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Champions-League-Finale: So liefen die nationalen Duelle

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Champions-League-Finale: So liefen die landesinternen Duelle

23.05.2013, 13:11 Uhr | t-online.de

Champions-League-Finale: So liefen die nationalen Duelle. Michael Ballack (Mi.) sackt nach John Terrys Pfostenschuss im Elfmeterschießen im Finale der Champions League 2008 verzweifelt zusammen. (Quelle: imago/Ulmer)

Elferkrimi im Finale 2008: Michael Ballack (Mi.) sackt nach Terrys Pfostenschuss verzweifelt zusammen. (Quelle: Ulmer/imago)

Am 25. Mai kommt es im Londoner Wembley-Stadion zum Höhepunkt einer berauschenden Europacup-Saison: Borussia Dortmund trifft im ersten deutschen Finale der Champions League-Historie auf den FC Bayern München (Samstag ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Das inländische Duell ist ein Novum für die Bundesliga, aber keine Premiere für die Königsklasse: Drei Mal gipfelte die Saison bislang in einem Aufeinandertreffen zweier Teams desselben Landes. Und jedes Mal war ein Deutscher dabei. t-online blickt auf die landesinternen Endspiele zurück.

Das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Top-Klubs begeistert auf oberster Ebene. "Ich freue mich. Denn eines ist sicher: Deutschland gewinnt", schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Facebook-Seite, nachdem klar war, dass es zum ersten innerdeutschen Finale im wichtigsten Vereinswettbewerb kommen würde. Freude, die bereits anderen Top-Nationen des Fußballs zuteil wurde. Auch Spanien, Italien und England durften sich bereits jeweils einmal über Europas Fußballkrone freuen, bevor das letzte Spiel überhaupt angepfiffen wurde.

Klare Sache im spanischen Finale

Spanien darf sich sozusagen als Erfinder des landesinternen CL-Endspiels rühmen. Im Jahr 2000 standen sich im Pariser Stade de France mit Real Madrid und dem FC Valencia zwei Teams der Primera Division gegenüber. Jedoch keine Spur vom spanischen Meister. Die Kontrahenten hatten sich als Zweiter und Vierter der Primera Division qualifiziert und auch in dieser Saison letztlich nichts mit der Meisterschaft zu tun. In der Liga konnten die Königlichen keines der beiden Spiele gegen Valencia gewinnen. In der Finalpartie aber rückten sie die nationale Hackordnung wieder zurecht.

Kurz vor der Pause (39. Minute) traf Fernando Morientes zur 1:0-Führung für Real. Nach dem Seitenwechsel versuchte Valencia mit Spielmacher Gaizka Mendieta die Niederlage abzuwenden, aber ohne Erfolg. Durch Tore von Steve McManaman (67.) und dem späteren Schalker Raul Gonzalez (75.) sicherte sich Madrid seinen achten Titel letztlich souverän. Deutscher Sieger: Bodo Illgner, der aber wegen Verletzungspechs seinen Stammplatz im Real-Tor zuvor an den damals 18-jährigen Iker Casillas verloren hatte und zuschauen musste.

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Italienische Magerkost im Old Trafford

Drei Jahre später stand ein Deutscher die volle Spielzeit des landesinternen Finals auf dem Platz. Schiedsrichter Markus Merk leitete in Manchester die italienische Partie Juventus Turin gegen AC Mailand. "Ich weiß, dass das Spiel das absolute Fußball-Highlight des Jahres ist. Natürlich ist es auch ein Highlight in meiner Karriere, bei dieser Riesennummer mittendrin zu stehen", sagte Merk im Vorfeld des Endspiels, ohne zu ahnen, dass die "Riesennummer" selbst ohne viele Highlights auskommen würde.

Die Alte Dame und die Rossoneri bestärkten das Klischee vom italienischen Defensivfußball. In 90 Minuten regulärer Spieldauer und 30 Minuten Verlängerung sollten keine Tore gelingen. Und auch im entscheidenden Elfmeterschießen war längst nicht jeder Schuss ein Treffer. Juve-Stürmer David Trezeguet vergab direkt den ersten Versuch vom Punkt. Es folgten insgesamt vier weitere Fehlschüsse beider Mannschaften. Am Ende war es Andrej Schewtschenkos Elfer zum 3:2-Endstand, der dem AC Mailand das glücklichere Ende und den Henkelpott bescherte - und Juventus Turin so die zuvor gesicherte Meisterschaft in der Serie A vermieste.

Englisches Elferdrama im Moskauer Regen

Als am Ende der Saison 2007/2008 zum dritten Mal nationale Rivalitäten auf der internationalen Bühne eines Champions-League-Finals ausgefochten wurden, erreichten Dramatik und Tragik ein Höchstmaß. Manchester United gegen Chelsea London. Reds versus Blues. Und Michael Ballack gegen sein Vize-Trauma. Sechs Jahre zuvor wurde der deutsche "Capitano" mit Bayer 04 Leverkusen in Liga, Pokal und Champions League nur Zweiter. Und auch in diesem Jahr drohte das gleiche Schicksal - im FA Cup und in der Premier League waren seine Londoner bereits nur zweiter Sieger.

Im rein englischen Endspiel ging das Team von Sir Alex Ferguson durch einen Kopfballtreffer von Cristiano Ronaldo in Front, ehe Frank Lampard noch vor der Pause ausglich. In der Verlängerung sah Didier Drogba kurz vor Abpfiff wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Schließlich musste die Elferlotterie entscheiden. Als erster Schütze für Chelsea trat ausgerechnet Ballack an den Punkt - und verwandelte sicher. Nachdem Ronaldo den Ball in den Moskauer Nachthimmel ballerte, hatte John Terry die Entscheidung auf dem Fuß. Der Chelsea-Kapitän rutschte jedoch aus und traf nur den Pfosten. Als dann auch noch Nicolas Anelka an Edwin van der Sar scheiterte, war Manchester United zum dritten Mal Europas Champion. Michael Ballack war wieder nur zweiter Sieger und vergoss bittere Tränen.

BVB vs. FCB

Dieses Jahr nun also die deutsche Variante des inländischen Endspiels. Die Bundesliga präsentiert sich Europa und die Fußball-Fans fiebern einer historischen Partie entgegen. Die Spannung steigt täglich. Was für ein Spiel erwartet uns? Wer wird als Gewinner vom Platz gehen, wer als Verlierer? Eine Sache ist jetzt schon klar: Der Henkelpott kommt nach Deutschland. Alles weitere wird sich am 25. Mai zeigen.

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