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1. FC Köln: Toni Schumacher glaubt an Punktgewinn gegen FC Arsenal

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Köln-Legende Schumacher  

"Horn hat das Zeug zum Neuer-Nachfolger"

14.09.2017, 07:29 Uhr | Luis Reiß, t-online.de

1. FC Köln: Toni Schumacher glaubt an Punktgewinn gegen FC Arsenal. Daumen hoch: "Toni" Schumacher glaubt an einen Punktgewinn seines 1. FC Köln zum Start der Europa League. (Quelle: imago/DeFodi)

Daumen hoch: "Toni" Schumacher glaubt an einen Punktgewinn seines 1. FC Köln zum Start der Europa League. (Quelle: DeFodi/imago)

Für die Fans des 1. FC Köln wird an diesem Donnerstag ein Traum wahr: Ihr Klub spielt zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder international. Der Gegner zum Auftakt der Europa League ist der Londoner Top-Klub FC Arsenal (21.05 Uhr / Sport1, Sky und im Liveticker bei t-online.de).

Trotz des prominenten Gegners tippt Harald "Toni" Schumacher, Torwart-Legende und Vize-Präsident des Klubs, im exklusiven Interview mit t-online.de auf einen Punktgewinn. Außerdem spricht er über den sportlichen Fehlstart in der Bundesliga mit drei Niederlagen und den Kölner Torwart Timo Horn als möglichen Nachfolger von Manuel Neuer im Nationalteam. 

t-online.de: Herr Schumacher, zuletzt haben die deutschen Klubs international nicht geglänzt. Rettet der FC die deutsche Ehre im Europapokal?

Toni Schumacher (63): Das ist beim besten Willen nicht unser Anspruch und unser Auftrag. Wir sind nach 25 Jahren wieder dabei und deshalb ein klarer Außenseiter.

Wie lautet denn Ihr Tipp für das Spiel gegen den FC Arsenal – und warum?

Ich glaube an unsere Mannschaft und tippe deshalb, dass wir mindestens einen Punkt holen. Auch wenn es sehr schwer wird.

Viele Ihrer Spieler laufen zum ersten Mal im Europapokal auf, Sie selbst haben 67 Europapokal-Spiele alleine für den FC absolviert. Was raten Sie den Debütanten?

Sie sollen das spielen, was sie können. Nicht versuchen, irgendein Überding zu machen, sondern das abrufen, das sie dorthin gebracht hat. Das ist das Wichtigste.

Wie beurteilen Sie die deutschen Spieler beim Gegner: Mertesacker, Mustafi und Özil, der zuletzt mal wieder von allen Seiten scharf kritisiert worden ist?

Bei jedem ist die Situation ein wenig anders. Mertesacker ist ein Routinier, ein Super-Profi, der meines Wissens nach beim FC Arsenal extrem geschätzt wird und in dieser Saison sicher auf seine Spiele kommen wird. Mustafi hat sich noch nicht durchgesetzt, aber hat auf jeden Fall das Potenzial dazu. Und Mesut Özil ist ein Riesenfußballer, von seiner Sorte gibt es nicht so viele. Arsenal hat nicht umsonst so viel Geld für ihn bezahlt. Es ist normal, dass immer diese Spieler kritisiert werden, wenn es mal nicht so läuft. Da muss er durch, aber ich bin sicher, dass er damit klarkommt. In der Nationalelf hat er zuletzt gezeigt, was er kann – der Aufenthalt dort hat ihm gut getan. Hoffentlich nicht zu gut, wenn ich an Donnerstag denke. (lacht)

Wenn Sie wählen müssten: Hätten Sie lieber einen Erfolg beim FC Arsenal in der Europa League oder endlich den ersten Saisonsieg in der Bundesliga?

Grundsätzlich ist für uns völlig klar, dass die Bundesliga unser Kerngeschäft ist. Europa ist ein Bonus, die Belohnung für die tolle Saison. Aber ich bin niemand, der freiwillig auf einen Sieg verzichtet. Deshalb: Beides.

In der Bundesliga brauchen Sie den Sieg nach drei Niederlagen zum Auftakt wohl dringender. Was läuft aus Ihrer Sicht derzeit sportlich schief?

Die Kleinigkeiten, die in der letzten Saison für uns gelaufen sind, laufen momentan gegen uns. Zweite Bälle, die nicht uns, sondern dem Gegner in die Füße fallen. Und wenn wir Fehler machen, werden sie gnadenlos bestraft. Aber Mannschaft, Trainerteam und Verantwortliche können die Situation richtig einschätzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald wieder punkten.

Toni Schumacher spielte von 1972 bis 1987 für den 1. FC Köln und absolvierte insgesamt 422 Bundesliga-Spiele für den Klub. Heute ist er dort Vize-Präsident. Zu seiner aktiven Zeit spielte er noch für Schalke, Bayern München, Borussia Dortmund und Fenerbahçe Istanbul. Zwischen 1979 und 1986 lief er außerdem 76 Mal für die DFB-Elf auf, 1980 wurde er mit ihr Europameister. Nach der Veröffentlichung seines Buchs "Anpfiff" 1987, indem er den Vorwurf erhob, in der Bundesliga werde systematisch gedopt, ist er vom DFB und dem 1. FC Köln suspendiert worden.

Haben Sie Angst, in den Abstiegskampf zu geraten?

In den Abstiegskampf konnten in dieser Liga in den letzten Jahren sogar Dortmund, Gladbach oder Leverkusen geraten. Die Arroganz, zu glauben, uns könne das nie passieren, haben wir nicht. Aber ich weiß, wie diese Mannschaft arbeitet und zusammenhält und dass sie immer, wenn sie in einer kleinen Krise war, die richtige Antwort gegeben hat. Deshalb habe ich riesiges Vertrauen in sie.

An den ersten drei Spieltagen hat der FC erst ein Tor erzielt. Fehlt Ihnen Anthony Modeste schon und hätten Sie mit ihm mehr Punkte geholt?

Mir gefällt diese Debatte nicht, auch wenn sie vielleicht zu erwarten war. Natürlich ersetzt kein Team unserer Kragenweite mal eben so einen Stürmer, der 25 Tore geschossen hat. Aber Tony Modeste stand in der letzten Saison nicht alleine auf dem Platz. Da waren noch zehn andere. Die sind übrigens immer noch da und haben es nicht verdient, dass so getan wird, als seien sie ohne Tony Modeste nicht gut genug.

Im Tor ist der FC zweifellos stark besetzt. Wer sind Ihrer Meinung nach die fünf besten deutschen Torhüter  und wo liegt Ihr Keeper Timo Horn in diesem Ranking?

Er gehört gemeinsam mit Manuel Neuer, der über allen steht, zu den Top 5 für mich. Die anderen sind Ter Stegen, Leno und Trapp. Aber ich könnte auch noch drei, vier andere aufzählen, die ähnlich gut sind. Auf der Position haben wir keine Probleme.

Timo Horn hütet das Tor beim 1. FC Köln. (Quelle: imago/Eibner)Timo Horn hütet das Tor beim 1. FC Köln. (Quelle: Eibner/imago)

Können Sie nachvollziehen, warum Timo Horn noch keine Chance in der Nationalelf bekommen hat?

Er wird sie bekommen, wenn er weiter an sich arbeitet. Die Einsätze in der Europa League bringen ihn weiter.

Hat er perspektivisch das Zeug zum Neuer-Nachfolger?

Das Zeug hat er perspektivisch sicher.

Bleibt die Frage, wann Neuer seinen Posten räumt. Sie haben mit 42 Jahren noch einmal Bundesliga gespielt. Trauen Sie Neuer zu, auch mit 40 noch die unumstrittene Nummer eins zu sein und den Platz bei Bayern und in der DFB-Elf zu blockieren?

Möchte er das denn überhaupt? Man kann das nicht vergleichen, ich durfte damals als Torwarttrainer und dritter Torwart nochmal für zwei Minuten ins Tor. Ein unvergessliches Erlebnis für mich, für das ich bis heute dem BVB noch dankbar bin. Aber Stammtorwart im Nationalteam bei dieser Konkurrenz? Das glaube ich nicht.

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