
16.10.2012, 16:07 Uhr | Hans-Werner Rodrian, SRT
Auf der "Norwegian Breakaway" können Passagiere im Wasserrutschenparadies den freien Fall ausprobieren. (Quelle: Norwegian Cruise Line/SRT )
Wasserrutschen mit freiem Fall, ein echter Birkenwald an Bord und Barbie-Kabinen - und das alles mit niedrigeren Preisen. Mit zahlreichen Rabattaktionen ist es der Kreuzfahrtbranche gelungen, die zwischenzeitlich stockende Nachfrage wieder anzukurbeln. Sehen Sie, wie die Touristik-Unternehmen Urlauber 2013 an Bord ihrer Kreuzfahrtschiffe locken wollen - auch in unserer Foto-Show.
Eine erstaunliche Entwicklung: Hatten Urlauber nach dem Schiffsunglück vom vergangenen Januar und mit nachlassender Konjunktur erst mal Zurückhaltung geübt, sind mittlerweile die Schiffe wieder voll. Die Erfolgsstory der vergangenen Jahre scheint nach einer kleinen Delle weiterzugehen. Dieser Erfolg hat vor allem eine Ursache: purzelnde Preise. Discounts, Upgrades, sogenannte "Bordguthaben": Der Kreuzfahrtmarkt wird seit Monaten geradezu überflutet von Rabattaktionen. Die Fachzeitschrift Touristik Aktuell konstatiert trocken: "Die Preise liegen deutlich unter dem Niveau der Vorjahre."
Beispiele: 100 Euro Rabatt und 150 Euro "Bordguthaben" gibt es gerade für eine MSC-Reise ans Rote Meer. "Mitfahrerpreise" von 99 Euro für die dritte bis fünfte Person offeriert Carnival Cruise Line. "7 Day Sales" mit bis 200 Euro Rabatt heißt eine Aktion bei Norwegian Cruise Line. Und mit "eXtra Days", also Gratistragen, lockt Celebrity. Die Preise sinken also, und die Gästezahlen steigen. Das ist auch notwendig, denn 2013 drängen wieder sechs zusätzliche neue Schiffe in den Markt, mehr als 7000 zusätzliche Kabinen wollen verkauft werden. Den Urlaubern kann das nur recht sein.
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Ein Trend der kommenden Saison heißt Auffallen um jeden Preis. Wo das Grundprodukt immer ähnlicher wird, müssen nie gehörte Attraktionen her. So spendiert Aida seinem Neubau "Aida Stella" einen echten Birkenwald an Bord, auf der "Norwegian Breakaway" wird man im Wasserrutschenparadies den freien Fall ausprobieren können, und Royal Caribbean bietet ab März auf allen Schiffen rosafarbene Barbie-Kabinen für kleine Prinzessinnen an.
Der Gegentrend zu den glitzernden künstlichen Ferienwelten auf dem Wasser sind kleinere und überschaubare Schiffe. So bringt der deutsche Veranstalter Hansa Touristik im kommenden Jahr die runderneuerte "Ocean Majesty" mit nur 274 Kabinen auf den Markt. Sie startet - ebenfalls ein Trend - mit einem hotelähnlichen Bordkonzept: So können die Gäste wählen, ob sie à la carte oder am Buffet essen wollen. Auf einigen Reisen wird auch All-inclusive angeboten. All-inclusive: Was an Land der ganz große Hit ist, das findet auch auf Hoher See immer mehr Anhänger. Tui Cruises machte den Anfang. Künftig gibt es auch bei Azamara zahlreiche alkoholische Getränke, Biere und Weine und sogar einen Landausflug inklusive. MSC und Carnival Cruises weiten ihre All-inclusive-Getränkepakete aus.
Bei den Reiserouten liebt es der Kunde dagegen eher klassisch: Gefragt sind Mittelmeer und Ostsee, im Winter die Karibik. Dubai wurde stark reduziert. MSC, Royal Caribbean und Norwegian strichen die Region ganz aus den Katalogen 2013/14. Dafür gibt es einige neue Angebote für Kreuzfahrten im Roten Meer, etwa mit der "FTI Berlin" oder der "MSC Armonia" ab Sharm-el-Sheikh. Und für den Hochsommer 2013 wagen sich mehr Passagiere denn je ins Eismeer - etwa mit Hurtigruten oder Hapag-Lloyd.
(Erstmals veröffentlicht am 16.10.2012)
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Quelle: Hans-Werner Rodrian, SRT
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