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Beim SV Borbeck spielen Vater und Sohn gemeinsam Fußball

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Vater und Sohn gemeinsam auf dem Fußballplatz  

Familienpower im Abstiegskampf

01.11.2013, 11:54 Uhr | t-online.de

Beim SV Borbeck spielen Vater und Sohn gemeinsam Fußball.  (Quelle: privat)

Vater Bertram (li.) und Sohn Marvin Eisenmenger spielen in der gleichen Fußballmannschaft. (Quelle: privat)

Von Tim Maurer

Wenn der Schiedsrichter vor einem Spiel des SV Borbeck die Passkontrolle durchführt, muss er einen Nachnamen gleich zwei Mal vorlesen. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches, doch bei Bertram und Marvin Eisenmenger handelt es sich nicht etwa um Brüder oder Cousins, sondern um Vater und Sohn. Beide laufen derzeit gemeinsam in Borbecks erster Herrenmannschaft in der Kreisliga B auf.

Der Klub aus dem Essener Stadtteil steckt nach neun Spieltagen mitten im Abstiegskampf. Das liegt vor allem an der dünnen Personaldecke. "Aus meinem ursprünglichen 20er-Kader, stehen mir momentan nur sechs Spieler zur Verfügung“, klagt Trainer Dirk Bollmann, "wir haben aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und Urlaub momentan massive Personalsorgen.“

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"Alte Herren" spielen mit A-Jugendlichen

Doch Bollmann macht aus der Not eine Tugend. Getreu dem Motto "Die Mischung macht's" bedient er sich derzeit im gesamten Verein. A-Jugendliche werden in die Herrenmannschaft gezogen und auch ein paar "ältere Herren" müssen ob der personellen Notlage die Schuhe gegen den Abstieg schnüren. Anders geht es momentan nicht.

Einer der Oldies ist Bertram Eisenmenger, genannt Berti. Der 50-Jährige Torhüter ist seit Jahren fester Bestandteil des Klubs und spielt normalerweise bei den Alten Herren. "Berti hat uns auch letztes Jahr schon mal ausgeholfen, da habe ich natürlich gleich an ihn gedacht", beschreibt Bollmann seine Idee, auf den erfahrenen Torhüter zurückzugreifen.

Vater läuft gemeinsam mit Sohn auf

Für Bertram Eisenmenger natürlich Ehrensache: "Das ist mein Verein, für mich war sofort klar, dass ich da helfe." Und so stand er am Wochenende im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von TuSEM Essen zwischen den Pfosten. Etwas weiter vorne auf dem Platz lief im Sturm jemand auf, mit dem er kurz zuvor noch am Frühstückstisch gesessen hatte: Sohn Marvin.

"Das war für uns beide etwas ganz Besonderes, da habe ich mich schon die ganze Woche drauf gefreut", beschreibt der Vater stolz dieses Erlebnis. "Als mein Sohn dann auch noch das 4:1 geschossen hat, wusste ich gar nicht wohin mit meiner Euphorie."

Marvin Eisenmenger spielt eigentlich noch in der A-Jugend des SV Borbeck. Durch die personelle Not wurde er am Wochenende in die erste Mannschaft hochgezogen und konnte dort gemeinsam mit seinem Vater auflaufen.

Mit Familienpower zum Sieg

Ein Sieg, ein Unentschieden und sechs Niederlagen - das war die Bilanz des SV Borbeck vor dem Wochenende. Doch am Sonntag wurde mit Hilfe der Familie Eisenmenger ein überraschend deutlicher 4:1-Erfolg eingefahren. Ein Garant für diesen Erfolg war natürlich, wie soll es anders sein, der Mann zwischen den Pfosten. "Berti hat am Wochenende weltklasse gehalten", schwärmt sein Trainer.

Durch den Sieg gegen TuSEM konnte die Mannschaft von Bollmann den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze herstellen. "Wir stecken nach wie vor mitten im Abstiegskampf, da gilt es jetzt Punkte zu sammeln und Schritt für Schritt da unten rauszukommen", zeigt der Trainer die Ziele für die nächsten Wochen auf. "Am Sonntag im Abstiegskrimi gegen den Tabellenletzten müssen wir nachlegen." Und Familie Eisenmenger wird für den SV Borbeck wieder alles geben.

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