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Kreisligist FC Germania Gustavsburg verliert trotz sechs Roten Karten nicht

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Sechs Mal Rot für ein Team  

Kreisligist rettet zu fünft einen Zähler

24.11.2014, 12:56 Uhr | Johann Schicklinski, t-online.de

Kreisligist FC Germania Gustavsburg verliert trotz sechs Roten Karten nicht. Der Schiedsrichter griff beim Kreisliga-Match oft zur Roten Karte. (Quelle: imago)

Der Schiedsrichter griff beim Kreisliga-Match oft zur Roten Karte. (Quelle: imago)

Kartenflut in der Kreisliga B Groß-Gerau: In der Begegnung des FC Germania Gustavsburg gegen die SKG Walldorf (2:2) hagelte es Platzverweise, dabei war die Partie gar nicht überhart. "Es gab keine Verletzten, niemand musste auf dem Platz behandelt werden. Klar ging es in den Zweikämpfen intensiv zur Sache, das normale Maß wurde dabei aber nicht überschritten", erzählt FCG-Keeper Sebastian Schützger im Gespräch mit t-online.de.

Sechs Hinausstellungen gingen an Gustavsburg, der Schiedsrichter zückte vier Rote und zwei Gelb-Rote Karte gegen die Gastgeber. Für Walldorf gab es hingegen "nur" eine Herausstellung. Beim Schlusspfiff standen somit nur noch vier FCG-Feldspieler auf dem Platz, die sich mit Händen und Füßen gegen den Punktverlust stemmten. Letztlich vergeblich, denn die SKG konnte in der Nachspielzeit den späten Ausgleichstreffer erzielen.

"Wir waren am Ende geknickt"

Doch auch wenn es nur einen statt drei Punkte gab, ist das Ergebnis durchaus beachtlich. "Natürlich waren wir am Ende geknickt darüber, dass wir nicht gewonnen haben", so Schützger, der dem Remis trotzdem seine positiven Seiten abgewinnt. "Mit jedem Platzverweis haben wir noch ne Schippe draufgelegt, wir haben eine Moral gezeigt wie noch nie", sagt der Keeper. "Nach jeder Roten Karte haben die verbliebenen Spieler sich angefeuert und gesagt: "Jetzt erst recht. Heute gehen wir nicht als Verlierer vom Platz.'"

Bierfreund fliegt vom Platz

Das Spiel ging gut los für Gustavsburg, zur Pause lagen die Hausherren nach Treffern von Tobias Buske (6. Minute) und Christian Koeth (15.) mit 2:0 in Front. Allerdings gingen die Germanen nach einer Roten Karte für Daniel Bierfreund (39.), der wegen einer Tätlichkeit vom Platz flog, bereits in Unterzahl in die Pause. "Eine harte Entscheidung, er hat seinen Gegenspieler leicht gestoßen", meint Schützger zum ersten Platzverweis. "Aber das kann man bei strenger Regelauslegung durchaus vertreten."

Bereits da sei allerdings ersichtlich gewesen, dass der Referee extrem schnell mit den Karten sei. "Von da an hagelte es Verwarnungen", sagt Schützger.

In der 75. Minute gelang den Gästen schließlich der Anschlusstreffer durch Tobias Scholz, im Anschluss wurde es hektisch. Zunächst musste in der 80. Minute der nächste Spieler der Heim-Elf den Platz nach einer Gelb-Roten Karte verlassen, bevor es in der den Schlussminuten drunter und drüber ging. Zunächst schickte der Referee in der 90. Minute noch zwei weitere FCG-Akteure zum vorzeitigen Duschen, dann gelang den Gästen der Ausgleich durch Tobias Scholz (90.+3). Im Anschluss flogen noch zwei Gustavsburger vom Platz, unter anderem wegen einer vermeintlichen Schiedsrichterbeleidigung.

"Die Walldorfer holten den Ball aus unserem Tor, weil sie wohl hofften, das Spiel noch zu gewinnen", erzählt Schützger: "Unser Kapitän hat den Walldorfern applaudiert, ein anderer Spieler hat gesagt: 'Stark, Schiri!' Da hat er beide hinausgestellt." Zum Glück für Gustavsburg pfiff der Unparteiische das Match dann nach dem Anstoß gleich ab, sonst wäre es schwer geworden, mit fünf Spielern gegen zehn Walldorfer das Remis zu halten. Auch bei den Gästen flog ein Akteur in der Nachspielzeit vom Platz.

"Sind keine Kinder von Traurigkeit"

So blieb es am Ende beim turbulenten 2:2, dass in der Tabelle beiden Teams nicht so recht weiterhilft. Walldorf liegt mit 30 Punkten aus 15 Spielen auf Rang vier, während Gustavsburg mit 23 Zählen nach 16 Partien Rang acht belegt. Dennoch wird das Spiel allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben. "So ein Spiel habe ich noch nicht erlebt", sagt Schützger, der freimütig zugibt: "Wir Gustavsburger sind bestimmt keine Kinder von Traurigkeit. Aber die vielen Platzverweise hören sich ja so an, als hätten wir Rugby statt Fußball gespielt. So war es aber ganz bestimmt nicht."

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