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So wirft Borussia Dortmund Real Madrid raus - und kommt ins Finale

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Champions League: Warum der BVB ins Finale kommt

24.04.2013, 15:46 Uhr | t-online.de

So wirft Borussia Dortmund Real Madrid raus - und kommt ins Finale. Feiern die Spieler von Borussia Dortmund auch nach dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid? (Quelle: imago/Team2)

Feiern die Spieler von Borussia Dortmund auch nach dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid? (Quelle: Team2/imago)

Für den früheren Dortmunder Christoph Metzelder ist die Sache glasklar: Für die Borussia im Halbfinale der Champions League Endstation. "Der BVB hat eine fantastische Champions-League-Saison gespielt, aber Real wird sich auch aufgrund seiner Erfahrung in solch großen Spielen durchsetzen.“ Dabei haben die jungen Himmelstürmer aus dem Revier alle Chancen, diesen allzu herkömmlichen Fußballweisheiten zu trotzen.

Bei allen Vorteilen auf Seiten des großen Favoriten Real Madrid - mindestens zehn Gründe sprechen für einen Erfolg der vermeintlich kleinen Borussia:

1. Die Außenseiterrolle liegt dem BVB

Genau ein Mal war das Team von Jürgen Klopp in dieser Saison der Champions League der Favorit, und das wäre fast grandios schief gelaufen: im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Malaga. Ungewohnt ängstlich und respektvoll agierten die Schwarz-Gelben angesichts der riesengroßen Chance, unter die besten Vier in Europa zu kommen. Gegen Real kann der BVB wieder völlig unbeschwert aufspielen, auch schon im Hinspiel im früheren Westfalenstadion. Dortmund hat sein Saisonziel in der Königsklasse mit dem Einzug ins Halbfinale übererfüllt. Die Pflicht ist erfüllt, nun kommt die Kür.

2. Zurück zum Überfallfußball

Damit ergibt sich automatisch, dass der BVB zu seiner stärksten Waffe zurückgreifen kann: dem Überfallfußball. Wenn Dortmund nicht zwangsläufig das Spiel machen muss, ergeben sich bessere Möglichkeiten zur Balleroberung und zu Tempogegenstößen. Pressing und Gegenpressing hat Dortmund groß gemacht. Das können sie gegen die Superstars von Real Madrid in Reinform zelebrieren. An der Chancenauswertung sollten Götze und Co. allerdings arbeiten. So viele Möglichkeiten wie zuletzt gegen Malaga werden die Königlichen nicht zulassen - die wenigen muss der BVB konsequent nutzen.

3. Alle Konzentration auf die Champions League

Die Meisterschaft ist zwar futsch, aber die Teilnahme an der Champions League für die kommende Saison ist sicher. Das eröffnet Trainer Klopp wie gegen Augsburg oder in Fürth die Möglichkeit, Stars in der Bundesliga zu schonen. Auch wenn die Verantwortlichen anderes behaupten: alle Konzentration gilt nun der Champions League. Die Saison in der Königsklasse, die im Übrigen schon über fünfzig Millionen Euro eingebracht hat, soll noch nicht zu Ende sein.

4. Der Blick in die Geschichtsbücher

Es ist eigentlich nur eine verrückte Spinnerei der Fans, aber die schwarz-gelbe Seele träumt schon seit Beginn dieser Spielzeit, dass sich die Geschichte wiederholt. Schon in den großen Neunziger-Jahren holte der BVB erst zwei Meistertitel in Folge und dann als Krönung den Henkelpott. Für solche Statistiken kann sich zwar niemand ewas kaufen, aber der Glaube ist stark in der BVB-Gemeinde, und der Glaube allein versetzt bekanntlich manchmal Berge.

5. Das irre Malaga-Erlebnis

Das gilt auch für das Selbstbewusstsein, und in dieser Hinsicht haben die Spieler des BVB ordentlich zugelegt. Dortmund ist als einziges Team unter den Halbfinalisten noch ungeschlagen. Der Revierklub hat die Hammergruppe der Vorrunde gegen den englischen Meister Manchester City, den holländischen Meister Ajax Amsterdam und Spaniens Titelträger Real Madrid als Erster abgeschlossen. Dazu setzte sich der BVB im Achtelfinale gegen den Abonnementsmeister der Ukraine durch, das spielstarke und keinesfalls zu unterschätzende Schachtar Donezk. Und falls noch Fragen offen geblieben sein sollten: Spätestens das Fußballwunder gegen Malaga hat die Antwort gegeben, wie es um den Team-Spirit bestellt ist. Diese Mannschaft traut sich alles zu, und sie gibt niemals auf. Nicht einmal, wenn die 90. Minute längst läuft und noch zwei Tore zum Weiterkommen fehlen.

6. Das Duell der Fußballschach-Großmeister

Beim bekanntesten Fußballklub der Welt sitzt der schillerndste Trainer auf der Bank: Jose Mourinho. Der Portugiese hat es einfach drauf, kaum jemand kann ein Team besser einstellen, vorbereiten und auf eine Erfolgstaktik einschwören als "The Special One". Kaum jemand, außer vielleicht Jürgen Klopp. Der Dortmunder Trainer hatte bislang in allen Partien der Königsklasse einen Matchplan parat, auch wenn er ihn wie gegen Malaga erst in der dramatischen Schlussphase mit der Einwechslung von Nuri Sahin und Mats Hummels fand. Seine Spieler vertrauen ihm blind.

7. Robert Lewandowski

Dortmunds Torjäger Nummer eins spielt eine absolut herausragende Saison. In der Liga hat Robert Lewandowski bereits 23 Mal getroffen, in der Champions League stehen sechs Treffer für ihn zu Buche. Jeder Treffer auf der großen Bühne macht den polnischen Nationalspieler noch attraktiver für die große Schar der Interessenten, die den 24-Jährigen am liebsten zur kommenden Saison verpflichten wollen. Wohin Lewandowskis Weg führt nach dieser Spielzeit, ist noch nicht bekannt. Aber ein großer Titel zum Abschied würde die Trennung für beide Seiten leichter machen, so wie zuvor bei Shinji Kagawa und Nuri Sahin.

8. Nuri Sahin

Letzterer ist bekanntlich zurück bei seinem Lieblingsverein und bereit für Großtaten. Nach langem Anlauf platzte bei Sahin in der Bundesliga gegen Freiburg der Knoten, sein Doppelpack gegen die Breisgauer hat ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Das wirkte noch in der Champions League nach, beim Wunder gegen Malaga führte Sahin Regie wie in besten Zeiten und brachte sein Team mit präzisen Pässen in die Spitze wieder auf Kurs. Noch ist er beim BVB nur Joker - aber was für einer für das Duell mit seinem früheren Klub Real. Dem türkischen Nationalspieler wird es allergrößte Freude bereiten, die Madrilenen mit fast zwei Jahren Verspätung von seiner Klasse zu überzeugen.

9. Der Quarterback ist zurück

Ein weiterer Matchwinner gegen Malaga war Mats Hummels. Der Nationalverteidiger feierte in den Schlussminuten dieses Dramas ein eindrucksvolles Comeback nach einem Monat Verletzungspause. Mats Hummels ist der heimliche Spielmacher des BVB, aus der Abwehr heraus kann er das Spiel aufbauen wie kein Zweiter. Gegen Madrid wird das von allergrößter Wichtigkeit sein, wenn die Räume im Mittelfeld eng werden. Seine Pässe, seine Vorstöße, seine Gefährlichkeit bei Standardsituationen sind unbezahlbar.

10. Real vs. Dortmund, die Zweite

Dortmund setzte sich bereits in der Gruppenhase gegen die Königlichen durch. Gewinnt die Borussia wieder ihr Heimspiel mit 2:1 und erkämpft sich in Madrid erneut ein 2:2 - dann steht Borussia Dortmund im Finale der Champions League.

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