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Elfmeter-Posse beim FC Bayern: Guardiola und Robben können nicht anders

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Elfmeter-Posse  

Guardiola und Robben können nicht anders

24.10.2013, 16:58 Uhr | tht, t-online.de

Elfmeter-Posse beim FC Bayern: Guardiola und Robben können nicht anders. Bayern-Trainer Pep Guardiola (li.) bestimmt Arjen Robben als Elfmeterschützen.  (Quelle: imago/Sven Simon)

Bayern-Trainer Pep Guardiola (li.) bestimmt Arjen Robben als Elfmeterschützen. (Quelle: Sven Simon/imago)

Menschen, die in ihren Berufen absolute Höchstleistungen bringen, neigen nicht selten zu einer, nun ja, nennen wir es einfach mal Freakhaftigkeit. Arjen Robben ist ein Ausnahme-Fußballer, Pep Guardiola ein Ausnahme-Trainer. Seit einigen Tagen liefern sich die beiden eine Elfmeter-Posse, die Fußball-Deutschland so noch nicht gesehen hat. Und beide bringen sich dabei ganz ohne Not in eine komplizierte Situation. (Bestnote für Ribéry - Zeugnisse für die Bayern)

Am zurückliegenden Wochenende gegen Mainz wollte Robben einen Elfmeter schießen, durfte aber nicht. Guardiola hatte Thomas Müller vorgesehen und pfiff den Niederländer zurück. Beim 5:0-Triumph in der Champions League gegen Pilsen sollte Robben zum Strafstoß antreten, wollte aber nicht und widersetzte sich so dem Coach vor einem Millionenpublikum.

Kahn bezeichnet Elfmeter-Posse als "Kasperle-Theater"

Öffentlich spielten die beiden Protagonisten anschließend den Vorfall herunter. Robben wollte zu diesem Thema "nichts mehr sagen". Für Guardiola war alles "kein Problem". Wenn man beim ersten Mal öffentlich so vorgeführt worden ist, könne er eine gewisse Bockigkeit des Spielers verstehen, äußerte Franz Beckenbauer allerdings Verständnis für Robben.

"Nicht arrogant werden" 
Die Bayern-Stars nach dem 5:0 Pilsen

Münchner strahlen pure Dominanz aus. Nur einer mahnt. Video

Oliver Kahn bezeichnete es im ZDF lapidar als "Kasperle-Theater". Und Karl-Heinz Rummenigge war es wiederum schlichtweg zu blöd, auf dieses Thema einzugehen. "Ich rege mich nicht über Experten auf, das ist etwas, was ich mir nicht mehr leiste."

Warnung an die Stars

Allerdings erhält das Geschehene zusätzlich Würze durch die Tatsache, dass Guardiola erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem "Bayern-Magazin" überraschend deutlich machte, dass sich die Stars besser an die Anweisungen des Trainers halten sollten. "Ich bin ein großer Freund meiner Spieler, wenn sie akzeptieren, was ich sage. Wer meine Entscheidungen annimmt, den unterstütze ich. Wer das nicht verstehen will, wird oft auf der Tribüne sitzen." 

Guardiola und Robben sind sich in einem Punkt sehr ähnlich. Sie sind absolut erfolgsbesessen und geben alles für den Sieg. Aber sie können bei gewissen Dingen eben auch nicht aus ihrer Haut. Der 42-jährige Coach, der nahezu Tag und Nacht darüber grübelt, wie er ein Fußballspiel perfektionieren kann, fühlt sich auch bei solchen Details dafür verantwortlich, dem Team Anweisungen zu geben. Robben, über den Rummenigge einmal sagte, dass er der professionellste Spieler sei, den der Bayern-Boss jemals erlebt habe, tut sich mit der Bevormundung bis ins letzte Detail schwer. Zwei, die nur den Erfolg im Sinn haben, aber mit denen der kleine Freak im Hinterkopf zuweilen durchgeht.

Man weiß sich zu schätzen

Denn Fakt ist: Guardiola hat mit seinen Ideen die Bayern laut Rummenigge noch einmal auf ein "neues Niveau" geführt. Die Dominanz des Triple-Siegers ist derzeit fast schon angsteinflößend. Und Robben ist ein wichtiger Teil davon. Erstmals in seiner Münchner Zeit scheint der 29-Jährige dank wohldosierter Einsatzzeiten durch den Trainer verletzungsfrei durch die Hinrunde zu kommen.

Und endlich spielt er wieder auf dem Top-Niveau wie in seiner ersten Saison an der Isar, als er den Klub nahezu im Alleingang ins Finale der Königsklasse geführt hatte. Beide wissen also sehr wohl, was sie aneinander haben und werden diese Beziehung pflegen.

Strafstöße für die Bayern ab sofort im Fokus

Dennoch: In den nächsten Spielen wird man bei Elfmetern für München genau darauf achten, wie Guardiola reagiert und wie die Spieler umgekehrt auf den Trainer reagieren. Doch wer nach dem größten Triumph in der Vereinsgeschichte eine Mannschaft derart weiterentwickelt hat, dürfte längst eine Lösung für dieses Luxus-Problemchen parat haben. 

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