Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Die Siedler - Königreiche von Antheria: Wusel-Könige, vereinigt euch

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview zu Die Siedler: Königreiche von Antheria | Aufbau-Strategiespiel | PC  

Wusel-Könige, vereinigt euch!

01.09.2014, 13:01 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Die Siedler - Königreiche von Antheria: Wusel-Könige, vereinigt euch. Die Siedler: Königreiche von Antheria Aufbau-Strategiespiel für PC von Blue Byte (Quelle: Ubisoft)

Die Siedler: Königreiche von Antheria (Quelle: Ubisoft)

"Es ist kein Browser-Game, es ist kein Free-to-Play-Game, es ist ein richtig großes PC-Spiel." Die einleitenden Worte von Entwicklungsleiter Christopher Schmitz im Rahmen einer ersten Presseveranstaltung zum neuen Die Siedler-Spiel von Blue Byte machen neugierig und lassen auf Großes hoffen. Wir waren vor Ort in Düsseldorf, um eine erste Alpha-Version des nächsten Ablegers der beliebten Aufbaustrategie-Reihe zu begutachten, dem Entwicklerteam über die Schulter zu schauen und neugierige Fragen zu stellen. Doch der Reihe nach.

Zwei Spielspaß-Säulen: Aufbau-Part und Koop-Adventure

Nicht weniger als das "innovativste Siedler-Spiel, was wir je gemacht haben", verspricht das Team, noch bevor man auch nur eine einzige Minute Gameplay zeigt. Umsetzen will man diese ehrgeizige Vision mit zwei Spielspaß-Fundamenten, die sich gegenseitig in vielerlei Hinsicht ergänzen. Die erste Säule bildet der klassische Aufbau-Teil. Tage, Wochen, ja sogar Monate soll dieser bei Laune halten und es Spielern ermöglichen, genau das zu tun, was sie in Die Siedler schon immer am liebsten taten: ein gigantisches Königreich aus dem Boden stampfen.

Neu in diesem Konstrukt ist Säule zwei, der sogenannte Adventure-Teil. Entsprechende Vorarbeit im Aufbauspiel vorausgesetzt, dürfen hier bis zu vier Helden gemeinsam in einem Echtzeit-Action-Rollenspiel zu Felde ziehen, um neue Lande zu entdecken, feindselige Kreaturen zu eliminieren und natürlich reiche Beute zu machen. Und so schließt sich der Kreis, denn auf diesem Wege finden seltene Ressourcen ihren Weg in die vielschichtigen Arbeitskreisläufe der Stadt, wo sie zu neuen Materialien und Objekten verarbeitet werden. Einige steigern die Produktivität der angehenden Metropole, andere gewährleisten den Helden im Abenteuerspiel bessere Ausrüstung, und so weiter.

Die Siedler: Königreiche von Antaria angekündigt

Ubisoft veröffentlicht ersten Trailer zum Spiel.

Die Siedler: Königreiche von Antaria angekündigt


Soweit die Grundidee. In der Praxis gestaltet sich vieles jedoch weitaus komplexer - ganz zur Freude eingefleischter Fans. Nicht zuletzt, weil Aufbau- und Abenteuerteil durch die skizzierten Design-Entscheidungen komplett voneinander getrennt sind.

Volle Kontrolle über den komplexen Wirtschaftskreislauf

Wie sehr ins Detail die wirtschaftlichen Zusammenhänge gehen, demonstriert der leitende Gamedesigner Guido Schmidt anhand einer kleineren Stadt. Durch den Bau eines Wohnhauses legt Schmidt den ersten Grundstein für ein blühendes Reich. Anschließend dauert es nicht lange, bis Holzfäller-Hütte und Sägewerk stehen und die einzelnen Beschäftigten einander zuarbeiten. Schmidt schwärmt: "Diesmal haben wir noch eine Extra-Ebene der Kontrolle hinzugefügt. Wir können also ab sofort ganz genau sagen, welcher Holzfäller von welcher Rohstoffquelle sein Holz bezieht. Auch kann der Spieler nun zum Beispiel festlegen, welches Sägewerk mit welchem Holzfäller zusammenarbeitet."

Allein durch diesen Kniff kriegt Blue Byte eines der größten Probleme vergangener "Siedler"-Titel in den Griff: Wurde die Wirtschaft zu groß, waren die Zusammenhänge nicht mehr klar erkennbar - eine Klippe, den "Königreiche von Anteria" nun klar umschifft. Wenige Mausklicks genügen und der Spieler weiß - symbolisiert durch farbige Verbindungslinien - welche Gebäude mit welchen anderen eine Produktionskette bilden. So kann er bei Rohstoffengpässen viel effektiver eingreifen und Kreisläufe ständig optimieren.

Perfekt optimierte Produktionsketten...

Regelmäßiges Eingreifen ist diesmal auch bei der Erforschung neuer Technologien nötig. Neue Verästelungen eines Technologiebaums werden immer dann verfügbar, wenn der Spieler genug Ruhm und Ehre angehäuft hat. Auf Seiten der Wirtschaft klappt das durch Optimieren von Produktionsketten, sprich: Verbessern von Weiterverarbeitungs- und Transportzeiten. Probate Mittel hierfür sind unter anderem gut platzierte Gebäude, sinnvoll angelegte Straßen, eine stets fröhlich gestimmte Bevölkerung, magische Artefakte und Buffs.

Ein Beispiel: Verabreicht man Angestellten des Holzkohle produzierenden Köhlers "tiefschwarzen anterianischen Kaffee", lässt die Leistungsexplosion nicht lange auf sich warten und die Jungs rackern die Nacht durch. Wurden auch andere Stellschrauben im Werk des Köhlers fest angezogen, resultiert dies in einer "perfekt optimierten Produktionskette". Der jeweilige Betrieb macht sich einen Namen, der Ruhmeswert steigt, neue Technologie werden verfügbar und mit ihnen neue Möglichkeiten, in weitere Gebiete zu expandieren.

Stichwort Expansion: Hier ist ebenfalls Weitsicht gefragt. Während die ersten acht Sektoren des Tals von Anteria immer die gleichen Bedingungen aufweisen, gilt dies für spätere Gebiete nicht mehr. Wem beispielsweise üppige Nahrungsmittel-Produktion und die damit einhergehenden Buffs ein wichtiges Anliegen sind, der sollte in Richtung Küste und Fischfang die Fühler ausstrecken. Überzeugte Militaristen liebäugeln derweil mit angrenzenden Bergregionen, denn hier schlummern reichhaltige Erzvorräte für die Waffenproduktion.

...oder die Hau-drauf-Methode?

Die Alternative zum wirtschaftlich orientierten Ansatz, Ruhm und Ehre anzuhäufen, ist das Entsenden von Champions in umliegende Gebiete, um diese von Gefahren zu säubern und Rohstoffe zu bergen. Im vorgespielten Action-Rollenspiel-Part bekam es die Heldentruppe mit der Wilden Waltraut und ihren Mannen zu tun. Die Zwei-Meter-Braut mit gewaltigen Vorschlaghämmern in jeder Hand machte ihrem Namen alle Ehre, scheiterte dann jedoch am hervorragend abgestimmten Vorgehen der Champions.

Oder besser gesagt an zwei Spiele-Designern, die im Koop-Modus erst richtig warmliefen. Dabei entschieden sie sich für die Heldenklassen Ritter (begnadeter Frontkämpfer) und Priester (talentierter Heiler). Alternativen wären der Bogenschütze (Fernkampf-Experte) und die Kriegerin (Nahkampf-Profi) gewesen. Wie man die Heldenklassen mischt, ist egal – auch Gruppen aus vier von Menschenhand gesteuerten Bogenschützen sind denkbar. Ob das taktisch Sinn macht, sei allerdings dahingestellt.

Was uns gefällt

Man mag es kaum glauben, aber die mutigen, "Diablo"-orientierten Action-RPG-Abschnitte scheinen (bisher) erstaunlich gut mit der Aufbauspiel-Komponente zu harmonieren. Vor allem, weil sie zwar mit dem Hauptspiel verwoben sind, dennoch völlig abgekoppelt davon gespielt werden und größtenteils optional scheinen. Im Gegensatz zu vorherigen "Siedler"-Games sind diese Ebenen also viel besser getrennt, womit Blue Byte einem vielfach geäußerten Wunsch der Community nachkommt. Gleiches gilt für die begrüßenswerte Tatsache, dass Produktionsabläufe nun wesentlich transparenter dargestellt werden und der Spieler - Zitat Blue Byte - "stets die volle Kontrolle hat."

Was uns nicht gefällt

Die größte Neuerung, also die Hack & Slay-Abschnitte, birgt gleichzeitig auch die größte Gefahr. Alles steht und fällt mit der Balance der beiden Gameplay-Ansätze, die sich zu diesem Zeitpunkt noch schwer bewerten lassen. Was passiert, wenn man wichtige Ressourcen im Abenteuer-Modus letztlich viel schneller anhäufen kann als durch das Optimieren von Arbeitsabläufen im Aufbauspiel? Oder umgekehrt: Wie werden Spieler reagieren, wenn die Abenteuer-Missionen qualitativ hinter dem Aufbau-Teil zurückbleiben - ist das ein Stimmungskiller fürs Gesamterlebnis?

Fazit

Gelingt Blue Byte der schwierige Spagat, Aufbauspiel und Abenteuer-Part fair auszutarieren, könnte das neue Siedler-Game ein echter Award-Abräumer werden. Optisch macht das Gebotene eine gute Figur, und mit 70 Gebäudetypen, 2000 Crafting-Rezepten, 150 Gegnerarten und vielem mehr ist man auch inhaltlich gut aufgestellt. Dennoch: Die Düsseldorfer müssen der Community dringend verständlicher verklickern, warum das hier unbedingt ein Always-on-Titel sein soll. Klar, für Koop-Matches und den Tausch von Gegenständen mit anderen Spielern ist permanente Online-Funktionalität unabdingbar. Aber sonst? Was spricht gegen einen zusätzlichen Offline-Modus für den Aufbau-Teil? Der Fall "Sim City" hat gezeigt, wie sensibel Fans bei diesem Thema reagieren. Hoffen wir, dass dieses mutige Projekt nicht das gleiche Schicksal ereilt.

Infos zum Spiel

Titel: Die Siedler - Königreiche von Anteria
Genre: Aufbau-Strategiespiel / Action-Rollenspiel
Hersteller: Blue Byte
Publisher: Ubisoft
Release-Termin: Herbst 2014
Preis: zirka 50 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Vertrauensbruch 
Pflegerin ahnt nichts von der versteckten Kamera

Nach einem Anfangsverdacht installieren Verwandte das Gerät, die Aufnahmen sind erschreckend. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal