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Alfred Finnbogason: "Europa League mit FC Augsburg möglich"

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Augsburg-Knipser Finnbogason  

"Für uns ist die Europa League möglich"

22.09.2017, 10:55 Uhr | Tobias Ruf, t-online.de

Alfred Finnbogason: "Europa League mit FC Augsburg möglich". Sein erster Streich: Alfred Finnbogason feiert sein 1:0 gegen Gladbach, drei weitere Treffer folgten diese Saison bereits. (Quelle: imago/Philippe Ruiz)

Sein erster Streich: Alfred Finnbogason feiert sein 1:0 gegen Gladbach, drei weitere Treffer folgten diese Saison bereits. (Quelle: Philippe Ruiz/imago)

Alfred Finnbogason ist zurzeit einer der spannendsten Fußballer der Bundesliga. Vier Tore hat er in fünf Spielen für den kleinen FC Augsburg geschossen, liegt damit nur knapp hinter den Superstars Lewandowski und Aubameyang.

Im Interview mit t-online.de spricht er mutig über das Ziel Europa League mit seinem Klub, seinen Traum von der Premier League und einer WM-Teilnahme mit Island. 

t-online.de: Herr Finnbogason, Sie sind nach Lewandowski und Aubameyang der beste Torjäger der Liga mit vier Toren. „Torschützenkönig Alfred Finnbogason“  wie gefällt Ihnen das?

Alfred Finnbogasson (28): (lacht) Das klingt sehr gut. Ich bin sehr ehrgeizig, habe natürlich große Ziele und will so viele Tore wie möglich schießen. Aber ob ich Torschützenkönig werde oder nicht, hängt ja nicht alleine von mir ab. Wenn die Stürmer der Top-Klubs 35 Tore schießen, dann kann ich da schwer mithalten. Bei Bayern oder Dortmund bekommt man als Stürmer nun mal wesentlich mehr Chancen als hier in Augsburg. Deswegen versteife ich mich nicht auf eine Anzahl an Toren oder den Titel Torschützenkönig. Mein Fokus liegt darauf, dem Verein und der Mannschaft zu helfen und unsere Ziele zu erreichen.

Haben Sie einen Spitznamen? Wir finden, dass „Knallfred“ sehr gut passen würde. Schließlich knallt es ja häufig im gegnerischen Tor, wenn Sie am Ball sind…

(lacht) Eigentlich ist „Freddy“ mein Spitzname. Aber Knallfred gefällt mir. Doch, das hat was.

t-online.de-Redakteur Tobias Ruf (l.) traf Alfred Finnbogason zum Interview in Augsburg. (Quelle: t-online.de)t-online.de-Redakteur Tobias Ruf (l.) traf Alfred Finnbogason zum Interview in Augsburg. (Quelle: t-online.de)

Welche sportlichen Ziele haben Sie persönlich?

Unsere isländische Mentalität ist so gestrickt, dass wir uns keine Grenzen setzen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und gehen so auch an unseren Sport heran. Natürlich will ich irgendwann mal Champions League spielen. Davon träumt jeder Fußballer, das ist doch klar. Und auch die WM in Russland ist ein großer Traum von mir. Aber der Fokus liegt immer auf den kurzfristigen Aufgaben, die hier beim FCA anstehen.

Haben Sie einen Traum-Verein?

Ja, Manchester United. Ich bin mit der Premier League aufgewachsen, die ist in Island die populärste Liga. Manchester United war immer mein Traum-Verein und ist es heute noch.

Sie haben in zahlreichen europäischen Ländern gespielt. Welche Station hat Sie am meisten geprägt?

Die Zeit bei Real Sociedad hat mich sehr geprägt. Spanien war immer ein Traum von mir. Dann habe ich mich sehr früh verletzt und musste lernen, mit diesem Rückschlag umzugehen. Das hat mich sehr stark gemacht und in meiner Entwicklung eine große Rolle gespielt.

In den Niederlanden haben Sie unter Marco van Basten gespielt. Wie wichtig war er für Ihre Entwicklung?

Er ist eine Legende, trotzdem ein sehr bescheidener und zugänglicher Typ. Mit ihm arbeiten zu dürfen, war ein großes Privileg. Ich habe ihm sehr viele Fragen gestellt und mir sehr viele Tipps geholt. Wir sind gute Freunde geworden und stehen noch heute regelmäßig in Kontakt.

Mit Augsburg haben Sie gegen Leipzig zum dritten Mal in Folge gewonnen. Was macht den FC Augsburg derzeit so stark?

Das ist die Konsequenz aus einer sehr guten und effizienten Vorbereitung. Die Mannschaft ist jung und hungrig, das spürt man auf dem Platz.

Ihr Saisonstart und spielerisches Auftreten erinnern an den 1. FC Köln der Vorsaison. Und der erreichte am Ende die Europa League. Ist das auch mit dem FCA drin?

Warum nicht? Augsburg hat das schon geschafft und die Bundesliga ist ab dem vierten, fünften Platz extrem ausgeglichen. Wenn man einen guten Lauf hat und alles passt, ist auch die Europa League möglich. Aber so weit sind wir noch nicht, schließlich haben wir ja erst den fünften Spieltag.

Seit Januar 2016 spielen Sie beim FCA. Was gefällt Ihnen in Deutschland besonders gut?

Die Stimmung in den Stadien ist in Deutschland einmalig. Das sage nicht nur ich, sondern fast alle meine Kollegen, die ich im Laufe meiner Karriere getroffen habe. Du spielst Woche für Woche in ausverkauften Stadien, das ist ein herrliches Gefühl. Und die Stadt Augsburg passt zu meiner Persönlichkeit, ich bin eher der ruhigere Typ und genieße das Leben hier.

Kommen wir zum beherrschenden Thema des Sommers. Was halten Sie von den Entwicklungen auf dem Transfermarkt? Steckt zu viel Geld im Fußball?

Ich glaube nicht, dass ein Spieler über 200 Millionen Euro wert ist. Aber Fußball ist der beliebteste Sport der Welt und das Geld ist auf dem Markt. Es ist ja nicht geklaut oder geliehen. Deswegen sehe ich das ganze differenziert und verurteile diese Entwicklung nicht.

Müssen die deutschen Vereine auch irgendwann in diese Dimensionen gehen, um konkurrenzfähig zu bleiben?

Wenn sich der Markt so weiterentwickelt, kann das gut möglich sein. Aber die Deutschen sind in diesem Bereich sehr zurückhaltend und überlegen sich ganz genau, wie viel Geld sie für einen Spieler investieren wollen.

Sollten die deutschen Klubs nicht den Fokus darauf legen, gezielt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen?

Diese Variante ist natürlich super sinnvoll und gefällt mir persönlich sehr gut. Aber oft hat man als Verein nicht die Zeit, nur auf langfristige Entwicklungen zu setzen. Das machen die deutschen Vereine sehr gut, Deutschland ist nicht von ungefähr Weltmeister geworden.

Apropos Nationalmannschaft. Wieso sorgt das kleine Island derzeit so für Furore?

Wir haben eine super Generation, die schon seit Jahren zusammenspielt. Außerdem hatten wir in den vergangenen Jahren viele gute Trainer, die neue und wichtige Impulse gesetzt haben. Und die fußballerische Infrastruktur ist wesentlich besser geworden. Island hat viel in den Fußball investiert, das macht sich jetzt bezahlt.

Werden Sie sich für die WM qualifizieren?

Wir haben es selbst in der Hand. Deswegen werden wir alles versuchen, unseren großen Traum zu erreichen. Für Island wäre die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft eine großartige Sache. Wir werden alles investieren und werden es schaffen! 

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