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Games Convention mit Kampfansage an GamesCom in Köln

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Games Convention versus GamesCom  

Der Krieg der Spiele-Messen

27.08.2008, 17:18 Uhr | Golem.de / dpa / tz / jr

Streit der Spiele-Messen: Köln gegen Leipzig (Bild: dpa / Montage: t-online.de)Streit der Spiele-Messen: Köln gegen Leipzig (Bild: dpa / Montage: t-online.de)Die Abstimmung mit den Füßen fiel eindeutig aus: Mit 203.000 Besuchern feiert die Spielemesse Games Convention in Leipzig einen neuen Rekord. Auch die Zahl der Aussteller war mit 547 Teilnehmern höher als jemals zuvor. Doch der Branchenverband "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) hält an seinen Übersiedelungsplänen fest. Ab 2009 soll die europäische Spiele-Leitmesse unter der Bezeichnung "GamesCom" in Köln stattfinden. Dort sieht der BIU, lange Jahre Partner der GC, größere Wachstumschancen. Daher so wird es, falls bei den Beteiligten nicht doch noch Vernunft einkehrt, im nächsten Jahr zum Krieg der Spiele-Messen kommen. Bestärkt durch den frischen Wind in den Segeln und die Unterstützung von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will nämlich auch Leipzig 2009 wieder eine Games Convention ausrichten.

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Kampfansage aus Leipzig

GC 2008 (Montage: t-online.de) GC 2008 (Montage: t-online.de)"Die GC - Games Convention findet auch 2009 in Leipzig statt", macht Wolfgang Marzin, Chef der Leipziger Messe, am letzten Tag der größten europäischen Spielemesse klar. Als Termin nannte er den 19. bis 23. August 2009, davor soll vom 17. bis 19. August die Entwicklerkonferenz GCDC (Games Convention Developer Conference) stattfinden. Marzin sagte, dass die Games Convention ihr internationales Portfolio weiter ausbauen werde. Bereits im vergangenen Jahr war mit der GC Asia ein Ableger in Singapur gestartet, deren zweite Ausgabe vom 18. bis 20. September 2008 in Singapur stattfindet. Unterstützung bekommt Leipzig für seine Pläne vom früheren OB Wolfgang Tiefensee. Die Stadt habe sich mit der Rekord-Messe GC 08 in hervorragender Weise auch für die Zukunft als Ausstellungsort qualifiziert, sagte der auch für den Aufbau Ost zuständige Minister der Leipziger Volkszeitung. Leipzig solle sich "gut wappnen" und entschlossen den Konkurrenzkampf mit Köln und dem BIU aufnehmen.

Der BIU schießt zurück

GC08 (Bild: Games Convention)GC08 (Bild: Games Convention)Die neue, vom BIU unter dem Motto "Celebrate the Games" initiierte Spielmesse GamesCom (angeblich abgeleitet von "Games Community") sollte vom 9. bis 13. September 2009 ihr Debüt geben. Der September-Termin war ins Auge gefasst worden, um mehr Fachpublikum aus Südeuropa als bisher anzusprechen. Nach massiver Intervention von Seiten verschiedener Unternehmen und des Handels, der das Ganze als "zu spät" für eine Order-Messe kritisierte, wurde die GameCom jetzt auf den Termin 19. bis 23. August 2009 verschoben - und findet damit exakt parallel zur GC statt. Der Geschäftsführer des Branchenverbandes, Olaf Wolters, zeigte sich im Interview mit "Focus Online" enttäuscht darüber, dass man in Leipzig nicht den Wunsch der Mehrheit der BIU-Mitglieder respektiere, die Spiel-Leitmesse an einem anderem Ort weiterzuentwickeln. "In der gewohnten Form wird die Games Convention sowieso nicht mehr stattfinden", sagte Wolters, da die wichtigsten Publisher im nächsten Jahr fehlen würden. Auch die Kölner Messegesellschaft hat mit Erstaunen auf die Ankündigung aus der Sachsenmetropole reagiert, auch künftig die GC auszutragen. "Gegen eine Verbandsentscheidung so eine Veranstaltung zu machen, ist sehr schwierig", sagte der Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH, Oliver Kuhrt. "Unabhängig von der Ankündigung aus Leipzig wird es dabei bleiben, dass die Leitmesse im nächsten Jahr in Köln stattfinden wird", betonte er. "Wir haben jetzt schon mehr als 120 Anfragen, darunter nahezu alle Marktführer."

Umfrage-Mehrheit für Standort Leipzig

Games Convention 08 (Bild: Reuters)Games Convention 08 (Bild: Reuters)Die Messe Leipzig führt als Pro-GC-Argument eine Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig an, nach der die große Mehrheit der Spiele-Branche und der Besucher für die Beibehaltung der Games Convention in Leipzig votierten. Auf die Frage "Soll es 2009 aus Ihrer Sicht eine GC in Leipzig geben?" hätten lediglich zehn Prozent der Aussteller mit "Nein" geantwortet. Auch unter den 14.600 Fachbesuchern der Games Convention stimmten nur 13,2 Prozent mit "Nein". Diese Umfrage sei nicht repräsentativ, hält Olaf Wolters vom BIU dagegen. Man habe keine Alternative zur Abstimmung gestellt und "auf einer erfolgreichen Messe vor Ort die Leute gefragt, ob sie gerne wiederkommen wollen". Das ergebe kein qualifiziertes Meinungsbild. Wolters zeigte sich überzeugt davon, dass die GamesCom 2009 erfolgreich sein werde. Die meisten Besucher kämen doch nicht wegen einer bestimmten Stadt, sondern wegen einer bestimmten Sache, den Spielen.

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Messezank schadet allen

Games Convention 08 (Bild: ddp)Viele deutsche Entwickler befürchteten bei einer Umfrage auf der GC 08, dass die GamesCom eine ausschließlich von den im BIU versammelten Publishern gesteuerte Veranstaltung sein werde. Der Branchenverband hat nur zwölf Mitglieder, die aber nach eigenen Angaben einen Anteil von mehr als 80 Prozent des deutschen Markts abdecken. Dass zwei Spiele-Messen an unterschiedlichen Standorten im selben Zeitraum abgehalten werden, ist jedoch die größte Schreckensvorstellung der Spielebranche. Es wird befürchtet, dass der Messestandort Deutschland durch den Streit leidet und beide Messen in die Bedeutungslosigkeit abrutschen werden.

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"Raubkopierer"-Vorwurf

Die Koelnmesse und der BIU haben ein erstes Konzept für die GamesCom 2009 vorgestellt. Danach will man einem ausgewählten Partnerland die Möglichkeit einräumen, sich auf herausgehobenen Art und Weise zu präsentieren. Die GamesCom soll alle ansprechen, die privat oder beruflich mit Computer- und Videospielen zu tun haben, und sowohl Hardcore-Gamern, E-Sportlern, Gelegenheitsspielern und der großen Zielgruppe der "Noch-nicht-Spieler" ein neues Zuhause bieten. Es ist geplant, in den Publikumshallen themenspezifische "Gaming Areas" zu errichten, in denen man aktuelle Action-, Adventure-, Sport- oder Lifestyle-Spiele direkt ausprobieren kann. Um den aktuellen Zuschauerrekord der GC 08 bei der Premiere auf jeden Fall zu toppen, soll auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konzerten und Aktionen aller Art auf die Beine gestellt werden. Um die Spiele "in der Stadt zu feiern", will man im ganzen Stadtgebiet von Sponsoren finanzierte Spielstationen und Arbeitsbühnen aufstellen. Ein direkter Verkauf der Spiele am Stand wie bei der einstigen Amiga-Messe ist nicht vorgesehen. Mit einem Fachbesucher- und vier anschließenden Publikumstagen ähnelt die GamesCom von der Struktur her sehr dem Leipziger Vorbild, was ihr bereits den Vorwurf der "Raubkopie" eingebracht hat.

Spielepreis als Trostpflaster

Games Convention 08 (Bild: Reuters)Games Convention 08 (Bild: Reuters)Streit gibt es derweil auch um die Verleihung des Deutschen Computerspiele-Preises. Wie die FAZ berichtete, habe Leipzig habe als Austragungsort Chancen - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Stadt künftig auf die Austragung einer Spiele-Messe verzichtet. Dem Vernehmen nach sollen sollen wichtige Publisher diese Forderung erhoben haben. BIU-Chef Olaf Wolters verneinte allerdings gegenüber der Zeitung, dass es einen Zusammenhang zwischen der Festlegung des Ortes der Preisverleihung und dem Verzicht auf die Games Convention gebe. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sieht das anders. Er erkannte im Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung einen "unsäglichen erpresserischen Versuch" und zeigte sich überzeugt, dass Leipzig das beste Konzept für die Verleihung des Deutschen Computerspiele-Preises abgegeben habe.
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