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Frauen-WM 2015: DFB-Team gewinnt Gruppe B souverän

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Deutlicher Sieg gegen Thailand  

DFB-Frauen ziehen ins WM-Achtelfinale ein

16.06.2015, 17:53 Uhr | t-online.de, dpa

Frauen-WM 2015: DFB-Team gewinnt Gruppe B souverän. Deutschlands Nationalspielerinnen Lena Lotzen, Dzsenifer Marozsan und Melanie Leupolz (v.li.) bejubeln den 1:0-Treffer gegen Thailand.  (Quelle: dpa)

Deutschlands Nationalspielerinnen Lena Lotzen, Dzsenifer Marozsan und Melanie Leupolz (v.li.) bejubeln den 1:0-Treffer gegen Thailand. (Quelle: dpa)

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist bei der WM in Kanada mit dem ersehnten Gruppensieg ins Achtelfinale gestürmt. Im letzten Vorrundenspiel genügte der fast völlig neu formierten DFB-Auswahl in Winnipeg ein 4:0 (1:0)-Sieg gegen Thailand, um in der Gruppe B mit sieben Punkten souverän die Tabellenspitze vor den punktgleichen Norwegerinnen zu verteidigen. Norwegen gewann derweil 3:1 gegen die Elfenbeinküste.

Vor rund 12.000 Zuschauern im Winnipeg-Stadion erzielten die starke Melanie Leupolz (24.), Lena Petermann (56./58.) und Sara Däbritz (73.) die Treffer für die hochüberlegene DFB-Elf, die nur beim Ausnutzen der Torchancen gegen den Weltranglisten-29. aus Asien Schwächen zeigte.

"Pflichtaufgabe erfüllt. Wir haben eine relativ gute zweite Halbzeit gespielt. Wir freuen uns über den Gruppensieg", sagte Bundestrainerin Silvia Neid, die mit der ersten Halbzeit aber nicht zufrieden war: "Da haben wir den Ball nicht schnell laufen lassen. Wir waren viel zu umständlich." Das wurde im zweiten Durchgang auch dank Petermann besser. "Ich wollte mich beweisen. Ich habe zwei Tore gemacht, besser hätte es nicht laufen können", sagte die Doppel-Torschützin.

Veränderungen auf sieben Positionen

Der Weltranglisten-Erste fliegt direkt zurück nach Ottawa, wo das Achtelfinale am kommenden Samstag gegen einen der vier besten Gruppendritten ansteht. Der Vorteil: Sollte das DFB-Team die erste K.o.-Runde überstehen, könnte es das Viertel- und gegebenenfalls auch das Halbfinale im von Ottawa nur 200 Kilometer entfernten Montreal bestreiten.

Neid hatte kräftig rotiert und im Vergleich zum Norwegen-Spiel (1:1) gleich sieben frische Spielerinnen in die Startelf beordert. Auf der Doppel-Sechs begannen die zuletzt angeschlagene Leupolz und Melanie Behringer. Die Abwehr wurde mit beiden Außen Bianca Schmidt und Jennifer Cramer sowie Innenverteidigerin Babett Peter neu bestückt, und neben der in die Offensivzentrale vorgerückten Dzsenifer Marozsan sollten Lena Lotzen und Däbritz auf den Flügel wirbeln.

Leupolz trifft per Kopf

Die DFB-Elf legte wie von Neid zuvor versprochen "frisch, fromm, fröhlich und frei" los, ließ den Thailänderinnen keine Luft zum Atmen. Ein Behringer-Distanzschuss (3.) wurde von der aufmerksamen Torhüterin Waraporn Boonsing entschärft. Nur eine Minute später hätte Peter per Kopf fast das 1:0 erzielt, doch Abwehrspielerin Sunisa Srangthaisong rettete für die schon geschlagene Torfrau auf der Linie.

In der 20. Minute hatte der Ostasien-Meister seine erste und einzige echte Chance im Spiel. Nachdem Krahn den Ball im Mittelfeld verloren hatte, wurde die flinke Stürmerin Kanjana Sung-Ngoen in letzter Sekunde aber von Peter abgeblockt.

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Die Deutschen drängten zwar, waren im Abschluss aber oft zu hektisch oder zu unkonzentriert. Ein Versuch von Sasic (22.) landete wiederum in den Armen von Srangthaisong. Kurz darauf fiel endlich die ersehnte Führung. Nach einer Ecke von Behringer gelang Leupolz ein schöner Kopfball in den Winkel.

Mittag und Petermann sorgen für neuen Schwung

Viele weitere Halbchancen durch Sasic und Co. hatte der zweimalige Weltmeister, doch es fehlte bis zur Pause an der nötigen Kaltschnäuzigkeit und Durchschlagskraft. Bestes Beispiel war Spielmacherin Marozsan, die unglücklich agierte und in der 45. Minute frei vor der Thai-Torfrau zu schwach abschloss.

Marozsan und die ebenfalls etwas müde wirkende Sasic blieben dann zur Halbzeit in der Kabine. Anja Mittag und vor allem Petermann sorgten für neuen Schwung. Mit einem Kopfball-Doppelpack binnen zwei Minuten (56./58.) sorgte die U20-Weltmeisterin vom SC Freiburg für die schnelle Entscheidung.

Da der Tabellen-Zweite Norwegen, der die klar schlechte Tordifferenz hatte, zu diesem Zeitpunkt in Moncton nur 1:0 gegen die Elfenbeinküste führte, gab es längst keine Zweifel mehr am Gruppensieg der deutschen Mannschaft. Am Ende konnte sich auch noch die künftige Bayern-Spielerin Däbritz über ihr zweites WM-Tor freuen.

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