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Deutschland - Ukraine in Lille: Löw mit Sonderbehandlung für Özil

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Spezialbehandlung für Özil  

Die eigenwillige Vorbereitung des Herrn Löw

12.06.2016, 16:09 Uhr | t-online.de

Was uns am Sonntagabend erwartet

Joachim Löw versprüht eine unglaubliche Lockerheit.

EM-Experte Thomas Tamberg ewartet in Lille einen Hexenkessel. (Quelle: t-online.de)


Aus Lille berichtet Thomas Tamberg

Bereits einige Minuten vor seinen Spielern stand Joachim Löw mutterseelenallein auf dem Rasen des Stade Pierre-Mauroy in Lille. Tiefenentspannt jonglierte der Bundestrainer mit dem Ball. Auch später, während der ersten Viertelstunde des Abschlusstrainings, machte der 56-Jährige nicht den Eindruck, dass das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2016 gegen die Ukraine (ab 20.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) unmittelbar bevorsteht.

Während sich die Nationalspieler auf dem Platz in Gruppen ihrem Aufwärmprogramm hingaben, lief Löw gedankenversunken nahezu über den gesamten Platz. Auf der einen Seite schoss er ein paar Bälle vom Elfmeterpunkt ins leere Tor, auf der anderen Seite schaute er mal bei den Torhütern vorbei. Zwischendurch absolvierte er ein paar Stretching-Einlagen für den offenbar etwas verspannten Rücken.

Gelassenheit des Weltmeisters

Wüsste man es nicht besser, man würde glauben, Löw bereite sich auf ein Hobbyturnier vor, wie es in diesen Tagen überall in Deutschland stattfindet. Doch es ist tatsächlich eine Europameisterschaft. Die Gelassenheit des Weltmeisters steht ihm jedenfalls gut. Besonderen Druck empfinde er jedenfalls nicht, so Löw. "Deutschland hat immer irgendwie Druck. Bei mir überwiegt die Freude."

Hummels-Rückkehr naht

Die Lockerheit speist sich auch aus dem Vertrauen, das Löw seiner Mannschaft entgegenbringt. Doch es ist nicht nur das. Alle Spieler sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten wieder fit. Mats Hummels ist mit nach Lille gereist und nahm beim Abschlusstraining erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Er wird zwar gegen die Ukraine nicht spielen, aber gegen Polen am nächsten Donnerstag ist er definitiv dabei.

Auch Bastian Schweinsteiger macht laut Aussage von Löw Fortschritte. Daher will Löw die Frage, wer das Team gegen die Ukraine mit der Binde aufs Feld führen wird, gar nicht so hoch hängen. "Der Kapitän bleibt Schweinsteiger, weil er im Laufe des Turniers auf jeden Fall zum Einsatz kommen wird."

Kämpferischer Einsatz gefragt

Gegen die Ukraine erwartet der Coach einen Abnutzungskampf. Das hat er bereits im Vorfeld der EM mehrfach betont und die bisher absolvierten Spiele geben ihm Recht. Die Intensität ist enorm hoch. Löw tut daher gut daran, seine Mannschaft immer wieder darauf einzuschwören. Lässt das DFB-Team nur für ein paar Prozentpunkte den Weltmeister raushängen, wird es nicht reichen.

"Der Trainer möchte, dass wir auf dem gleichen kämpferischen Niveau arbeiten wie der Gegner, dann werden wir die Spiele gewinnen", erklärte Toni Kroos. "Wenn nicht, dann kann es eine Überraschung geben."

Vorsicht vor ukrainischen Kontern

Damit das nicht passiert, wurde im Vorfeld ausführlich über die Ukraine gesprochen. "Sie sind eine physisch starke und dynamische Mannschaft, die über 90 Minuten hohes Tempo gehen kann", so Löw. Insbesondere bei schnellen Kontern von den beiden Superstars Andrej Jarmolenko und Jewhen Konoplanka muss Deutschland auf der Hut sein.

Wie das konkret bewerkstelligt werden soll, sagt Löw nicht. Bis zuletzt macht er ein Geheimnis um die Aufstellung und die taktische Ausrichtung. Man wolle dem Gegner schließlich nicht alles vorher verraten. Am Ende wird es wohl eine Vierkette sein. Darin sind Jerome Boateng innen und Jonas Hector links hinten gesetzt. Komplettieren werden sie möglicherweise Joshua Kimmich und Benedikt Höwedes.

Gute Karten für Götze

Am Angriff sind für Löw alle Modelle denkbar. Also Mario Götze mit Mario Gomez oder nur einer von beiden. Alle Varianten seien im Training durchgespielt worden. Die besten Karten hat derzeit wohl Götze als einzige Spitze.

Im Mittelfeld sind Sami Khedira, Toni Kroos und Thomas Müller gesetzt. Julian Draxler darf auf einen Startelfeinsatz hoffen. Interessant ist die Personalie Mesut Özil. Während um alles und jeden ein großes Geheimnis gemacht wird, hat Löw auf der Abschlusspressekonferenz offen ausgeplaudert, dass Özil von Beginn an spielen wird. Das ist zwar keine wirkliche Überraschung. Doch die Tatsache, dass Löw damit an die Öffentlichkeit geht, schon.

Garantie für Özil

Am Tag zuvor kam das Gerücht auf, Özil könnte seinen Stammplatz verlieren, nachdem er in einem Trainingsspiel in die vermeintliche B-Elf verschoben worden ist. "Es ist selbstverständlich, dass Mesut spielen wird", so Löw. "Er ist in einer überragenden Verfassung und hat Fähigkeiten wie kaum ein anderer. Wie er die letzten Pässe spielt, ist genial."

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