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Bernie Ecclestone ist die Formel 1 zu sicher: "Heute stirbt keiner mehr"

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"Heute stirbt keiner mehr"  

Skurrile Ideen: Ecclestone ist die Formel 1 zu sicher

28.10.2016, 11:58 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Bernie Ecclestone ist die Formel 1 zu sicher: "Heute stirbt keiner mehr". Möchte der Formel 1 wieder mehr Unterhaltungswert einhauen: Bernie Ecclestone. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Möchte der Formel 1 wieder mehr Unterhaltungswert einhauen: Bernie Ecclestone. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Formel 1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone wünscht sich einen höheren Risikofaktor in der Formel 1. Der Brite würde dafür übereinstimmenden Medienberichten zufolge auf den Strecken gerne niedrige Mauern um die Kurven bauen lassen, um so den Nervenkitzel zu erhöhen.

Früher seien die Zuschauer zu einem Rennen gekommen und "dachten, es könnte jemand umkommen. Heute kommen sie zu einem Rennen in der Gewissheit, dass niemand umkommt", erzählte Ecclestone britischen Journalisten. Das sei auch gut so, versicherte der 85-Jährige, der für seine provokanten Aussagen bekannt ist.

"Ein bisschen mehr Show"

Ecclestones Ansicht nach gelten viele Rennen mittlerweile jedoch als zu sicher. Zumal die Piloten durchaus die Streckenbegrenzung überfahren würden, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Er würde daher "40 Zentimeter hohe Mauern um die Kurven bauen", meinte er weiter. Seine Idee würde dafür sorgen, dass die Piloten die Streckenbegrenzungen auch einhalten würden.

Um das Spektakel zu erhöhen, schreckt der 85 Jahre alte Ecclestone scheinbar vor nichts zurück und schlug vor: "Nach einem Unfall sollten wir schnell Sichtschutz-Tücher hochziehen, einen Krankenwagen holen und den Fahrer in die Klinik bringen. Später können wir dann verkünden, dass es ihm - Gott sei Dank - gut geht. Ein bisschen mehr Show. Die Leute mögen das."

Rosberg reagiert mit wenig Verständnis

Nicht nur Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat für diese Aussagen wenig Verständnis. "Es gibt mindestens zehn Bereiche, in denen man den Sport verbessern könnte, bevor man die Sicherheit wieder verringert"" sagte der WM-Spitzenreiter.

Ähnlich äußerte sich Sebastian Vettel. "Natürlich geht es immer darum, einen gewissen Eindruck des Risikos zu wahren und gleichzeitig die Gefahren zu minimieren", sagte der Ferrari-Pilot. Einschnitte bei der Sicherheit wären "aber auf jeden Fall ein Schritt zurück. Wir fahren mittlerweile auf fast jeder Strecke mit 340 km/h, und wenn mal etwas schiefgeht, muss die Geschwindigkeit ja auch irgendwo hin."

Statt der an den modernen Strecken weitläufigen, asphaltierten Auslaufzonen sei aber in der Tat das Kiesbett manchmal sinnvoller, so Vettel: "Zumindest trägt der Fahrer dann das Risiko, dass er bei einem Fehler nicht einfach weiterfahren kann."

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