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1. FC Köln: Rauball spricht von neuer Stufe der Eskalation

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FC-Präsident kündigt harte Gangart an

03.09.2012, 18:24 Uhr | sid

1. FC Köln: Rauball spricht von neuer Stufe der Eskalation. Kevin Pezzonis unfreiwilliger Abgang schockiert die Bundesliga. (Quelle: imago)

Kevin Pezzonis unfreiwilliger Abgang schockiert die Bundesliga. (Quelle: imago)

Die schockierende Vertragsauflösung von Kevin Pezzoni erhitzt weiterhin die Gemüter. Der Präsident des 1. FC Köln, Werner Spinner, hat nach dem Abgang des bedrohten Abwehrspielers eine harte Gangart gegen die Täter angekündigt. "Sie erhalten Stadionverbote, werden aus dem Verein ausgeschlossen - sofern sie Mitglieder sind -, und der FC wird eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um auch strafrechtlich gegen sie vorzugehen", sagte Spinner, der sich auch um das Ansehen seines Klubs sorgte.

Horstmann verteidigt Pezzonis Vertragsauflösung

Die Kölner Vereinsführung steht hinter dem Ex-Spieler, der von sogenannten Fans bedroht wurde.

Kölner Vereinsführung steht hinter dem Ex-Spieler.


"Vorfälle, wie wir sie jetzt leider im Umfeld des Fußballs diskutieren, sind das Werk einiger weniger Störer und Chaoten, die mit ihrem Verhalten den gesamten Verein und seine Fans in Verruf bringen", so Spinner. Dies werde man nicht dulden: "Für uns ist es ein ehernes Gesetz, dass der FC sich mit allen Möglichkeiten und Mitteln für seine Spieler und für seine weiteren Mitarbeiter einsetzt. Das sollte niemand infrage stellen."

Rauball ist schockiert

Reinhard Rauball sprach unterdessen von einer "neuen Stufe der Eskalation". Für den Liga-Präsident ist "das unter keinen Umständen akzeptabel. Jetzt muss endgültig für jedermann klar sein, dass es ab einem bestimmten Punkt keinerlei Toleranz mehr geben kann. Und das ist, sobald Gewalt in welcher Form auch immer im Spiel ist", sagte Rauball der "Welt am Sonntag". Er sei allerdings sicher, dass die Verantwortlichen der Kölner "alle nötigen Konsequenzen" aus dem Fall ziehen werden.

Kölns Präsident kündigt Konsequenzen an

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Pezzoni Opfer von Fan-Gewalt

Der 23-jährige Pezzoni war vor seiner Vertragsauflösung von Teilen der eigenen Fans bedroht worden. Das hatte Trainer Holger Stanislawski nach der 0:1-Niederlage gegen Energie Cottbus bestätigt. Einige FC-Anhänger hätte dem Spieler in dieser Woche vor dessen Privatwohnung aufgelauert, ihn angepöbelt und ihn massiv bedroht. Daraufhin habe Pezzoni erklärt, nicht mehr für den FC spielen zu wollen. Pezzoni war bereits Anfang des Jahres in einen Zwischenfall verwickelt gewesen, als ihm ein Angreifer während der Karnevalstage die Nase brach.

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