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Borussia Dortmund muss gegen Arsenal London gewinnen

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Der BVB braucht in London einen Sieg

22.11.2011, 19:00 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund muss gegen Arsenal London gewinnen. Robert Lewandowski (li.) im Zweikampf mit Arsenals Per Mertesacker (Quelle: dpa)

Robert Lewandowski (li.) im Zweikampf mit Arsenals Per Mertesacker (Quelle: dpa)

Aus London berichtet Patrick Brandenburg

Jürgen Klopp hatte es schon nach dem ersten Sieg in der Champions League über Olympiakos Piräus geahnt: "Arsene Wenger sitzt jetzt bestimmt nicht zu Hause und freut sich, dass Borussia Dortmund als Nächstes kommt." (Mittwoch ab 20.30 Uhr im Live-Ticker) Obwohl der Coach von Arsenal London die vorletzte Prüfung in der Gruppe F als Spitzenreiter mit einer gewissen Ruhe angehen kann, dürfte der Respekt vorm Deutschen Meister gewachsen sein.

Das jüngste Husarenstück beim FC Bayern hat Eindruck gemacht und "bestimmt keine Jubelstürme auf der Insel ausgelöst", hofft Klopp. Respekt des Gegners und eigenes Selbstvertrauen - beides können die Westfalen gerade gut gebrauchen, denn nur ein Sieg hält den BVB in der Königsklasse im Rennen.

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"Brauchen noch keinen Abgesang anzustimmen" 

Bei vier Punkten Rückstand auf die Engländer und drei auf Olympique Marseille würde wohl schon ein Remis das Überwintern in der Eliteliga unmöglich machen. Selbst ein Sieg könnte zu wenig sein. Wenn Marseille parallel gegen Schlusslicht Piräus gewinnt, müsste das Klopp-Team im Gruppenfinale die Franzosen wegen des 0:3 in Frankreich schon mit 4:0 bezwingen. Aber die Dortmunder haben die Hoffnung nicht aufgegeben und wollen sich nicht vorzeitig mit dem Kampf um Rang drei abfinden, der als Trostpflaster die Teilnahme an der Europa League beschert. "Wir brauchen noch keinen Abgesang anzustimmen", mahnt Sportdirektor Michael Zorc.

Als Blaupause für einen Sieg bietet sich der jüngste Erfolg beim Bundesliga-Primus FC Bayern an. Dort hatten die Dortmunder mit einer extrem kompakten Vorstellung aus der Defensive, einer unglaublichen Laufleistung und einem Tor zur rechten Zeit die heimstarken Münchner entzaubert. Deren Heimbilanz von zuvor fünf Siegen und 23:0 Toren war danach jedenfalls Geschichte. Klopp feierte mit seiner Mannschaft auch bewusst Abschied vom spektakulären Hurra-Fußball, der die Borussia vergangene Saison groß machte, aber bei den ersten drei Auftritten seiner Elf in der Königsklasse in naives Harakiri umgeschlagen war. 

Qualitätssprung im Schnellverfahren

Ergebnis- statt Erlebnisfußball ist also angesagt bei den Schwarz-Gelben, die in Sachen Reife doch noch im Schnellverfahren einen Qualitätssprung gemacht haben. Trotzdem wird die Aufgabe gegen Arsenal mindestens so gewaltig wie in München. "Wir haben den ersten Achttausender bezwungen. Jetzt haben wir den nächsten vor uns", sagt BVB-Chef Hans-Joachim Watzke angesichts der Tatsache, dass Arsenal als Dauergast der Königsklasse seit acht Jahren kein Heimspiel mehr verloren hat und bereits zum zwölften Mal in Folge die K.-o.-Runde der Champions League erreichen kann. 

Vermutlich wird Klopp in London die gleiche Elf auf den Rasen schicken, die in München brillierte. Im Vergleich zum Spiel gegen Piräus hieße das: Marathonmann Sven Bender statt Youngster Moritz Leitner im defensiven Mittelfeld, Felipe Santana als zweiter Innenverteidiger für den verletzten Neven Subotic und der formverbesserte Shinji Kagawa für Ivan Perisic, der zuletzt in der Liga nur noch sporadisch zum Einsatz kam.

In der Offensive liegen die größten Erwartungen einmal mehr bei Mario Götze, der auch bei den Bayern das entscheidende Tor erzielte. Auf seine großartigen Anspiele setzt der BVB gegen die von Nationalspieler Per Mertesacker organisierte Arsenal-Abwehr. Dabei dürfte es den Dortmundern wohl auch im ersten Moment egal sein, dass ihr Shooting Star mit einer Gala gegen die Gunners noch stärker in den Fokus der Engländer rücken würde. Das angebliche Interesse der Londoner an Götze steht weiter im Raum, die BVB-Abwehr in dieser Personalie aber felsenfest: "Niemand kauft einfach so einen Spieler von Borussia Dortmund weg, nicht einmal Arsenal", sagte Klopp.

Schlechte Erinnerungen

Um ihre Chancen zu wahren, müsste die Borussia es allerdings viel besser machen als beim einzigen Champions-League Auftritt in Nordlondon vor etwas mehr als neun Jahren. Damals verlor der BVB, ebenfalls als Deutscher Meister, sang- und klanglos mit 0:2. Dennis Bergkamp und Fredrik Ljungberg erzielten die Tore. Auch damals schon wurde Arsenal von Wenger trainiert, der aktuell für Unruhe im Klub sorgt, weil er mit seinem Abschied kokettiert. Dabei hat sein Team nach holprigem Saisonstart in der Premier League längst die Kurve gekriegt und aus den vergangenen zwölf Spielen stolze zehn Siege geholt. Dem hält der BVB eine eigene Serie von sieben Liga-Auftritten ohne Niederlage und die Zuversicht eines Kevin Großkreutz entgegen: "Wir werden in London alles raushauen."

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