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Hier gibt es die verrücktesten Naturphänomene

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Orte zum Staunen  

Hier gibt es die verrücktesten Naturphänomene

03.01.2014, 15:47 Uhr | A. Jäger

Hier gibt es die verrücktesten Naturphänomene. Das Meer leuchtet. Was steckt hinter diesem Phänomen? (Quelle: Reuters)

Das Meer leuchtet. Was steckt hinter diesem Phänomen? (Quelle: Reuters)

Manchmal entstehen äußerst merkwürdige Anblicke in der Natur: Manche Seen wechseln einfach ihre Farbe, und andernorts entstehen bunte Thermalquellen. Wenn Sie gezielt nach solchen Erfahrungen der anderen Art suchen, verraten wir Ihnen an welchen Orten diese verrückten Naturphänomene zu finden sind. Eigenartiges finden Sie auch in unserer Foto-Show.

Ziegen in den Bäumen

Wer in Marokko an einem Arganbaum vorbeiläuft und nichts von diesem Naturphänomen ahnt, der wird wahrscheinlich nicht schlecht staunen, wenn aus diesem kein Vogelgezwitscher hervorgeht sondern blöken und mähen. In den marokkanischen Arganbäumen sitzt nämlich nicht selten eine Gruppe Ziegen. Diese haben in der ausgedörrten Wüste gelernt zu überleben und zu ihren Survival-Tricks gehört eben auch das Klettern in die Bäume. Hier finden sie genügend Nahrung. Davon haben jedoch nicht nur die Ziegen etwas: Einheimische nutzen die herunterfallenden Samen zum Kochen oder zur Herstellung von Arganöl.

Sühnendes Eis

Bis zu vier Meter hohe Eisskulpturen finden sich in den trockenen Anden. Das sogenannte Büßereis entsteht durch ungleichmäßiges Verdunsten und Abschmelzen bei starker Sonneneinstrahlung. Es bilden sich Schnee und Eispyramiden. Das erste Mal beschrieben wurden die Eisformationen von Charles Darwin, als dieser auf dem Weg nach Argentinien über ein Feld aus Büßereis stolperte. Der Name "Büßereis" verdanken die Skulpturen übrigens ihrer Neigung, mit der sie an einen Büßer mit gesenktem Kopf und gebeugten Rücken erinnern.

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Regenbogen bei Nacht

Ein Regenbogen entsteht wenn die Sonne scheint und es regnet, das weiß fast jedes Kind. Doch wie entsteht dann bei Nacht ein Regenbogen, wenn die Sonne längt untergegangen ist? Solche "Mondbögen" entstehen - wie der Name schon verrät - wenn das Mondlicht auf eine hoge Luftfeuchtigkeit trifft. Ein solches Naturschauspiel zu sehen, ist besonders im Yosemite National Park in Kalifornien, bei den Victoria Falls in Afrika oder den Cumberland Falls in Kentucky häufig möglich.

Steine, die sich heimlich bewegen

Ein Stein ist ein lebloses Objekt - oder? Wer sich mal im Death Valley in Kalifornien umgesehen hat, ist sich da vielleicht nicht mehr so sicher. Hier gibt es sogenannte "Sailing Stones". Diese wiegen zwar manchmal mehr als hundert Kilogramm, dennoch ziehen sie eine Spur im Sand hinter sich her, als würden sie sich heimlich fortbewegen, wenn keiner schaut. Die am weitesten verbreitete Annahme besagt, dass starke Winde nach Regenfällen die schweren Kolosse vorwärtstreiben.

Wenn sich der Himmel grün färbt

Wie außerirdisch mutet dieses Naturschauspiel an: grünlich schimmernden Schleier am Nordhimmel. Polarlichter werden durch das Auftreffen geladener Teilchen, des so genannten Sonnenwindes, auf der Erdatmosphäre hervorgerufen. Generell gilt: Je näher am Nordpol, desto spektakulärer ist die Show der Polarlichter. Die vorherrschenden Wetter- und Lichtverhältnisse spielen dabei eine bedeutende Rolle. Die beste Zeit zur Beobachtung ist zwischen September und März, wenn die Nächte lang, kalt und wolkenlos sind.

Schau mir auf den Hintern, Kleines!

Für zwei Wochen im Sommer treffen sich tausende Glühwürmchen im Great Smoky Mountains National Park, in Tennessee und North Carolina (USA) und leuchten im Gleichklang. Damit locken die kleinen Krabbeltiere ihren Fortpflanzungspartner an. Obwohl es in dem Nationalpark 19 verschiedene Glühwürmchen-Spezies gibt, kann nur eine Art ihr Leuchten koordinieren. Die Paarungszeit ist jedoch jedes Jahr zu einem anderen Datum. Dieses Jahr glühten die Würmchen schon im Juni um die Wette.

Diese leuchtende Höhle birgt eine tödliche Falle

An der Höhlendecke der Waitomo Caves leuchten tausende und abertausende Punkte - als würde man an der Milchstraße vorbeischweben. Doch die Leuchtpunkte sind keine Sterne, es sind unzählige Insekten. Aus diesem Grund wird die Höhle im Zentrum der Nordinsel Neuseelands auch als Glowworm-Caves (auf deutsch: Glühwürmchenhöhle) bezeichnet. Dabei handelt es sich bei den Insekten gar nicht um die Glühwürmchen. Denn eigentlich sind die Licht-Erzeuger dursichtige, wurmförmige Pilzmückenlarven, die von der Decke hängen und ihre langen, klebrigen Fäden runter hängen lassen. Mit den leuchtenden Fäden locken die winzigen Kreaturen wiederum andere Insekten an, die sich aus den klebrigen Fängen nicht mehr befreien können.

Rolle am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Eine Wolke, die mehrere hundert Kilometer lang ist, rollt regelmäßig im Frühling über den nordaustralischen Golf von Carpentaria: die Morning Glory Cloud. Ihren Namen verdankt sie der Uhrzeit, zu der sie an der Küste Queenslands ankommt. Vor der Frontseite der Wolke befinden sich starke Aufwinde, während im hinteren Bereich der Wolke die Luft absinkt und turbulent wird. Auf diese Weise entsteht die rollende Bewegung. Tipp für alle, die gerne mal in die Luft gehen: Die Wolke bietet ideale Bedingungen für Segel- und Drachenflieger und ist daher zum "Wolkensurfen" besonders beliebt.

Diese Welle legt eine große Strecke zurück

Meist im Februar und März, wenn bei Voll- und Neumond riesige Wassermengen vom Atlantischen Ozean in die Flussmündung des Amazonas gedrückt werden und der Amazonas zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Wasser führt, werden die Fluten nicht abgehalten und es entsteht die Pororoca. Es kommen jedes Jahr viele Touristen, um das Schauspiel live mit zu verfolgen. Die Welle erreicht dabei fast vier Meter Höhe und eine Geschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde. Sie legt bis zu 800 Kilometer zurück. Obwohl es nicht empfohlen wird, gibt es jedoch sogar einige Adrenalin-Junkies, die die Pororoca zum Surfen nutzen.

Wenn das Meer plötzlich leuchtet

Dieses verrückte Phänomen ist aus Sicht der Redaktion mitunter das schönste: biolumineszierender Plankton. Dahinter verbergen sich Mikroorganismen, die leuchten sobald sie erregt werden. Sehr häufig ist dieses Schauspiel vor San Juan Island (Washington), vor Kalifornien oder den Malediven zu sehen. Besonders beeindruckend muss es wohl sein, in einem solch leuchtenden Schwarm zu schwimmen.

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