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FC Bayern nimmt Robben in Schutz - VfL Bochum stinksauer

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Schwalben-Vorwurf gegen Robben  

Bochum stinksauer: "Das geht mir auf die Eier"

11.02.2016, 12:44 Uhr | t-online.de

FC Bayern nimmt Robben in Schutz - VfL Bochum stinksauer. Elfmeter ja oder nein? Jan Simunek berührt Arjen Robben, der Niederländer hebt ab. (Quelle: imago/Horstmüller)

Elfmeter ja oder nein? Jan Simunek berührt Arjen Robben, der Niederländer hebt ab. (Quelle: Horstmüller/imago)

Von Mark Weidenfeller

Der Arbeitstag des Bochumers Jan Simunek endete jäh. Bei der 0:3-Niederlage seines VfL im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern wurde der ehemalige Wolfsburger nach einer knappen halben Stunde eingewechselt und musste nur rund 14 Minuten später nach einem vermeintlichen Foul an Arjen Robben und der folgenden Roten Karte wieder in die Kabine schleichen.

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte den Tatbestand Notbremse mit einem Elfmeter und Platzverweis bestraft - und damit das Spiel zum Ärger der Gastgeber entschieden.

"Mit zehn Mann kann man nicht gewinnen"

Thomas Müller verschoss den anschließenden Strafstoß zwar (44. Minute), das freche und mutige Spiel des tapfer kämpfenden Zweitligisten war in Unterzahl aber nicht mehr möglich. Die guten Chancen in der Anfangsphase von Simon Terodde (8. und 10.) blieben die einzigen nennenswerten Offensivszenen des VfL, die glückliche Bayern-Führung durch Robert Lewandowski (39.) geriet nicht mehr in Gefahr.

"Wir haben bis dahin ein gutes Spiel gemacht und hätten sogar in Führung gehen können“, schimpfte VfL-Trainer Gertjan Verbeek nach Schlusspfiff am ARD-Mikrofon. "Aber mit zehn Mann kann man gegen die Bayern dann nicht mehr gewinnen."

Während die Bochumer die Bayern mit ihrem aggressivem Pressing bis zu der strittigen und viel diskutierten Elfmeter-Szene vor Probleme gestellt hatten und beinahe ebenbürtig waren, änderte sich danach das Geschehen komplett. Der Rekordmeister, bei dem Thomas Müller und Thiago für Arturo Vidal und Kingsley Coman in die Startelf gerückt waren, dominierte die Partie nach Belieben und zog nach weiteren Treffern von Thiago (61.) und erneut Lewandowski (90.) souverän und glanzlos ins Halbfinale gegen Werder Bremen ein.

"Robben schwalbt oft"

Die Enttäuschung über die Art und Weise der Niederlage war auf Seiten des VfL dementsprechend groß – und der Schuldige schnell gefunden: Der holländische Flügelflitzer Robben hatte die Mannschaft des holländischen Trainers Verbeek durch einen geschundenen Strafstoß und den provozierten Platzverweis um den verdienten Lohn ihrer Arbeit gebracht. "Es ist ein Kontakt da, aber es ist kein Foul. Robben schwalbt oft, er sucht das Bein", so Verbeek, der auch auf der Pressekonferenz noch immer geladen war. "Er lässt sich fallen. Das ist eine Schwalbe und ein Freistoß für uns."

VfL-Keeper Manuel Riemann, dessen Laune selbst der gegen Weltmeister Müller parierte Elfmeter nicht aufhellen konnte, hatte vorher ähnliches berichtet und Robben permanente Schauspielerei vorgeworfen. "Das geht mir auf die Eier", so Riemann. "Der lag 90 Minuten eigentlich nur am Boden. Der wartet nur auf den Kontakt, legt sich jedes Mal hin und wartet auf den Pfiff." Die Rote Karte - und damit Robben - habe das Spiel kaputtgemacht.

Robben: "Ein Foul ist ein Foul"

Der Beschuldigte selbst war naturgemäß anderer Meinung und lobte ausdrücklich die gute Arbeit des Unparteiischen-Gespanns. "Sie haben einen hervorragenden Job gemacht", so Robben. "Du brauchst den Schutz. Ein Foul ist ein Foul. Und das war ein klares Foul." Die meisten der 26.000 Zuschauer im ausverkauften Rewirpower-Stadion sahen das allerdings anders und quittierten jeden Ballkontakt des 32-Jährigen mit lauten Pfiffen und hämischen Gesängen.

Unterstützung bekam Robben nach Ablauf der 90 Minuten lediglich von Manuel Neuer, der  seinem Teamkollegen helfend zur Seite sprang. "Es gibt einen Kontakt. Und dann ist es legitim, sich fallenzulassen", sagte er. Der Nationaltorhüter fand damit wohl die treffendsten Worte zu dem folgenschweren Zweikampf im Strafraum, in dem sich Simunek cleverer und Robben weniger theatralisch hätte anstellen können. "Danach war es dann natürlich schwieriger für Bochum", so Neuer. "Wir hatten dann deutlich mehr Kontrolle."

Guardiola: "Diese Regel ist lächerlich"

Das bestätigte selbst Robben, der sich am Ende des Abends  trotz der hitzigen Atmosphäre als Bochum-Fan outete und gerne öfter an die Castroper Straße kommen würde: "Riesen-Kompliment an den VfL. Die spielen attraktiv nach vorne. Ich hoffe wirklich, dass sie aufsteigen", sagte er, um dann noch einmal schulterzuckend klarzustellen: "Es war ein Foul, er war letzter Mann, das ist eine Rote Karte. So sind eben die Regeln."

Genau an diesem Punkt grätschte wenig später allerdings Bayern-Coach Pep Guardiola Robben ungewollt verbal in die Parade und stellte sich demonstrativ auf die Seite der unterlegenen Bochumer. "Diese Regel ist lächerlich", sagte er. "Sie muss geändert werden."

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