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Dortmund, Leipzig und die Angst vor dem Prädikat "Bayern-Jäger"

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Bloß keine Kampfansage  

Die Angst vor dem Titel "Bayern-Jäger"

Eine Analyse von Benjamin Zurmühl

12.02.2018, 16:16 Uhr
Dortmund, Leipzig und die Angst vor dem Prädikat "Bayern-Jäger". Wenn es um den Begriff des Bayern-Jägers geht, bleibt Hans-Joachim Watzke zurückhaltend. (Quelle: imago/DeFodi)

Wenn es um den Begriff des Bayern-Jägers geht, bleibt Hans-Joachim Watzke zurückhaltend. (Quelle: DeFodi/imago)

Spannung im Titelkampf gibt es in der Bundesliga nicht. Ein wirklicher Herausforderer für den FC Bayern ist auch in naher Zukunft nicht in Sicht kein gutes Signal

Am Ende reichte es nicht für Schalke 04. Trotz einer mutigen und teilweise ebenbürtigen Leistung gingen die Knappen mit null Punkten aus dem Spiel in der Allianz Arena. Zurecht lobte Trainer Domenico Tedesco: "Die Mannschaft hat es sehr gut gemacht, sehr gut umgesetzt."

Schalke ist damit eine Ausnahme: Zu häufig stellen sich Gegner der Bayern hinten rein und lauern auf Konter. Selten ist es der Plan, die Partie mitzugestalten und den Rekordmeister spielerisch zu fordern. 

In Hinblick auf die Unterschiede in der individuellen Klasse der Kader ist das bei Teams aus der unteren Tabellenhälfte mehr als verständlich. Trotzdem ist es als Zuschauer erfrischend, wenn sich wenigstens stärkere Vereine wie Hoffenheim, Schalke oder Leverkusen gegen den FC Bayern in die Offensive trauen. Denn langfristig scheint es keinen Herausforderer für die Bayern zu geben.

"Bayern-Järger sind nicht wir"

Wer am Sonntag "Wontorra - der Fußball-Talk" auf Sky einschaltete, sah, wie sich die Geschäftsführer von RB Leipzig und Borussia Dortmund, Oliver Mintzlaff und Hans-Joachim Watzke, gegenseitig die Rolle des Bayern-Jägers in die Schuhe schieben wollten. Als Moderator Jörg Wontorra den RB-Manager als Konkurrenten für den Rekordmeister beschrieb, wies dieser den Vorschlag entschieden von sich: "Da muss ich Sie korrigieren. Bayern-Jäger sind nicht wir, Bayern-Jäger ist für mich Dortmund."

Oliver Mintzlaff sieht sein Team noch klar davon entfernt, den Bayern langfristig die Stirn bieten zu können. (Quelle: imago)Oliver Mintzlaff sieht sein Team noch klar davon entfernt, den Bayern langfristig die Stirn bieten zu können. (Quelle: imago)

Damit brachte Mintzlaff Watzke zum Lachen. Der BVB-Geschäftsführer konterte: "Das machen sie in Leipzig ganz geschickt. Die sind ja Marketing-Profis und stellen ihr Licht ein bisschen unter den Scheffel, das haben wir ja auch gemacht, nur dann haben wir die Bayern auch mal gepackt." 

Wer will ins Visier der Bayern geraten?

Im seinem nächsten Satz nannte Watzke dann auch den Grund vor der Angst vor dem Prädikat "Bayern-Jäger". Denn wer sich diesen Hut tatsächlich aufsetzt, bekommt es mit den Münchnern zu tun – nicht nur sportlich: "Wenn du sie [die Bayern] dann aber mal packst, dann erledigt Uli Hoeneß das anschließend, so wie wir es erlebt haben."

Also: Wer sich selbst als Bayern-Jäger sieht oder so spielt, wird von den Bayern ins Visier genommen. Das bedeutet nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Verbale Attacken von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, um den Konkurrent nervös zu machen, sind gang und gäbe. Ebenso versuchen die Bayern die besten Spieler abzuwerben, wie es ihnen bei Mats Hummels, Robert Lewandowski und Mario Götze gelungen ist. Diese Angriffe abzuwehren ist nicht leicht und erfordert Spitzenleistungen auf allen Ebenen. Denn damit müssen nicht nur die Offiziellen, sondern auch die Spieler auf dem Platz umgehen. 

Leipzig: Hohe Ambitionen, doch wenig Konstanz

Genau dazu ist jedoch kein Team in Deutschland aktuell fähig. So macht es jedenfalls den Anschein. Daher ist es verständlich, dass weder RB Leipzig noch der BVB sich als Bayern-Jäger betiteln wollen. In Dortmund zum Beispiel ist man nur froh, wenn die Saison im Sommer rum ist und nach den Strapazen um Ousmane Dembélé, Peter Bosz und Pierre-Emerick Aubameyang etwas Ruhe einkehrt.

Und Leipzig? Bei RB hat man zwar hohe Ambitionen, doch im Hier und Jetzt fehlt es der jungen Mannschaft noch an der nötigen Konstanz. Mit dem Erfolg gegen Augsburg am Freitag feierten die Sachsen das erste Mal seit Oktober zwei Bundesliga-Siege in Folge. Das reicht nicht, um die Bayern zu ärgern. Dafür ist die Mannschaft (noch) zu unerfahren. 

Das wird sich in der nächsten Saison wohl nicht ändern. Auch in Dortmund sind noch zu viele Fragen ab dem Sommer ungeklärt, sodass man sich bei der Borussia aktuell weit davon entfernt sieht, sich als echter Gegner der Bayern zu sehen. Schalke muss erst einmal adäquaten Ersatz für Leon Goretzka finden und Leverkusen hat es gerade erst wieder in das obere Tabellendrittel geschafft.

Doch irgendjemand muss das Prädikat "Bayern-Jäger" an sich reißen. Ansonsten steht ein weiteres Jahr ohne Spannung im Titelrennen an.

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