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Hildebrand patzt gegen Chelsea: "Kriege jetzt wieder auf die Fresse"

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"Jetzt kriege ich auf die Fresse"  

Hildebrand fürchtet neue Torwartdiskussion

07.11.2013, 12:43 Uhr | sid, t-online.de

Hildebrand patzt gegen Chelsea: "Kriege jetzt wieder auf die Fresse". Schalke-Keeper Timo Hildebrand erlebte einen schwarzen Abend in London. (Quelle: dpa)

Schalke-Keeper Timo Hildebrand erlebte einen schwarzen Abend in London. (Quelle: dpa)

Das Hohngeschrei der englischen Fans war gerade verstummt, da schwante Timo Hildebrand neues Ungemach. "Ich kriege jetzt wieder auf die Fresse, jeder ruft jetzt wieder eine Torwartdiskussion aus", orakelte der Keeper von Schalke 04 nach seinem kapitalen Fehler beim 0:3 (0:1) in der Champions League beim FC Chelsea. Und er könnte Recht behalten. Königsblau wird die Suche nach einem neuen Schlussmann, die hinter den Kulissen schon lange begonnen hat, intensivieren.

Trotzig fügte der 34-Jährige an: "Ich kann damit leben, ich mache weiter mein Ding." Aber die Chancen, dass Hildebrands zum Saisonende auslaufender Vertrag verlängert wird, sind weiter gesunken. Man sondiere den Markt, bestätigte Sportvorstand Horst Heldt bereits.

96-Keeper Zieler wohl ein heißer Kandidat

Zu den Kandidaten soll unter anderem Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler von Hannover 96 gehören. Der 24-Jährige zögert derzeit mit einer Vertragsverlängerung bei den Niedersachsen und könnte den Verein dank einer Ausstiegsklausel wohl verlassen. "Ich möchte sehr gerne international spielen", hatte er zuletzt angekündigt.

Nach dem Aussetzer 
S04-Torwart Hildebrand mit trotziger Reaktion

Nach der erneuten 0:3-Pleite gegen Chelsea suchen die Schalker den Fehler nicht beim Keeper. Video

Englische Presse schlachtet Hildebrand-Patzer aus

Für seinen Aussetzer vor dem entscheidenden 0:1 (31.) entschuldigte sich Hildebrand in der Halbzeitpause bei der Mannschaft und anschließend über Facebook bei allen Fans: "Großes Sorry!" Die englischen Medien, traditionell mit den Patzern ihrer Torhüter beschäftigt, sezierten genüsslich den ungewohnten Fauxpas eines deutschen Schlussmannes. 17,7 Sekunden habe Hildebrand gewartet, bis er den Ball gegen den Fuß des heranstürmenden Samuel Eto'o schoss, rechnete die "Daily Mail vor". Die Bilder, wie der Ball vom Kameruner ins Tor trudelte, dominierten die Sportseiten.

"Shit happens", sagte Jose Mourinho. Was etwas frei übersetzt so viel heißt wie "Dumm gelaufen". Der Star-Trainer des FC Chelsea hingegen war nach dem Blackout des Schalker Torhüters weit davon entfernt, Häme über den Unglücklichen auszugießen. "Er hat mir gesagt, dass so etwas passieren kann. Ich soll es vergessen, es sei schon ganz anderen Keepern passiert", erzählte Hildebrand später.

Keller: Hildebrand "hat zuletzt sehr gut gehalten"

Dabei war Hildebrand in den letzten Wochen drauf und dran zu zeigen, dass er kein Auslaufmodell ist. Vor allem beim 2:0 bei Hertha BSC brillierte er und feierte seinen 100. Zu-Null-Sieg in der Bundesliga. "Er hat zuletzt sehr gut gehalten", sagte auch Trainer Jens Keller, "das wird ihn nicht runterziehen, er wird die Leistungen der letzten Wochen auch in Zukunft zeigen." Besonders bitter: Bis auf den Mega-Patzer hielt Hildebrand fehlerlos. Einen Freistoß von André Schürrle parierte er kurz vorher sogar glänzend. Bei den weiteren Toren von Eto'o (54.) und Demba Ba (83.) war er machtlos.

Heldt und Keller trotzdem optimistisch

Hildebrand und Schalke kam immerhin zugute, dass der Konkurrent FC Basel auch im zweiten Duell mit dem Tabellenletzten Steaua Bukarest nicht über ein 1:1 hinauskam. Die Königsblauen liegen als Zweiter der Gruppe E vor den letzten beiden Spielen noch einen Punkt vor den Schweizern. "Wir sind noch gut im Rennen", meinte Keller. Heldt spekulierte gar auf den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale in drei Wochen in Bukarest. "Wenn wir da gewinnen, können wir schon alles klar machen - wenn Chelsea in Basel gewinnt", rechnete der Sportvorstand vor.

Doch zunächst steht die Bundesliga auf dem Programm. Gegen Werder Bremen wollen die Königsblauen am Samstag ihren Rückstand auf die Spitze verkürzen. Ob die in London verletzt ausgewechselten Julian Draxler (Schienbeinprellung) und Kevin-Prince Boateng (Schlag auf das lädierte Knie) mitwirken können, ist offen.

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