard-Profi erst 23 Jahre jung! Lassen Sie sich in unserer Foto-Show von Dominik Gührs Wakeboard-Talent überzeugen.

Dominik Gührs: Wakeboard-Profi - trotz Schädelbasisbruch

Dominik Gührs ist Wakeboard-Profi. Im Alter von zehn Jahren wollte er sich eigentlich ein Skateboard kaufen – aus dem Laden kam er allerdings mit einem Wakeboard unter dem Arm. Dass er damals die richtige Wahl getroffen hat, zeigt nicht nur der Weltmeistertitel, den er 2011 geholt hat. Dominik ist einer der besten Wakeboarder weltweit, die laufende Worldtour-Saison hätte nicht besser für ihn beginnen können. In Bejing gewann er den Tour-Auftakt. Doch er hat auch schon harte Zeiten erlebt: Als 13-Jähriger erlitt er einen schweren Schädelbasisbruch, als ihm ein anderer Boarder über den Kopf fuhr. Wir haben den Münchner über seine Ambitionen, seinen Alltag und die Zukunft befragt.

Was hat dich denn nun tatsächlich als 10-Jähriger dazu bewogen, dir ein Wakeboard zu besorgen?

Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nach dem ersten Mal auf dem Wakeboard wusste ich sofort: Das ist der Sport, den ich machen will! Ich bin mit den Leuten super klar gekommen und habe auch recht schnell Fortschritte gemacht.

Viele 13-Jährige würden nach einem Schädelbasisbruch und nach solch einer harten Zwangspause die Finger vom Board lassen. Was hat dich angetrieben und bestärkt weiter zu fahren?

Das waren wirklich harte sechs Monate im Bett – ohne Musik, Fernseher... Aber ich habe nie daran gezweifelt, dass ich nicht wieder auf mein Wakeboard steigen würde! Sobald ich die Erlaubnis von den Ärzten hatte, ging es wieder los – mit einem Lachen.

Allerdings fahre ich seitdem immer mit Helm!

Mit 13 ist man ja noch nicht vollmündig. Hat dich deine Familie voll unterstützt, oder gab es Diskussionen, als du wieder aufs Brett wolltest.

Ich denke, meine Eltern waren schon ein wenig besorgt. Aber sie wussten auch, wie viel mir dieser Sport bedeutet. Deshalb hatte ich immer hundertprozentige Unterstützung von meinen Eltern.

Wie viele Stunden trainierst du am Tag während der Vorbereitung und der Saison?

Ich versuche, sechsmal pro Woche Wakeboarden zu gehen. Dabei verbringe ich dann circa vier Stunden auf dem Wasser. Im Optimalfall gehe ich dann noch zweimal pro Woche für drei Stunden ins Fitness-Studio – was oft ziemlich hart ist.

Das klingt nach einem straffen Programm. Bekommt man bei 96 Stunden Wakeboarden im Monat nicht genug Muskeln? Was und wie trainierst du im Fitness-Studio?

Die Einheiten im Fitness-Studio sind ein sehr wichtiger Aspekt meines Trainings. Durch ein gezieltes Programm kann ich mich vor Verletzungen schützen. Ich trainiere Ausdauer, Kraft und Koordination, wobei mich das Team der Sportschule-Puch unterstützt.

Hast du Ausgleichsportarten? Wie viel Zeit bleibt dir dafür?

Im Sommer gehe ich fast ausschließlich Wakeboarden, da ich einfach nicht die Zeit für andere Sportarten habe. Sobald aber der Schnee kommt, stehe viel ich auf dem Snowboard.

Apropos Zeit: Wie viele Tage bist du im Jahr auf Tour?

Ich schätze, fünf bis sechs Monate im Jahr bin ich unterwegs.

Was gefällt dir am Reisen und was nervt?

Es ist immer interessant, fremde Orte und neue Leute kennen zu lernen! Klar ist es manchmal belastend, monatelang nur aus dem Koffer zu leben und von einem Jetlag in den nächsten zu rutschen. Aber das nehme ich gerne in Kauf. Ich bin dankbar, dass ich mein Leben so leben darf, wie ich es derzeit tue.

Ist es schwer, den Kontakt zur Familie und Freunden zu halten, wenn du unterwegs bist?

Auf jeden Fall! Gerade wenn man mal mehrere Monate am Stück weg ist. Da wünsche ich mir schon ab und zu, einfach wieder zuhause bei der Familie zu sein und das leckere Essen von Mama zu genießen. Die Freunde in München sehe ich natürlich auch nur selten. Es ist dann schon immer etwas Besonderes, wenn wir gemeinsam etwas unternehmen können.

Wo siehst du die Zukunft des Wakeboardens?

Wakeboarden ist noch eine recht junge Sportart, die enorm boomt. Es werden mehr und mehr Liftanlagen gebaut. Alleine in Deutschland gibt es schon über 80 Lifte und es werden immer mehr. Auch der Grad der Professionalisierung wird immer größer – Wakeboarden wird noch einen sehr großen Schritt nach vorne machen!

Snowboarden und Kitesurfen (Race) haben es in den sportlichen Olymp geschafft. Siehst du olympisches Potenzial beim Wakeboarden?

Auf jeden Fall! Leider wurde erst vor kurzem entschieden, dass Wakeboarden 2020 nicht bei den Olympischen Spielen dabei sein wird. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass 2024 auch Wakeboarder olympisches Edelmetall um den Hals hängen haben werden.

Was sind deine Ziele für die Saison?

Verletzungsfrei zu bleiben!

Du bist jetzt 23 Jahre alt. Machst du dir Gedanken über die Zeit nach der Profikarriere? Liegt ein Plan B in deiner Schublade?

Nach meiner Wakeboard-Karriere würde ich gerne eine eigene Lift-Anlage besitzen, aber da ist noch nichts fest in Planung.

Hast du einen Tipp für all diejenigen, die mit dem Wakeboarden beginnen wollen? Wie fängt man am besten an?

Wakeboarden ist ein Sport für jeden! Bei den Anlagen bekommt man meist eine professionelle Einweisung und auch spezielle Boards, die den Einstieg erleichtern. Egal ob jung oder alt – ich kann nur jedem empfehlen, es einmal auszuprobieren.

In der Kürze liegt die Würze: Dein Lieblingsspot? Thai Wake Park.

Dein Lieblingstrick? Backside 180°.

Cable oder Boot? Cable.

Bester Moment deiner Karriere? Weltmeister 2011.

Deine Musik? Ziemlich alles.

Dein Lieblingstag? 24/7.

Helles oder Weißbier? Weißbier.

Fisch oder Fleisch? Fisch.

Das Wort zum (Sonn)Tag? Überfüllte Wakeboardlifte.

Weitere Informationen unter: www.dominik-guehrs.com 

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