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DFB-Pokal: Schmerzhafter Gewöhnungsprozess in Stuttgart

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Pokalpleite in Bochum  

Beim VfB Stuttgart knirscht es noch gewaltig

16.08.2014, 19:01 Uhr | t-online.de

DFB-Pokal: Schmerzhafter Gewöhnungsprozess in Stuttgart. Auf Stuttgarts Trainer Armin Veh wartet offenbar noch einige Arbeit. (Quelle: imago/Osnapix)

Auf Stuttgarts Trainer Armin Veh wartet offenbar noch einige Arbeit. (Quelle: Osnapix/imago)

Das Comeback von Meistertrainer Armin Veh soll den VfB Stuttgart in eine bessere Zukunft führen, doch erst einmal steht ein Rückfall in unselige Zeiten zu Buche. Zum ersten Mal seit 19 sind die Schwaben wieder in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gescheitert. 1995 war für den VfB beim damaligen Regionalligisten Sandhausen nach Elfmeterschießen Endstation, dieses Mal stolperten die Stuttgarter immerhin beim aktuellen Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum.

Am Ende hieß es 0:2 im Ruhrgebiet, eine relativ klare Sache also. Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich deutete nach der ärgerlichen Pokalpleite, woran der Ausrutscher des Favoriten gelegen haben dürfte: "Das neue Spielsystem muss uns in Fleisch und Blut übergehen, das kann nicht von heute auf morgen gehen." Unter Veh soll der VfB den Ball viel mehr laufen lassen, auch unter Druck.

Spielerische Abwehr gelingt nicht immer

Der VfB-Keeper hatte selbst größten Anteil daran, dass seine Mannschaft früh aufs falsche Gleis geriet, von dem es kein Entkommen gab. Mit einem gewagten Pass hatte er Mittelfeldspieler Oriol Romeu unnötig in Schwierigkeiten gebracht. Der spanische Neuzugang spielte den Ball Bochums Simon Terodde in den Lauf, der sich mit der 1:0-Führung nach nur neun Minuten bedankte. In dieser Situation passte es einfach nicht im Zusammenspiel des VfB, weil noch nicht alle auf der gleichen Wellenlänge funken.

"Wir wollen Situationen spielerisch lösen", rechtfertigte Ulreich seinen fatalen Pass, wusste aber wohl, dass er damit seinen Vordermann überfordert hatte. Der Leihspieler vom FC Chelsea hat die Anforderungen im Veh-System offenbar noch nicht verinnerlicht.

Trotzdem war Trainer Veh zunächst noch ganz zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. "Wir haben uns sehr schwer getan nach dem schnellen Rückstand. Aber bis zur Pause haben wir noch ganz ordentlich gespielt", bilanzerte der Coach, der insgesamt mehr Ballbesitz seines Teams sah. "In der 2. Hälfte waren wir dann nicht klar genug in unseren Aktionen. Wenn etwas schief läuft, verlieren wir zu schnell den Kopf", kritisierte der 53-Jährige.

Elf Schüsse - kein einziger aufs Tor

Denn auch beim zweiten Gegentreffer, der die Niederlage des schwachen VfB besiegelte, stimmte es nicht im Verständnis untereinander. Aus einer eigenen Ecke fingen sich die Schwaben das 2:0 durch den erneuten Torschützen Terodde. In weniger als zwanzig Sekunden war der freche Zweitligist Bochum in der Lage, seinen Blitzangriff erfolgreich abzuschließen. Die Westfalen hätten sogar noch erhöhen und damit das VfB-Debakel verschlimmern können.

Dagegen ließen die Stuttgarter in der Vorwärtsbewegung noch jegliche Konsequenz vermissen. Elf Mal schlossen die Veh-Schützlinge vorm gegnerischen Kasten ab - doch kein einziger Schuss ging aufs VfL-Tor. Die beste Möglichkeit durch Romeus Weitschuss noch in der ersten Halbzeit zischte knapp vorbei. Neuzugang Filip Kostic, der für sechs Millionen Euro aus Groningen kam, blieb auf der linken Seite noch blass. "Wir müssen die Neuen erst noch integrieren", warb Veh nach der Partie um Geduld.

Auf Stuttgarts Trainer, der den VfB 2007 zum Meistertitel führte, wartet also noch viel Arbeit - bis zum Bundesliga-Start bei Borussia Mönchengladbach und womöglich darüber hinaus. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht", sagte der Coach, und kündigte an: "Es ist nicht schlimm, wenn du ausscheidest, aber du darfst den Kopf nicht verlieren. Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen noch viele Dinge besser machen."

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