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"Die Simpsons - Das Spiel": Volle Attacke auf die Lachmuskeln

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Test Die Simpsons: Das Spiel  

Volle Attacke auf die Lachmuskeln

| Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Simpsons - Das Game (Bild: EA)Simpsons - Das Game (Bild: EA)Die Simpsons sind seit 18 Jahren ein kulturelles Phänomen. Der enorme Erfolg im TV - und zuletzt auch im Kino - hat schon viele Videogames mit der gelben Chaoten-Familie nach sich gezogen. Die meisten waren eher durchschnittlich. Hersteller Electronic Arts gelingt es nun, in Die Simpsons - das Spiel den unnachahmlichen Charme und den bitterbösen Witz der Fernsehserie einzufangen. Dabei herausgekommen ist eine Satire auf aktuelle Ereignisse, Filme, unsere Gesellschaft und natürlich auf Videospiele. Die Story der actionreichen Jump & Run-Parodie gibt sich schlicht: Bart fällt die Anleitung zu einem geplanten Simpsons-Videospiel vor die Füße. Dabei entdeckt er nebenbei, dass seine ganze Familie besondere Superkräfte hat. Diese Kräfte müssen die Simpsons nun einsetzen, um ihre Stadt Springfield vor einer Alien-Invasion und anderen Katastrophen zu retten.

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Such' den Gag

Simpsons - Das Game (Bild: EA)Simpsons - Das Game (Bild: EA)In 18 Episoden wird alles durch den Kakao gezogen, was dem Videospiel-Fan lieb und teuer ist. Das geht schon bei den Spezialfähigkeiten los: Homer kann Gegner mit heftigen Rülpsern betäuben. Bart nimmt mit seiner Steinschleuder die Feinde ins Visier und gleitet mit seinem Bartman-Cape durch die Luft. Lisa betäubt Widersacher mit Saxofon-Aattacken und transportiert mit der "Hand von Buddha" schwere Objekte durch die Gegend. Dagegen setzt Marge auf die Mobilisierung des Volks: Sie putscht Ned Flanders und andere Bürger derart auf, dass diese als wütender Mob auf ihr Kommando alles kurz und klein schlägt. So wechselt man als Spieler also von Episode zu Episode zwischen den Figuren, lernt deren Fähigkeiten kennen und stolpert immer wieder auf witzige Seitenhiebe. In "Medal of Homer" beispielsweise landet Bart mit dem Fallschirm im umkämpften französischen Dorf "Ville de l'Capitulon", wo die Franzosen vor deutschen Soldaten flüchten. Der Spieler muss alle weißen Flaggen der Franzosen einsammeln, bevor sie endgültig kapitulieren. Der Gag für Kenner dabei: Die Franzosen haben verblüffende Ähnlichkeit mit den beiden gemeinen Weinbauern aus Barts Schüleraustausch. Besonders angenehm: Die Inszenierung der Zwischensequenzen kommt sehr nah an die Qualität der TV-Episoden heran, dafür saßen schließlich auch die Original-Zeichner an den 2D-Filmchen.

Technische Mängel

Simpsons - Das Game (Bild: EA)Simpsons - Das Game (Bild: EA)Das Spielprinzip? Letztlich ein eher schlichtes Jump & Run mit einer Prise Action und Abenteuer - also viel Hüpferei, Geprügel und Geschicklichkeitstests. Stets warten genügend Feinde darauf, von zwei gemeinsam kämpfenden Simpsons erledigt zu werden. Abwechselnd kümmern sich zum Beispiel Homer und Bart oder Marge und Lisa um zum Leben erwachte Krusty-Puppen, durchgedrehte Delfine oder böse Holzfäller. Leider sehen die Gegner unterschiedlicher aus, als sie sich verhalten; die Angriffsmuster wiederholen sich. Die Bosskämpfe sind spannender und abwechslungsreicher geraten. Zum Beispiel, wenn es gegen die lebendig gewordene Lard-Lad-Donut-Statue geht, die mit Laserstrahlen um sich schießt und auf den Helden herum trampelt. Doch auch hier reicht eine gezielte Attacke auf drei Schwachpunkte. Allzu schwer wird es einem hier also nicht gemacht. Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - kommt richtig Spaß auf. Man spielt entspannt, kann genießen und Spaß haben. Mehr als die Gegner machen einem die Hüpf- und Springprüfungen zu schaffen. Hier streikt nämlich leider mal die Steuerung, mal die Kamera. Da hätten die Gamedesigner mehr Sorgfalt walten lassen sollen. Lob verdient sich dagegen der Kooperations-Modus. Wenn anstelle der Konsole ein Mitspieler die zweite Figur steuert, dreht Die Simpsons - das Spiel richtig auf.

Fazit

Trotz des eher seichten Gameplays und einiger Schwächen: Die Simpsons – das Spiel ist ein unterhaltsames Cartoon-Spiel geworden. Fans der Serie werden viel Spaß daran haben, Orte und Szenen, Gags und Anspielungen zu entdecken. Als besonderes Schmankerl haben die Drehbuchautoren der Serie 8.000 Zeilen originelle Dialoge beigesteuert. Da zündet jeder Gag, auch und gerade in der deutschen Version. Anke Engelke und die anderen vertrauten Synchronstimmen kommen in der deutschen Fassung richtig gut rüber. Der eine oder andere hätte vielleicht trotzdem auf die englischen Originalsprecher umschalten wollen, das klappt aber leider nicht.

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