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VfL Wolfsburg steht im Achtelfinale der Champions League

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United muss in "Trostrunde"  

Wolfsburger Premiere: erstmals im Achtelfinale

09.12.2015, 06:51 Uhr | t-online.de, sid

VfL Wolfsburg steht im Achtelfinale der Champions League. Da kommt Freude auf: Naldo und Dante stehen mit dem VfL Wolfsburg im Achtelfinale der Champions League. (Quelle: Reuters)

Da kommt Freude auf: Naldo und Dante stehen mit dem VfL Wolfsburg im Achtelfinale der Champions League. (Quelle: Reuters)

Premiere für den VfL Wolfsburg: Der Bundesligist ist erstmals in seiner Klubgeschichte ins Achtelfinale der Champions League eingezogen und hat Manchester United mit Bastian Schweinsteiger aus dem Wettbewerb geschossen. Die Niedersachsen zwangen den englischen Rekordmeister im letzten Gruppenspiel nach einer spiel- und kampfstarken Leistung mit 3:2 (2:1) in die Knie und zogen als Gruppensieger in die K.o.-Runde der Königsklasse ein.

Manchester und Schweinsteiger, der in seinem ersten Spiel im ManUnited-Trikot in Deutschland bis zu seiner Auswechslung (69. Minute) blass blieb, wurden dagegen von der PSV Eindhoven auf den dritten Platz verdrängt und müssen im kommenden Jahr in der "Trostrunde" Europa League antreten.

"Wenn man Manchester schlägt, hat man vieles richtig gemacht", kommentierte der überragende Julian Draxler den größten Erfolg des VfL auf internationaler Ebene: "Die Mannschaft ist reif genug dafür. Wir sind zurecht da, wo wir jetzt sind."

Déjà-vu verhindert

Naldo (13./84.) und Vieirinha (29.) schossen vor 26.400 Zuschauern in der ausverkauften VfL-Arena die Tore für Wolfsburg, Anthony Martial (10.) und ein Eigentor von Josuha Guilavogui (82.) standen für die Gäste zu Buche.

Der VfL verhinderte damit ein Déjà-vu: In Wolfsburgs erster Champions-League-Saison 2009/10 hatte Manchester United vor genau sechs Jahren den damals amtierenden deutschen Meister am letzten Gruppenspieltag aus dem Wettbewerb geschossen.

Vieirinha vollendet Traumangriff

Wolfsburg begann mit viel Schwung. André Schürrle hätte schon in der 3. Minute für Jubel auf den Rängen sorgen können. Doch der VfL-Stürmer schoss völlig freistehend aus zehn Metern weit über das Tor. Diese Fahrlässigkeit wurde wenig später mit dem 0:1-Rückstand durch Martial bestraft.

Doch der Schock der Hausherren war nur von kurzer Dauer: Abwehrspieler Naldo bewies wieder einmal seine Vollstrecker-Qualitäten und traf nach Vorarbeit von Ricardo Rodriguez zum Ausgleich. Rodriguez musste jedoch drei Minuten später angeschlagen für Marcel Schäfer ausgewechselt werden.

Nach einer halben Stunden vollendete Vieirinha einen Traumangriff der Wolfsburger mit Max Kruse und Julian Draxler als Vorbereiter zum 2:1. Der vermeintliche Ausgleichstreffer kurz vor der Pause zählte nicht, Juan Mata hatte in Abseitsstellung VfL-Torhüter Diego Benaglio irritiert (45.).

Schweinsteiger mit vielen Fehlpässen

Schweinsteiger spielte eher schwach, er leistete sich einige Fehlpässe. Auch nach dem Seitenwechsel kam von den Gästen zunächst nicht viel. Das Fehlen des verletzten Torjägers Wayne Rooney machte sich deutlich bemerkbar, der kreative Spielmacher Juan Mata war im Spielaufbau oftmals auf sich alleine gestellt.

Bei den Wolfsburgern wechselten sich Draxler und Kruse ständig im Sturmzentrum ab, beide arbeiteten auch defensiv stark mit. Schürrle hätte mit einem Heber aus rund 30 Metern für eine Vorentscheidung sorgen können (64.), doch Gäste-Keeper David de Gea machte seinen Fehler beim missglückten Ausflug mit einer starken Parade wieder gut. Danach scheiterten Schürrle und Kruse mit einer Doppelchance am 3:1 (69.). Guilavoguis Kopfball ins eigene Netz ließ United in der Schlussphase kurzzeitig auf das Weiterkommen hoffen, doch Naldo traf erneut zur Führung.

Gefährlicher Gegenstand gefunden

Nach dem Spie haben die Zuschauer in Wolfsburg aus Sicherheitsgründen die VW-Arena zunächst nicht verlassen dürfen. Es sei ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden, sagte eine VfL-Sprecherin.

Auf der Anzeigentafel war zuvor ein Hinweis zu sehen, dass die Arena aus Sicherheitsgründen nicht verlassen werden darf. Die Zuschauer sollten auf ihren Plätzen bleiben, Ruhe bewahren und weitere Anweisungen abwarten. Im Nordbereich der Arena durften die Zuschauer das Stadion dann verlassen, gesperrt blieben der Bereich vor der Haupttribüne und der Südbereich. Auch Zugänge zu den Parkplätzen durften zunächst nicht betreten werden.

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