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Unglücklicher Joshua Kimmich: FC Bayern hat große Pläne

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FC Bayern: Joshua Kimmich unglücklich  

Rummenigge hat große Pläne

14.03.2017, 18:58 Uhr | dpa, sid, t-online.de, pdi

Unglücklicher Joshua Kimmich: FC Bayern hat große Pläne . Joshua Kimmich vom FC Bayern München sitzt beim Rekordmeister meistens auf der Bank.  (Quelle: dpa)

Joshua Kimmich vom FC Bayern München sitzt beim Rekordmeister meistens auf der Bank. (Quelle: dpa)

Unter Pep Guardiola war Joshua Kimmich beim FC Bayern einer der Aufsteiger. Aktuell sitzt der 22-Jährige oft auf der Bank, aber laut Karl-Heinz Rummenigge hat der Verein große Pläne mit ihm. Wechselgerüchte gibt es trotzdem.

Und die dürfte für den Senkrechtstarter des zurückliegenden EM-Jahres ein willkommenes Kontrastprogramm zu seiner aktuellen Situation beim FC Bayern sein.

"Wenn ich dabei bin, werde ich mich sehr freuen", sagte Kimmich vor der am Freitag anstehenden Nominierung von Bundestrainer Joachim Löw für den Länderspiel-Klassiker am 22. März in Dortmund gegen England sowie die anschließende WM-Qualifikationspartie in Aserbaidschan.

Gegen Frankfurt wieder auf der Bank

Am Wochenende erlebte Kimmich das 3:0 gegen Eintracht Frankfurt erneut nur als Zuschauer auf der Ersatzbank. Ein 90-Minuten-Einsatz steht in den zwölf Pflichtspielen nach der Winterpause für den ehrgeizigen Jungprofi zu Buche, zwei weitere Male zählte er zur Startelf. Dabei hatte Kimmich den Schwung der Europameisterschaft optimal mit in diese Saison genommen. "Ich bin sehr gut gestartet."

Kimmich spielte nicht nur viel, der Defensivakteur schoss plötzlich auch noch Tore; vier in der Bundesliga, drei in der Champions League. Auch im DFB-Trikot traf er erstmals beim 3:0 gegen Norwegen. "Es war mir klar, dass es nicht immer bergauf gehen kann", sagte Kimmich nach dem Frankfurt-Spiel. "Aber das ist nicht zufriedenstellend für mich, klar komme ich unzufrieden nach Hause nach einem Training oder Spiel. Das ist nicht mein Anspruch, das möchte ich ändern."

Ancelotti kein Ausbilder

Trainer Carlo Ancelotti sagte, er sei zufrieden mit Kimmich: "Er hat nicht so viel gespielt, aber das waren nur taktische Entscheidungen. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns." Der Italiener ist als Trainer kein Ausbilder wie Pep Guardiola. Er setzt gerade in der entscheidenden Saisonphase in erster Linie auf erfahrene Akteure. Im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal betrug das Durchschnittsalter der Startelf knapp über 30 Jahre.

Guardiola war ein spezieller Förderer von Kimmich, nachdem dieser im Sommer 2015 von RB Leipzig nach München kam. Der Spanier setzte den nur 1,76 Meter großen Kimmich sogar in der Champions League als Innenverteidiger ein, auch weil Stammkräfte fehlten. Kimmichs Vielseitigkeit könnte auch unter Ancelotti noch von Vorteil sein.

"Wir sind bei Bayern, da ist es natürlich schwierig"

Im Kollegenkreis ist der Musterschüler (Abinote 1,7) sehr angesehen. "Josh hat gezeigt, auf welchem Niveau er Fußball spielen kann. Aber wir sind bei Bayern, da ist es natürlich schwierig, immer von Anfang an zu spielen. Das muss man auch akzeptieren", sagte Kapitän Philipp Lahm. Jerome Boateng nennt Kimmich einen "Vorzeigeprofi", der ein Problem habe. "Rechts hinten ist Philipp, im defensiven Mittelfeld sind Alonso, Vidal, Thiago. Da ist es nicht einfach für ihn."

Im Sommer hören Lahm (33) und Xabi Alonso (35) auf. Kimmich ist für beide Positionen eine Option. "Es ist mir egal, wo ich spiele. Hauptsache, ich stehe auf dem Platz." Kimmich ist jung, sein Vertrag in München läuft bis 2020, die Zukunft sollte ihm gehören.

Kimmich als Lahm-Nachfolger

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge mahnte zur Geduld. "Joshua ist ein junger Bursche. Ich kann mich erinnern, als Philipp Lahm im Alter von Joshua Kimmich war, da mussten wir ihn zwei Jahre an den VfB Stuttgart ausleihen, weil man ihm hier im Club nicht zugetraut hatte, dass er Stammspieler wird." Zugleich versicherte Rummenigge bei Sky: "Wir haben Großes vor mit ihm in der Zukunft. Er wird, das ist ziemlich klar, bei uns Nachfolger von Philipp Lahm."

Im Nationalteam hat es Kimmich schon geschafft, Weltmeister Lahm zu beerben. Seit ihn Löw bei der EM 2016 im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland in die Startelf stellte, stand Kimmich als einziger DFB-Akteur in allen Partien 90 Minuten auf dem Platz. "Er hat sich auf der rechten Verteidigerposition festgespielt", erklärte der Bundestrainer im Herbst 2016. Vom Festspielen im Starensemble des FC Bayern ist Kimmich im Frühjahr 2017 dagegen weit entfernt.

Deshalb bringen sich auch andere Top-Clubs in Stellung, die an dem Defensiv-Allrounder interessiert sind. So wird Kimmich zum Beispiel mit seinem Ex-Verein RB Leipzig und mit Manchester City unter seinem Ex-Trainer Pep Guardiola in Verbindung gebracht. Auch der FC Barcelona soll den 22-Jährigen schon seit längerem beobachten.

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