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"Bomben auf Dynamo": Eintracht Frankfurt Ultras sorgen erneut für Ärger

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Eintracht-Ultras entrollen Kriegsplakat

29.09.2011, 11:06 Uhr | sid

"Bomben auf Dynamo": Eintracht Frankfurt Ultras sorgen erneut für Ärger. "Bomben auf Dynamo": Dieses Plakat wird ein Nachspiel für die Eintracht haben.

"Bomben auf Dynamo": Dieses Plakat wird ein Nachspiel für die Eintracht haben.

Die Frankfurter Ultras haben einmal mehr für negative Schlagzeilen und verständnisloses Kopfschütteln gesorgt. Beim Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden rollten die Anhänger von Eintracht Frankfurt ein Plakat mit der Aufschrift "Bomben auf Dynamo" aus, auf dem auch Jagdbomber und die Dresdner Skyline zu sehen war. Die unfassbare Anspielung auf die Zerstörung der Stadt mit 25.000 Toten Ende des Zweiten Weltkriegs hat ein Nachspiel.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt gegen die Eintracht-Ultras, die sich in der vergangenen Saison selbst als "Deutscher Randalemeister" gefeiert hatten. "Der Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eintracht Frankfurt wurde angeschrieben und zu einer Stellungnahme aufgefordert", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker.

"Das ist eine Katastrophe"

Zuvor hatte er erklärt, der DFB wolle "Plakate dieser Art in deutschen Stadien nicht sehen". Der Verein Eintracht Frankfurt hat sich bereits von der Aktion distanziert. "Das ist eine Katastrophe! Besonders schlimm finde ich, dass diese Jungs nicht daran denken, was sie damit anrichten", sagte der für die Fan-Arbeit zuständige Klaus Lötzbeier.

Auch in Dresden löste die Aktion große Empörung aus. "Das ist unfassbar und kopflos. Eine Verunglimpfung all derer, die die Wirren des Krieges erlebt haben", sagte Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann.

Dresdner Fans keine Kinder von Traurigkeit

Aber auch die Dynamo-Anhänger sorgten für hässliche Szenen rund um das Spiel. Nachdem es im Anschluss in der Nacht in Dresden zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war, bei denen drei Polizisten verletzt wurden, hat die Polizei hart durchgegriffen. Neun Fans wurden wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung festgenommen.

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