25.12.2012, 10:40 Uhr | t-online.de
Der neue und der alte Coach: Hecking (li.) tritt in Wolfsburg die Nachfolge von Köstner an. (Quelle: imago/Ulmer-Cremer)
Dieter Hecking hat seine Zelte beim 1.FC Nürnberg abgebaut und wechselt mitten in der Saison zum Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Doch warum macht er das? Ist es nur das Geld? Will er - passend zur Weihnachtszeit - tatsächlich einfach nur dauerhaft näher bei seiner Familie sein? "Nein", so Hecking, "ich musste lesen, dass ich vorwiegend aus familiären und finanziellen Gründen wechsel. Da wird ein falsches Bild von mir gezeichnet", sagte der 48-Jährige der "Hamburger Morgenpost".
Für Dieter Hecking zählen offenbar nur sportliche Werte: "Ich möchte klarstellen: Ausschlaggebend war einzig und allein das Gespräch mit Klaus Allofs." In diesem Gespräch überzeugte der ehemalige Bremer Manager den ehemaligen Nürnberger Trainer von einer gemeinsamen Zukunft in Wolfsburg. Hecking habe schnell gemerkt, dass Allofs ihn unbedingt wolle. Gewechselt sei er denn alleine "wegen der sportlichen Perspektive".
Die Tatsache, dass Wolfsburg dem Vernehmen nach auch Bernd Schuster unbedingt wollte, dieser sich in letzter Sekunde mit überzogenen Forderungen allerdings selbst in Abseits katapultierte und so den Weg für Hecking freimachte, interessiert den neuen Wölfe-Coach nicht. "Ich kann nicht beurteilen, wie weit die Verhandlungen mit Bernd Schuster waren. Für mich ist klar, dass sich ein Verein parallel bei so einer wichtigen Personalie mit mehreren Kandidaten unterhalten muss." Für Hecking steht aber fest: "Ich bin keine 1B-Lösung!"
Heckings Zukunft heißt nun also Wolfsburg, die Vergangenheit heißt Nürnberg. Auch dort wollten die Verantwortlichen Hecking unbedingt. "Martin Bader hat mir sofort gesagt: 'Dieter, ich will dich halten. Wir bessern dein Gehalt auf.'" Doch Hecking betonte auch gegenüber dem Club-Sportdirektor, dass das Finanzielle keine Rolle spiele. "Ich habe ihm geantwortet: 'Martin, du weißt, es geht mir nicht ums Geld. Ich nutze diese Situation jetzt nicht aus'".
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Hecking blickt voller Zufriedenheit zurück, von Wehmut oder gar Zweifel an seiner Entscheidung allerdings keine Spur. Er freut sich auf die Aufgaben in der VW-Stadt. "Die Konstellation Allofs/Hecking könnte durchaus passen", sagte er und fügte dann noch an: "Auch, wenn es in den Augen mancher Fans wie Hohn klingt: Nürnberg war eine tolle Zeit."
Quelle: t-online.de
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