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Bastian Schweinsteiger bei Gomez-Gala schwer verletzt

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Champions League - Gruppe A  

Schweinsteiger: Vom Spielfeld direkt ins Krankenhaus

03.11.2011, 06:48 Uhr | t-online.de

Bastian Schweinsteiger bei Gomez-Gala schwer verletzt. Bastian Schweinsteiger wird von den Sanitätern vom Platz getragen. (Foto: dpa)

Bastian Schweinsteiger wird von den Sanitätern vom Platz getragen. (Foto: dpa)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Richtig freuen konnte sich nach dem Spiel niemand. Selbst Mario Gomez nicht. Dabei hätte der Goalgetter allen Grund dazu gehabt. Beim 3:2 (3:1)-Erfolg des FC Bayern München in der Champions League gegen den SSC Neapel krönte der Mittelstürmer in einer hitzigen Partie seine aktuelle Top-Verfassung mit einem lupenreinen Hattrick. So etwas passiere in der Königsklasse nicht oft, lobte ihn Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. "Mario hat alles richtig gemacht. Kompliment." Allerdings wurde der Erfolg von der schweren Verletzung Bastian Schweinsteigers überschattet. Der Nationalspieler wird in diesem Jahr nicht mehr auf den Fußballplatz zurückkehren. (Video: Schweinsteiger bricht sich das Schlüsselbein)

Passiert war es in der 52. Minute. Neapel-Spieler Gökhan Inler prallte in einem Luftduell mit Schweinsteiger zusammen und brach dem 27-Jährigen das rechte Schlüsselbein. Der Mittelfeldstar wurde anschließend direkt vom Spielfeld ins Krankenhaus transportiert. Dort wurde er in der Nacht auf Donnerstag erfolgreich am gebrochenen Schlüsselbein operiert. Das teilte der Klub mit.

Heynckes: "Trifft uns hart"

Bei der Operation wurde dem 27-Jährigen in der rechten Schulter eine Platte eingesetzt. Schweinsteiger wird nach Angaben des FC Bayern noch bis Freitag im Klinikum Rechts der Isar bleiben, danach muss er zwei Wochen absolute Ruhe einhalten, ehe er mit dem Lauftraining beginnen kann. "Seine Verletzung trifft uns, denn er ist im Moment in einer hervorragenden Form", sagte Trainer Jupp Heynckes nach der Partie.

Bruch im Spiel nach Schweinsteiger-Aus

Wie sehr Schweinsteiger dem FC Bayern in den kommenden Wochen fehlen dürfte, zeigte der weitere Verlauf der Partie. Nach seinem Ausscheiden lief beim Rekordmeister nicht mehr viel zusammen und Neapel fightete sich zurück ins Spiel. Zwischen der 64. und 77. Minute musste der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers gleich sechs Verwarnungen aussprechen. Juan Zuniga (70.) und Holger Badstuber (77.) überspannten dabei den Bogen und mussten mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen.

Ribéry unter Beschuss

In dieser Phase drohte eine bereits längst entschieden geglaubte Partie noch einmal zu kippen. Vor allem weil die Italiener plötzlich beinhart zu Werke gingen. Insbesondere der bärenstarke Franck Ribéry wurde immer öfter Ziel unfairer Attacken. So konnte sich der Franzose bei seinem Schutzengel bedanken, dass ihn Federico Fernandez bei seiner Grätsche von hinten nicht voll erwischte (64.). In der 80. Minute wechselte Heynckes seinen Star lieber aus, um nach Schweinsteiger nicht noch einen weiteren Leistungsträger zu verlieren. 

Die ordnende Hand hat gefehlt

"Nachdem Bastian ausgewechselt werden musste, stand die Mannschaft ein bisschen unter Schock", erklärte Philipp Lahm den plötzlichen Leistungsabfall des FC Bayern, der in der zweiten Hälfte kaum noch Torchancen herausspielen konnte. Mit Schweinsteiger war die ordnende Hand abhanden gekommen. "Er hat bei der Spieleröffnung gefehlt. Das hat man gemerkt", gab Thomas Müller zu. Und Kollege Gomez ergänzte: "Bastian ist der Mittelfeldmotor, der das Tempo beschleunigt und beruhigt. Jeder Spieler hat danach nach Halt gesucht." So kam es dazu, dass die Münchner nach den zwei Gegentoren von Federico (45./ 79.) in der Schlussphase noch einmal kräftig zittern mussten.

"Brillanter Fußball aus einem Guss"

Dabei deutete zuvor alles auf eine weitere Gala-Vorstellung der Münchner hin. Als Gomez mit seinem lupenreinen Hattrick innerhalb von 25 Minuten (17./ 23./ 42.) eine 3:0-Führung herausballerte, drohte den Gästen gar ein Debakel. So dominant und zielstrebig traten die Bayern auf.  "Wir haben in der ersten Hälfte brillanten Fußball wie aus einem Guss gespielt", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. Nationalverteidiger Lahm sah es ähnlich. "Das war eine der besten ersten Halbzeiten, die ich je beim FC Bayern miterlebt habe." 

Gomez auf Rekordjagd

Im Mittelpunkt der ersten 45 Minuten stand dabei natürlich der dreifache Torschütze Gomez, der mit nunmehr fünf Treffern zusammen mit Lionel Messi vom FC Barcelona die Torschützenliste in der Königsklasse anführt. Mit seinem Dreierpack erhöhte er seine Quote auf 19 Pflichtspieltore in 17 Spielen. Beim FC Bayern "müllert" es nicht mehr, es "gomezt“ längst gewaltig. Der 26-Jährige hat nun 17 Tore in der Champions League erzielt und damit Michael Ballack als erfolgreichsten deutschen Torschützen abgelöst.  

Nicht zuletzt dank Gomez führt der FC Bayern mit zehn Punkten die Tabelle in der Gruppe A vor Manchester City (7), Neapel (5) und dem punktlosen FC Villarreal an. "Wir haben einen Riesenschritt Richtung Achtelfinale getan", sagte Rummenigge mit ernster Miene. "Natürlich tut uns die Verletzung von Bastian weh. So wie es aussieht, wird er möglicherweise in diesem Jahr nicht mehr Fußball spielen können. Aber dann liegt es eben an den anderen Spielern, das zu kompensieren. Das ist auch eine Qualität, die man zeigen muss."

Rummenigge will nicht lamentieren 

Der Vereinschef nahm auch die teilweise rustikalen Spielweise der Gäste sportlich. "Das kann passieren. In der Champions League geht keiner zimperlich mit dem Gegner um", sagte Rummenigge und wollte auch das harte Einsteigen Inlers gegen Schweinsteiger nicht dramatisieren. Zweifellos sei Schweinsteiger ein wichtiger Spieler, "er ist unser Spielmacher, aber wichtig ist, dass wir jetzt nicht lamentieren."

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