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Bastian Schweinsteiger schrieb Brief an Babak Rafati

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"Eine wahnsinnig große menschliche Geste"  

Nach Suizid-Versuch: Schweinsteiger schrieb Brief an Rafati

27.02.2017, 09:28 Uhr | t-online.de

Bastian Schweinsteiger schrieb Brief an Babak Rafati . Babak Rafati erhielt von Bastian Schweinsteiger einen "rührenden Brief". (Quelle: dpa)

Babak Rafati erhielt von Bastian Schweinsteiger einen "rührenden Brief". (Quelle: dpa)

Nur wenige Menschen meldeten sich im November 2011 bei Schiedsrichter Babak Rafati, nachdem dieser einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Darunter ein Bundesliga-Profi: Bastian Schweinsteiger. "Das hat mich sehr berührt", sagt Rafati in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick".

"Herr Rafati, im Leben fällt man oft. Man muss einmal öfter aufstehen. Ich wünsche Ihnen alles Gute", lauteten Schweinsteigers Zeilen. Für den Schiedsrichter "eine wahnsinnig große menschliche Geste". Und: "Da war null Berechnung dabei, er wusste ja, dass ich nach diesem Vorfall nie mehr pfeifen kann."

Keine Anteilnahme beim DFB

Neben dem damaligen Bayern-Spieler hätten sich nur Schiedsrichterkollegen bei dem heute 46-Jährigen gemeldet. Beim DFB herrsche dagegen Funkstille. "Sie lassen immer verlauten, für mich stehe die Türe immer offen. Aber soll ich etwa den Kontakt suchen? Das wäre etwa so, wie wenn die Vergewaltigte sich beim Vergewaltiger melden müsste. Es muss doch umgekehrt sein, wenn jemand Reue zeigen will", sagt Rafati.

Der ehemalige Schiri, der sich am 19. November 2011 vor dem Spiel 1. FC Köln gegen Mainz 05 die Pulsadern aufgeschnitten hatte, hilft heute nach eigenen Angaben drei Bundesliga-Profis als Mental-Trainer. "Depressionen sind immer noch ein großes Tabu im Fußball", weiß er.

Auch bei ihm führten Versagensängste in eine Depression und schließlich zu dem verzweifelten Selbstmordversuch. Die Polizei fand den bewusstlosen Rafati in der Badewanne seines Hotelzimmers, nachdem diese von den Schiri-Assistenten alarmiert worden waren, weil Rafati nicht zur Spielbesprechung erschienen war.

Homosexualität in der Bundesliga

Neben dem Tabuthema Depression spricht Babak Rafati im Interview mit dem "Blick" noch ein weiteres heißes Eisen an: homosexuelle Fußballer. "Ja, ich kenne schwule Fußballer und Schiedsrichter in der Bundesliga, es gibt in jeder Mannschaft drei bis vier Spieler", so Rafati.

Doch outen könne sich ein homosexueller Profi nur, wenn die großen Stars mit dem DFB vorangehen würden. "Wenn sich zwei pro Verein und drei aus der Nationalmannschaft hinstellen würden zusammen auf einer Pressekonferenz, dann käme man mit Wucht." Ein Einzelner könne nicht viel bewirken. "Ich als Schiedsrichter konnte mich mit meiner Krankheit auch nicht outen."

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