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Dynamo-Fans randalieren in Dortmund

26.10.2011, 16:16 Uhr | t-online.de, dpa

Dynamo-Fans randalieren in Dortmund. Robert Koch ist ratlos über die Gewalt der Fans.  (Quelle: imago)

Robert Koch ist ratlos über die Gewalt der Fans. (Quelle: imago)

Die Fans von Dynamo Dresden sind für ihren bedingungslosen Support bekannt. Leider fallen sie dabei aber auch oft aus dem Rahmen. Rund 10.000 Dynamo-Anhänger begleiteten den Zweitligisten zum Spiel im DFB-Pokal nach Dortmund (0:2). Dort kam es zu schweren Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch. (Video: Götze und Lewandowski schießen BVB ins Achtelfinale)

Die Krawalle waren dermaßen heftig, dass sich die Dynamo-Spieler von den eigenen Fans abwendeten. "Was einige Chaoten hier wieder abgeliefert haben, das kann einfach nicht angehen. Unverbesserlich sind die. Heute schäme ich mich dafür, muss ich ehrlich sagen", sagte Dresdens Stürmer Robert Koch vor laufenden Kameras im ZDF. "Wir haben uns unser Image deutschlandweit versaut", klagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter.

Polizei ist ratlos

Die Dortmunder Polizei, die schon mit einigen Fangruppierungen zu tun hatte, zeigte sich nach dem Spiel geschockt: "So eine massive Gewalt habe ich noch nicht erlebt“, sagte Polizei-Einsatzleiter Peter Anders gegenüber "Der Westen": "Anhänger von Dynamo Dresden haben versucht, das Stadion zu stürmen." Wie die Polizei mitteilte, seien insgesamt 15 gewalttätige Dynamo-Fans festgenommen worden, 17 Menschen, darunter zwei Polizisten, wurden verletzt.

Der Schaden soll bei 150.000 Euro liegen. Im Stadion wurden nach Angaben von BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke Verkaufsstände und 200 Sitze zerstört oder beschädigt, zudem Toilettenanlagen in Brand gesetzt. Der Polizei lagen am Mittwoch 17 Anzeigen vor.

Polizei setzt Tränengas ein

Bereits vor dem Spiel waren einige mitgereiste Dresdner Fans auf Polizisten losgegangen. Die Beamten seien mit Flaschen und Steinen beworfen und mit Pyrotechnik traktiert worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizisten setzten Tränengas ein. Unter anderem wegen dieser Ausschreitungen musste die Partie mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen werden, weil die Mannschaftsbusse verspätet im Stadion eintrafen.

Kopfschütteln beim BVB

"Diese Randale haben im deutschen Fußball nichts zu suchen und müssen geahndet werden“, sagte der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp: "Null Verständnis. Wenn die Böller knallen, wird‘s für alle gefährlich. Solche Leute musst du nach Hause schicken." Auch BVB-Boss Watzke war fassungslos: "Wenn ich höre, dass die Polizei vorher mit Mühe ein Stürmen des Stadions verhindern konnte, ist das einfach eine Katastrophe."

Der Dresdner Abwehrspieler Florian Jungwirth klagte nach der Partie an: "Man darf es nicht für alle unsere Fans verallgemeinern, aber ich finde dieses Verhalten sehr schade. Man verkauft sich als Verein in Deutschland nicht gut, und das ärgert uns auch als Mannschaft, weil wir in ein schlechtes Licht gestellt werden."

Provokationen von Dortmunder Seite

Doch auch die Dortmunder Fans sind nicht frei von Schuld: Die Anhänger des Deutschen Meisters entrollten während der Partie ein Banner mit der Aufschrift: "Ausreiseantrag: abgelehnt". Diese Provokation der Dynamo-Fans trug weiter zur Eskalation der Situation bei.

Die angereisten Dresdner konnten unterdessen offenbar weitgehend ungehindert Bengalische Feuer ins Stadion bringen. Die Kontrollen an den Eingängen seien sehr lax gewesen, berichten Augenzeugen. "Wir wurden gar nicht kontrolliert. Ich hatte ein Riesen-Portemonnaie in der Jacke, das hätte wer weiß was sein können", sagte Jens Genschmar, Dynamo-Fan und Betreiber des Dresdner Fußballmuseums. Nach seinen Informationen sei auch der harte Kern der Dresdner Fans, etwa 5.000 Personen, die vom Sonderzug zum Stadion geleitet wurden, nicht kontrolliert worden.

Laserattacke gegen Götze

Denn auch während des Spiels attackierten einige Randalierer im Dresdner Fanblock Ordner und Polizisten. Schiedsrichter Peter Gagelmann musste das Spiel dreimal unterbrechen, weil Dresdner Fans Mario Götze mit einem Laserpointer störten und Feuerwerkskörper abbrannten. Nach dem Spiel randalierten mehrere Menschen im Stadion und beschädigten Verkaufsstände und Stadioneinrichtung.

Der DFB ermittelt - Dynamo rechnet mit Strafe

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Die Strafe wird erheblich sein, selbst ein Ausschluss aus dem nächsten Pokalwettbewerb liegt im Bereich des Möglichen. "Für diese Vorfälle wird es eine ordentliche Strafe vom DFB geben, das ist ganz normal. Wir haben immer klar darauf hingewiesen, dass es für uns als Verein ein finanzielles und ein Imageproblem ist", ergänzte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz. "Ich hoffe, dass so etwas geahndet wird. Das muss ich leider so sagen. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis. So etwas hat im deutschen Profi-Fußball nichts zu suchen", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

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