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Dortmund ohne Mario Götze im CL-Finale! Das sind die Alternativen

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Das ist Dortmunds Plan B fürs CL-Finale

23.05.2013, 11:19 Uhr | t-online.de

Dortmund ohne Mario Götze im CL-Finale! Das sind die Alternativen. Klopps Planspiele: Ilkay Gündogan (li.) und Jakub Blaszczykowski sind wichtige Puzzleteile, falls Mario Götze im CL-Finale nicht spielen kann. (Quelle: imago/MIS)

Klopps Planspiele: Ilkay Gündogan (li.) und Jakub Blaszczykowski sind wichtige Puzzleteile, falls Mario Götze im CL-Finale nicht spielen kann. (Quelle: MIS/imago)

Von Patrick Brandenburg

Es war genau diese Szene, die kein BVB-Verantwortlicher sehen wollte beim Countdown zum Kampf um Europas Krone in Wembley: Mario Götze, wie er sich sich an den lädierten Oberschenkel fasst. Exakt drei Wochen nach seinem Muskelfaserriss im Champions-League-Halbfinale bei Real Madrid scheiterte gleich der erste Versuch des Offensivstars, ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Jetzt kam die Gewissheit: Götze wird im Finale (Samstag, ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) Borussia Dortmund nicht zur Verfügung stehen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp wird sich nun Alternativen für den großen Showdown gegen den FC Bayern in London überlegen müssen. Es gibt einen Plan B, einen Plan C und vielleicht sogar einen Plan D bei Borussia Dortmund - doch das alles sind maximal zweitbeste Lösungen.

Kein Kagawa mehr da - dafür aber Kuba

Schon in der Rückrunde der vergangenen Saison mussten die Westfalen ihren Jungstar ersetzen und stürmten trotzdem zum Double. Aber da stand bekanntlich noch ein Japaner namens Shinji Kagawa im Team, der in der Zentrale das Zepter schwang, während auf Götzes damaliger Stammposition rechts außen Jakub Blaszczykowski weit über sich hinauswuchs. In dieser Spielzeit fand sich der künftige Münchner Götze meist in der Mitte wieder. Ihn dort zu ersetzen, fiel dem BVB zuletzt wesentlich schwerer.

Gündogan als Zehner

In den beiden Bundesliga-Spielen gegen den FC Bayern und in Wolfsburg versuchte sich Ilkay Gündogan auf der Position des Zehners, also im zentralen offensiven Mittelfeld. Mehr als ein Unentschieden und viel spielerischer Leerlauf sprang in beiden Fällen nicht raus. Das lag natürlich auch an der eingeschränkten Bedeutung der beiden Partien, aber ebenso daran, dass Gündogan Götzes Drang zum Tor fehlt und dessen Kaltschnäuzigkeit. Nur beim Auswärtssieg in Fürth vor einigen Wochen ging ein ähnliches Experiment gut. Dort erzielte der 22-Jährige als Spielmacher sogar zwei Treffer und führte den BVB zum Kantersieg, allerdings gegen einen völlig überforderten Absteiger.

Variante mit Gündogan birgt Risiko

Gündogan ist extrem lernfähig und mag als Zehner sogar die schwarz-gelbe Zukunft sein. Aber die Gegenwart - jedenfalls auf größerer Bühne - scheint ihm dort noch nicht zu gehören. Obwohl er Erfahrung auf dieser Position gesammelt hat und grundsätzlich für einen Rollentausch offen ist, hat Gündogan selbst einige Vorbehalte und sagt: "Natürlich ist das eine Umstellung." Noch wirkt der Nationalspieler in der offensiven Position einfach verschenkt. Denn seine allergrößte Stärke ist momentan, das Spiel des BVB aus der Tiefe zu lenken. Bälle erobern. Bälle verteilen. Der feine Techniker schafft es wie kein Zweiter, wie ein Quarterback im Football das Spiel vor sich her zu treiben.

In nur zwei Jahren ist Gündogan aus dem langen Schatten von Nuri Sahin getreten. Er hat die so genannte Sechserposition im defensiven Mittelfeld noch mal auf ein höheres Niveau gehoben und lässt so selbst Real-Rückkehrer Sahin wie zweite Wahl aussehen. Sollte Klopp also trotzdem diese Variante wählen, hätte er gleich zwei Positionen im Vergleich zur Ursprungself geschwächt. Das hat immer noch Qualität und kann funktionieren, birgt aber ein Risiko.

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Reus hinter Lewandowski?

Vielversprechender erscheint derzeit die Option, Marco Reus hinter die einzige Spitze Robert Lewandowski zu stellen. Im letzten Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim ging auch das daneben, allerdings ohne Verschulden des früheren Gladbachers. Der BVB scheiterte im für Dortmund unwichtigen letzten Bundesliga-Spiel vielmehr an seiner leichtfertigen Chancenverwertung. Reus verfügt über eine tolle Spielübersicht und ist immer in der Lage, seine Nebenleute einzusetzen. Dazu hat er einen enormen Zug zum Tor und ist im Duell mit dem gegnerischen Keeper vermutlich sogar viel abgebrühter als Mario Götze. 14 Saisontore in der Liga und vier in der Königsklasse sind eine richtig gute Bilanz für das frühere Eigengewächs der Borussia, dessen Wert der BVB erst spät entdeckte und für die Korrektur dieses Fehlers 17 Millionen Euro zahlte.

Großkreutz auf Außen

Auch wenn Reus im letzten Saisondrittel etwas fahrig wirkte, ist er oft der Mann für die besonderen Borussia-Momente. Siehe Manchester City und siehe Real Madrid in der Vorrunde der Königsklasse, siehe Wolfsburg zuletzt in der Liga, wo er fast im Alleingang das Remis rettete. Außerdem ist es von Vorteil, dass in dieser Konstellation Marathon-Mann Kevin Großkreutz auf Reus‘ linke Seite rückt. Das schwarz-gelbe Maskottchen ist zwar längst nicht so offensivstark, dafür bekommt Münchens Arjen Robben vermutlich schon schlechte Laune, wenn er nur den Namen seines potenziellen Gegenspielers auf dem Aufstellungsbogen liest.

Vielleicht traut sich Dortmunds Trainer aber auch eine taktische Finte im Finale zu. Bisherige Feldversuche - wie der mit einer Dreierkette im Bundesliga-Hinspiel gegen Schalke - gingen zwar gründlich schief. Aber ein gar nicht so abwegiges und deutlich weniger gewagtes Experiment gegen die Münchner wäre, Reus und Lewandowski einfach auf ihren Positionen zu tauschen oder zumindest abwechseln zu lassen.

FC Bayern immer besser auf Lewandowski eingestellt

In den vergangenen vier Duellen der beiden Kontrahenten schienen die Münchner die Dortmund-DNA weitgehend entschlüsselt zu haben. Im Supercup und im DFB-Pokal setzte sich das Team von Trainer Jupp Heynckes als Sieger durch, in der Liga gab es zwei Unentschieden. Das letzte erkämpfte der Rekordmeister mit einer B-Elf und in Unterzahl.

Insbesondere Borussen-Stürmer Lewandowski hatten die Bayern zuletzt gut im Griff. Der polnische Nationalspieler sah keinen Stich gegen FCB-Abwehrchef Dante und dessen Partner in der Innenverteidiger, ob nun Daniel van Buyten oder Jerome Boateng. Unter Umständen ist gegen diese Hünen mal wieder ein anderer Spielertyp gefragt, etwa der schnelle und dribbelstarke Reus. Dass Lewandowski seinerseits auch hinter der Spitze spielen kann, hat er 2011, im ersten Meisterjahr dieses außergewöhnlichen Borussen-Jahrgangs, als Ersatz für den verletzten Kagawa eindrucksvoll bewiesen. 

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