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"Braid": Puzzle-Actionspiel für Xbox 360

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Test Braid | Puzzle-Action | Xbox 360  

Kleiner Held vor großen Rätseln

12.09.2008, 17:16 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Braid (Bild: Number None Inc.)Braid (Bild: Number None Inc.)Videospiele mit eingebautem Gehirnjogging sind groß in Mode. Wenn Games zum Nachdenken anregen, dann konzentrieren sie sich in aller Regel allerdings so sehr auf die Denkaufgaben, dass der Spaß auf der Strecke bleibt. Die Independent-Produktion Braid, vom US-Spiele-Entwickler Jonathan Blow und seinem Illustrator David Hellman quasi im Alleingang erschaffen, geht andere Wege. Jonathan Blow zählt zu den Mitorganisatoren der "Experimental Gameplay Workshops", wo Spiele-Entwickler sich mit neuartigen Konzepten befassen. Wenn so einer ein Download-Game für den Live Arcade-Dienst der Xbox 360 entwickelt, dann überrascht es kaum, dass das Ergebnis namens Braid den Innovations-Preis auf dem "Independent Games Festival" abräumt und innerhalb einer Woche einen Umsatz von 800.000 US-Dollar macht.

Braid fällt bereits im Stillstand durch seinen malerischen Stil auf. Die flächigen Farben springen einen an, die Landschaften erinnern an Aquarelle. Mittendrin ein Kerl mit wallendem Haar, großem Kopf und feistem Körper, der aus Knopfaugen seine Umwelt betrachtet und leichtfüßig über Wiesen und durch Wälder springt.

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Lass das mal die Gegner machen

Braid (Bild: Number None Inc.)Braid (Bild: Number None Inc.)Laufen, Fallen überhüpfen, Kanonenkugeln ausweichen, Löwenköpfe per Kopfsprung ausknocken: Dem ersten Eindruck nach scheint der kleine Kerl zunächst nur den Mittelpunkt einer Jump´n´Run-Herausforderung von eher behäbiger Machart zu bilden. Aber weit gefehlt, denn hier herrschen interessante Regeln. Entscheidend ist, dass die X-Taste auf dem Controller eine Zeitumkehr auslöst, die vieles rückwärts laufen lässt - den Helden sowieso, außerdem einige Gegner und Fallen. Aber eben nicht alle, und das ist entscheidend. Angenommen, der kleine Kerl trifft auf einen Bildschirm voller mobiler Plattformen, die scheinbar chaotisch über den Bildschirm schwingen. Einige Plattformen reagieren auf die Zeitumkehr, andere nicht. Hirn und Timing vorausgesetzt, unterwirft sich das Chaos schließlich einem nachvollziehbaren Rhythmus und trägt einen an ungeahnte Orte.

Ein Fest für die Gehirnzellen

Braid (Bild: Number None Inc.)Braid (Bild: Number None Inc.)Auf einfallsreiche Art und Weise lassen sich so scheinbar undurchdringliche Kanonenkugel-Kaskaden überwinden, Schlüssel erhaschen, Tore öffnen und Bossgegner ausschalten. Oft wirkt es, als sähe man den Wald vor lauter Bäumen nicht, dabei liegt das Rätsels Lösung sehr nah. Die vielen Geheimnisse kennen lernen und sie entschlüsseln, das kettet einen ab der ersten Minute an. Von leichter Kost zu sprechen, wäre allerdings vermessen. Denn nach einem relativ zahmen Einstieg zieht der Schwierigkeitsgrad bald an. Schon nach einer Stunde mag man als Nicht-Einstein die eine oder andere Herausforderung überspringen. Dass das klappt, ist ein Verdienst der Game-Struktur. Wer sich an einem Level beziehungsweise den darin integrierten Puzzles partout die Zähne ausbeißt, versucht sich eben an anderen Herausforderungen.

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Fazit

Die abwechslungsreich gestaffelten Aufgaben verdienen ebenso Hervorhebung wie die malerische Machart und die entgegenkommende Struktur. Gelegenheits-Spieler entspannen mit ausgewählten Puzzles und entdecken die schönen Seiten von Braid, Hardcore-Gamer beißen sich Puzzle für Puzzle durch. Vergnügliche Abende stehen einem in jedem Fall bevor. Achtung: Braid gibt es nicht auf DVD, sondern nur als Download für den Live Arcade-Dienst der Xbox 360.

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