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FC Schalke 04 verliert gegen Chelsea: "Kinderriegel" fehlt Erfahrung

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Pleite gegen Chelsea  

Schalkes "Kinderriegel" fehlt die Kaltschnäuzigkeit

23.10.2013, 09:21 Uhr | t-online.de

FC Schalke 04 verliert gegen Chelsea: "Kinderriegel" fehlt Erfahrung. Schalkes Max Meyer (re.) wird von Chelseas 14 Jahre älteren Kapitän John Terry bedrängt. (Quelle: AP/dpa)

Schalkes Max Meyer (re.) wird von Chelseas 14 Jahre älteren Kapitän John Terry bedrängt. (Quelle: AP/dpa)

Max Meyer konnte es einfach nicht fassen. Da waren die Schalker fast über die gesamte Spielzeit feldüberlegen und lieferten ein richtig gutes Spiel gegen den FC Chelsea ab, doch am Ende stand eine bittere 0:3 (0:1)-Heimpleite. "Wir haben uns bei den Gegentoren einfach doof angestellt", resümierte der mit 18 Jahren jüngste Spieler auf dem Feld. "Chelsea hat in meinen Augen unverdient mit 3:0 gewonnen. Aber wenn man hier Fehler macht, werden die eben eiskalt bestraft."

Eiskalt, clever, kaltschnäuzig: Das Londoner Star-Ensemble zeigte Schalke in den entscheidenden Situationen, wo es bei den Knappen ganz einfach noch fehlt. Die Erfahrung war in der ausverkauften Schalker Arena an diesem Abend Trumpf. Besonders deutlich wird dies, wenn man sich die Mühe macht und die Anzahl aller Champions-League-Spiele der jeweiligen Startelf-Akteure zusammenzählt. Schalke brachte es hier vor Spielbeginn auf gerade einmal 146 Partien, während Chelsea mit 435 Spielen fast drei Mal so viele Einsätze vorzuweisen hatte.

Gerade Schalkes offensiver "Kinderriegel" mit Julian Draxler (20 Jahre), Meyer (18) und Christian Clemens (22) hat in Sachen Routine noch deutlichen Nachholbedarf. Zusammen bringen sie ein Gesamtalter von 60 Jahren und 17 Spiele in der Königsklasse auf den Rasen. Da können Oscar (22), Ramires (26) und Frank Lampard (35) nur müde lächeln. Neben einer Lebenserfahrung von 83 Jahren kommt allein Lampard auf 93 Einsätze in der Champions League. Ramires immerhin noch auf 25, Oscar auf acht.

Boateng fehlt die Bindung zum Spiel

Natürlich ist Erfahrung nicht immer alles, was zählt. An diesem Abend war sie aber der Schlüssel zum Erfolg. Dass Schalke mit Jefferson Farfan (53 Spiele in der Champions League) der erfahrenste Spieler in diesem Wettbewerb fehlte, machte sich ebenso bemerkbar wie die Abwesenheit des routinierten Angreifers Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer musste sich einer Knie-Operation unterziehen und wird S04 frühestens zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Für ihn markierte gegen Chelsea Kevin-Prince Boateng die vorderste Position im von Trainer Jens Keller favorisierten 4-2-3-1-System. Adam Szalai blieb zunächst auf der Bank.

Doch diese Maßnahme ging gegen die tief stehenden Gäste von der Insel nach hinten los. Boateng fehlte völlig die Bindung zum Spiel. Gut möglich, dass dem 26-Jährigen noch immer sein Knie Probleme bereitete, weshalb er schon am Samstag in der Bundesliga bei Eintracht Braunschweig passen musste. Bis auf einen 25-Meter-Hammer im ersten Durchgang, den Chelseas Keeper Petr Cech zur Ecke klärte, war vom Neuzugang der Königsblauen nicht viel zu sehen.

"Chelsea hat uns brutal ausgekontert"

Ähnlich wie von seinem Pendant auf Seiten der Blues. Doch im Gegensatz zu Boateng war Fernando Torres in dieser Partie die personifizierte Kaltschnäuzigkeit. Was interessiert es da seinen Trainer José Mourinho, dass der Spanier mit 45 Prozent die schlechteste Passquote aller Akteure aufwies? Am Ende machte Torres den Unterschied. Sein Kopfballtreffer nach fünf Minuten sowie ein clever abgeschlossener Konter in Durchgang zwei sorgten für die Vorentscheidung und Mourinhos ersten Sieg gegen ein deutsches Team.

Die restliche Zeit konzentrierten sich John Terry und Co. aufs Verteidigen - mit Mann und Maus. "Es war schwer, weil sich Chelsea nur noch hinten rein gestellt hat. Die standen ja mit zehn Mann um den eigenen Strafraum herum", sagte Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes nach der Partie. "Wir haben dann in der zweiten Halbzeit mehr riskiert und Chelsea hat uns brutal ausgekontert. Sie haben brutal schnell umgeschaltet." Brutal, schnell und eben einfach kaltschnäuziger als die Gelsenkirchener.


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