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SC Freiburg verschenkt Sieg gegen Liberec mit schwacher 2. Hälfte

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Schwache zweite Hälfte  

Freiburg verschenkt den Sieg

20.09.2013, 10:54 Uhr | dpa, sid, t-online.de

SC Freiburg verschenkt Sieg gegen Liberec mit schwacher 2. Hälfte. Der Freiburger Karim Guédé sieht Gelb-Rot wegen Handspiels. (Quelle: AP/dpa)

Der Freiburger Karim Guédé sieht Gelb-Rot wegen Handspiels. (Quelle: AP/dpa)

Der SC Freiburg hat einen sicher geglaubten Sieg beim Europapokal-Comeback durch zwei haarsträubende Fehler verschenkt und wartet auch im sechsten Pflichtspiel in Serie auf einen Sieg. 4305 Tage nach dem letzten internationalen Auftritt im damaligen UEFA-Cup war die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim 2:2 (2:0) gegen Slovan Liberec die deutlich bessere Mannschaft, bis ein Torwartfehler von Oliver Baumann und ein katastrophaler Fehlpass von Admir Mehmedi den Tschechen beide Tore ermöglichten.

Zuvor hatten Kapitän Julian Schuster per Foulelfmeter (23. Minute) und Mehmedi (35.) zur Pausenführung getroffen. Nachdem Wladislaw Kalitwinzew (67.) und Michael Rabusic (74.) getroffen hatten, geriet der SC aber ins Schwimmen und verlor zudem Karim Guédé mit einer Gelb-Roten Karte (77./wiederholtes Handspiel). Bei den Gästen musste Sergej Rybalka mit Gelb-Rot vom Platz (90.+1).

"Der SCF, der SCF, der SCF ist wieder da", hatten die Fans der Breisgauer nach der scheinbar sicheren 2:0-Führung schon gesungen und ihre so überzeugende Mannschaft gefeiert. Doch nach der bislang besten ersten Hälfte dieser Spielzeit ließen die Gastgeber nach dem Wechsel in ihrem Engagement nach, gerieten völlig aus dem Konzept und mussten am Ende noch froh über einen Punkt sein.

Mehmedi vergibt Kopfballchance

Im nächsten Spiel treten die Freiburger am 3. Oktober beim FC Sevilla mit den Deutschen Marko Marin und Piotr Trochowski an. Vierter Gruppengegner ist GD Estoril Praia aus Portugal. In ihrem ersten Europapokalspiel seit dem 6. Dezember 2001 begannen die Breisgauer sehr motiviert. Schon nach zwei Minuten hatte Mehmedi die erste Kopfballchance, wenig später strich ein Distanzschuss von Jonathan Schmid knapp am Pfosten vorbei (6.).

Trainer Christian Streich, dem Anlass angemessen in Anzug statt Jeans, hatte nach dem 1:2 in Augsburg Veränderungen in der Startelf angekündigt - und hielt Wort. Gleich fünf Spieler rotierten auf den Platz, außer Torhüter Baumann und der Doppelsechs um Schuster und Gelson Fernandes waren alle Mannschaftsteile betroffen. So bekamen im Sturm Mike Hanke und Augsburg-Torschütze Mehmedi den Vorzug vor Sebastian Freis und Guédé. Der anfangs ansprechende Auftritt wurde mit der frühen Führung belohnt. Günter wurde von Ondrej Kusnir knapp an der Strafraumgrenze gefoult. Der rumänische Schiedsrichter Pavel Cristian Balaj entschied auf Strafstoß, Schuster verwandelte locker zum 1:0.

Im Gegensatz zu den jüngsten Auftritten in der Liga wirkten die Gastgeber wie verwandelt. Die mannschaftliche Geschlossenheit stimmte, die Laufwege passten, Streich schien an der Seitenlinie zufrieden mit seinen Profis. Der Coach streckte immer wieder den Daumen in die Höhe - so auch nach dem 2:0 durch Mehmedi. Der Zugang von Dynamo Kiew versuchte es einfach mal aus der Distanz und überwand Liberec-Torwart Premysl Kovar mit einem nicht unhaltbaren Schuss.

Katastrophaler Rückpass

Nach der Pause aber erarbeitete sich Liberec nach und nach mehr Spielanteile und übernahm die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz. Die Freiburger wirkten zunächst ob der 2:0-Führung zu selbstsicher, nach dem Fehler von Baumann aber völlig verunsichert. Der Schlussmann ließ einen harmlosen Distanzschuss von Kalitwinzew über die Hände ins Tor gleiten, der bis dahin starke Mehmedi ebnete mit einem katastrophalen Rückpass das 2:2. Am Ende waren die anfangs so harmlosen Gäste dem Sieg näher als Freiburg.


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