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"Pennergame": Umstrittenes Browserspiel geht weiter

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"Pennergame": Umstrittenes Browserspiel geht weiter  

Als Profi-Schnorrer in Berlin

17.12.2008, 11:00 Uhr | golem.de / vb

Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)Das erfolgreichste deutsche Browser-Spiel Pennergame startet in einer neuen Variante. Ab sofort kann neben der bisherigen Spielwelt Hamburg auch in der Hauptstadt geschnorrt und Flaschen gesammelt werden. Unter dem Slogan "Werde der beste Penner von der Spree" sollen Fans in der neuen Spielversion Berlin erobern. Dem Bekanntheitsgrad des umstrittenen Titels dürfte das einen weiteren Schub verpassen. Doch im Gegensatz zur Kontroverse um das Hamburger Original sind die Pennergame-Betreiber dieses Mal offensichtlich gewappnet.
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Verstoß gegen die Menschenwürde?

Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)"Du bist ein untalentierter Penner am Hamburger Hauptbahnhof und kannst weder Lesen noch Schreiben" - so begrüßt das Browser-Spiel Pennergame den Spieler auf der Startseite. Durch geschicktes Agieren und den gezielten Ausbau von Fähigkeiten wie "Angriff", "Sozialkontakte" und "Sprechen" sollen Sie es zum "organisierten Bettel-Monopolisten" schaffen. Weitere Mittel sind Überfälle und Trickbetrügereien. Grund genug für ein Verbot? Das jedenfalls forderte im November letzten Jahres die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jsenija Bekeris auf ihrer Webseite. "Die Betreiber von pennergame.de geben Klischees über obdachlose Menschen wieder, um mit ihrem Spiel Geld zu verdienen. Dabei interessieren die realen gesellschaftlichen Zusammenhänge von Reichtum, Armut und Obdachlosigkeit überhaupt nicht", schrieb Bekeris. Sie sah in dem Spiel einen Verstoß gegen den ersten Artikel des Grundgesetzes, der die Würde des Menschen für unantastbar erklärt, und forderte die Betreiber auf, Pennergame vom Netz zu nehmen. Was trotz einiger aufgeregter Diskussionen natürlich nicht geschah.

Aus arm mach reich

Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)Pennergame (Bild: Farbflut Entertainment)Nachdem die Debatte mittlerweile aus den Medien verschwunden ist, gibt es nun einen Neustart mit erweiterten Spieloptionen. Beim Pennergame Berlin haben Spieler die Möglichkeit, durch das Lernen von Musikinstrumenten oder mit Hilfe von anderen Weiterbildungsmaßnahmen in den Rängen nach oben zu kommen. Das Ziel ist gleich geblieben: Der Aufstieg vom Obdachlosen zum Schlossbesitzer. Der Weg dorthin ist grafisch auf die Hauptstadt abgestimmt, etwa durch Haustiere wie den Berliner Bären. Interessant: Berliner Pennergame-Spieler, die zuvor schon in Hamburg aktiv waren, starten bei Null. Dieser Neustart, der allen Online-Gamern die Möglichkeit bietet, schnell in die Highscores des Titels aufgenommen zu werden, soll für weitere Attraktivität sorgen.

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Spendenaktionen geplant

Um einer neuen Kontroverse um menschenverachtende Inhalte vorzubeugen, kündigt der Betreiber Farbflut Entertainment per Pressemitteilung an, dass man Spendenaktionen plant, die lokalen Obdachlosenhelfern zu Gute kommen sollen. Damit will das Spiel die notleidenden Menschen aktiv unterstützen. In Hamburg laufen mittlerweile mehrerer dieser Aktionen, hier unterstützen die Betreiber die Tagesstätte "Mahl Zeit" und das "CaFée mit Herz" mit einem fünfstelligen Betrag. Über mangelnde Einnahmen dürfte Farbflut ohnehin nicht zu klagen haben: Im November des letzten Jahres hatte das Spiel mehr als 400.000 Teilnehmer, 20 Millionen Seitenzugriffe pro Tag und zu Spitzenzeiten rund 30.000 Spieler, die gleichzeitig online waren.

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