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Ras Al Khaimah: Wie Dubai vor 50 Jahren

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Ras Al Khaimah  

Dieses Emirat ist wie Dubai vor 50 Jahren

30.11.2016, 10:22 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Ras Al Khaimah: Wie Dubai vor 50 Jahren. Das Emirat Ras Al Khaimah ist ab Winter im Programm vieler deutscher Reiseveranstalter. (Quelle: SRT )

Das Emirat Ras Al Khaimah ist ab Winter im Programm vieler deutscher Reiseveranstalter. (Quelle: SRT )

Die Emirate sind bei Reisefreudigen beliebt. Doch nicht jeder will Urlaub zwischen Wolkenkratzern machen - so wie in Dubai. Da trifft es sich gut, dass auch das nahe gelegene Emirat Ras Al Khaimah neuerdings um Touristen buhlt. Ab Winter ist es neu in im Programm vieler deutscher Reiseveranstalter. Ein paar Eindrücke zeigen wir Ihnen in unserer Foto-Show.

In "RAK", wie sich das Land selbst abkürzt, gibt es ebenfalls schöne Strände. Dazu auch noch ein mächtiges Gebirge im Rücken. Dafür aber weder riesige Shoppingmalls noch Straßenschluchten. Vielmehr herrscht hier ein arabisches Flair wie in Dubai vor 50 Jahren.

Das "neue" Emirat ist bezahlbar und warm. Und nah dazu. Vom Flughafen Dubai fährt man gerade mal 45 Minuten. Nach der kurzen Fahrt durch die Wüste hält der Bus auf der Halbinsel Marjan Island. Dort und in einer nahegelegenen Lagune sind die meisten Hotels angesiedelt. Auch ein Luxushotel gibt es, das Waldorf Astoria, es sollte mal der Palast des Emirs werden, bevor der sich dann doch umentschied. Kein Zimmer dort hat unter 72 Quadratmeter. Trotzdem kann man da bereits ab 150 Euro pro Nacht absteigen. 

Was tun neben Baden und Bräunen? Praktischerweise hat der urlauberfreundliche Herrscher die Parole ausgegeben: "Wir bauen nicht den nächsten Themenpark." Davon hat die Region schließlich genug. Stattdessen gibt es jede Menge Attraktionen mit Lokalkolorit - vor allem im Gebirge, schließlich liegt der höchste Punkt der gesamten Emirate gleich hinter der Küste.

Sonnenuntergangs-Picknick am Gipfel

Nur 20 Autominuten sind es vom Strand zum Hadschar-Gebirge. Eine erst 2015 gebaute Straße führt in spektakulären Kehren fast bis auf den Gipfel des Jebel Jais, mit 1930 Metern ist das der höchste Berg der gesamten Emirate. Dort hinauf fahren die Emiratis im Hochsommer gern, um der Hitze zu entkommen. Ein Farbenrausch in allen Orangetönen begleitet das Sonnenuntergangs-Picknick am Ende der organisierten Jeeptour.

Mit Blick auf Campingplätze und markierte Wanderwege fühlt man sich fast wie in den Alpen, nur eben ohne Vegetation. Sogar Bergführer sind vorhanden; trotzdem müssen die Hubschrauber mehrmals monatlich ausrücken, um bergunkundige arabische Wanderer zurückzuholen, die sich verlaufen haben. Für diesen Winter sind ein Klettersteig und eine Dreifach-Seilrutsche angekündigt, für weniger Adrenalindurstige gibt es eine Aussichtsplattform.

Ein heißes Bad in der Wüste

Es mag zunächst kurios klingen, wenn jemand in der glühenden Wüste noch ins heiße Wasser steigt. Aber die Einheimischen wissen schon, was sie tun. Die 40 Grad warmen Schwefelquellen von Khatt Springs tun der Seele gut und den müden Knochen nach einer ausgiebigen Bergwanderung auch. Die Quellen speisen oben auf einem Hügel ein großzügiges Hotel-Spa. Echt arabisches Badevergnügen lässt sich am Rand des kleinen Dorfs in zwei natürlichen Kiesboden-Pools erleben. Selbstredend ist im schicklichen Ras Al Khaimah ein Badeplatz für Männer und einer für Frauen vorgesehen. Ein bescheidenes Ayurvedazentrum bietet Massagen und andere Verwöhnmöglichkeiten.

Stopp in der Dattelfarm

Wie lebte es sich in den Emiraten vor dem Ölzeitalter? Der Besuch eines Beduinencamp zeigt es. Die Fahrt führt durch beeindruckende Dünen, wo ganz Mutige sogar ein zweckentfremdetes Snowboard anschnallen dürfen. Statt Glühwein auf der Hütte werden allerdings zum Après-Ski arabischer Kaffee und frische Datteln im Beduinenzelt gereicht, während alle im Schneidersitz auf einem Teppich sitzen.

Wie die Datteln an Palmen wachsen und wie sie geerntet werden, zeigt anschließend Ali, der Besitzer der benachbarten Dattelfarm. Landwirtschaft geht überhaupt anders, als man es aus Mitteleuropa kennt. Das zeigt sich in der Kamelkinderstube, wo man die weichen Schnauzen der jungen Dromedare spüren und zusehen kann, wie Kamelbabys aufgezogen werden.

Auf dem Markt der Dromedare

Der alte Ortskern von Ras Al Khaimah Stadt ist Arabien pur: In den Gassen duftet es nach Wasserpfeifen, auf den Straßen schaukeln betagte Taxis mit indischen Chauffeuren. Natürlich lässt sich niemand die arabischen Märkte entgehen. Der schönste ist der Fischmarkt Al-Ma'aredh. Dort lässt sich manches geschmackvolle Souvenirs erstehen, zum Beispiel das Kebab-Gewürz Sumak. Danach lohnt es sich, trotz der All-inclusive-Verpflegung im Hotel authentisch arabisch essen zu gehen, zum Beispiel Lamm-Tajine mit Pflaumen im Restaurant Yansoon.

Sehr früh aufstehen heißt es für den Tiermarkt, wo ab fünf Uhr früh Hühner, Ziegen und Dromedare begutachtet und gehandelt werden. Und ein echter Geheimtipp ist die Werft, auf der die Familie Al Mansouri noch ganz traditionell aus Teakholz Dhaus baut - Handelsschiffe, wie sie seit tausend Jahren die afrikanische Ostküste bis Sansibar entlang segeln.

Echte Kamelrennen mit der Spielekonsole

Deutsche Familienväter gehen am Samstag ins Fußballstadion. Arabische Papas sind derweil beim Kamelrennen. Die sind in allen Emiraten ein beliebtes Spektakel. Die Rennbahn in Ras Al Khaimah gehört zu den besten am Golf. Tatsächlich ist es ein wirklich aufregender Anblick, wenn Dutzende Dromedare aus ihrer Startbox stürmen und auf die langgestreckte Sandbahn einbiegen. Was für eine Stimmung, wenn sie schließlich vor der Ziellinie die Wettbewerber abzuschütteln suchen

Um die Jockeys muss sich dabei niemand Sorgen machen. Früher waren das meist Kinder, heute hocken auf den Kamelen kleine Reitroboter. Deren Eigner steuern sie mit supermodernen Konsolen, während sie mit ihrem SUV neben der Bahn herfahren. Rennsaison ist von Oktober bis April, jeden Freitag und Samstag von 6.30 bis 10 Uhr.

Weitere Informationen:

  • Wetter: Die Mittagstemperaturen in Ras Al Khaimah liegen im Januar bei 25 Grad, das Wasser ist 23 Grad warm.
  • Ausflüge: Trips organisieren die Hotels oder zum Beispiel Challenging Adventure, www.challengingadventure.com sowie Arabian Incentive, www.arabianincentive.com, Tel. 00971/50/227-4319. Der neue Klettersteig hat die Webseite www.jebeljais.ae.
  • Als Frau unterwegs: Im Emirat Ras Al Khaimah gelten für Frauen ähnliche Richtlinien wie in allen Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie dürfen sich frei bewegen, auch ohne männliche Begleitung. Vorsicht ist nur bei Taxifahrten oder Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Hinsichtlich der Kleidung sind sind schulterfreie Oberteile, kurze Röcke oder Hotpants ein No-Go. Je weniger nackte Haut, desto besser. Am privaten Strand oder Hotelpool sind Bikinis erlaubt -  bitte aber keine Tangas tragen oder das Bikini-Oberteil ablegen.
  • Weitere Infos: Ras Al Khaimah Tourism, Chamber of Commerce Building, Ras al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, Tel. 00971/7/233-8998, www.rasalkhaimahtourism.com

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