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"Fancy Bears": Fifa erlaubte 25 Spielern verbotene Mittel bei WM

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Fußball-WM 2010  

Russische Hacker: Fifa erlaubte 25 Spielern verbotene Substanzen

22.08.2017, 15:14 Uhr | lr, t-online.de

"Fancy Bears": Fifa erlaubte 25 Spielern verbotene Mittel bei WM. Ein Kontrolleur der deutschen Nationalen Anti Doping Agentur (Nada). (Quelle: imago/Sven Simon)

Ein Kontrolleur der deutschen Nationalen Anti Doping Agentur (Nada). (Quelle: Sven Simon/imago)

Die russische Hacker-Gruppe "Fancy Bears" hat mutmaßlich interne Dokumente von Fifa und Anti-Doping-Agentur (Wada) veröffentlicht. Sie sollen belegen, dass 25 Fußballer während der WM 2010 in Südafrika eine Sondergenehmigung für Medikamente hatten, die auf der Doping-Liste stehen. Auch vier deutsche Spieler sollen darauf zu finden sein.

Auf der Liste sollen mit Mario Gomez, Christian Träsch, Hans-Jörg Butt und Dennis Aogo vier deutsche Spieler stehen. Demnach hätten die vier eine Sondergenehmigung für das Asthma-Medikament Salbutamol erhalten. Die Echtheit der Dokumente lässt sich nicht mit Sicherheit bestätigen.

Salbutamol wirkt leistungssteigernd und wurde in der Vergangenheit unter anderem von Radsportlern auch zu Doping-Zwecken verwendet. Für Sportler mit Asthma ist das Mittel allerdings essenziell, um ihrem Sport nachgehen zu können.

Echte Beweise fehlen in den Dokumenten

Mit dem Niederländer Dirk Kuyt, den fünf Argentiniern Gabriel Heinze, Walter Samuel, Diego Milito, Carlos Tevez, Juan Veron sowie den beiden Italienern Vicenzo Iaquinta und Mauro Camoranesi sollen noch weitere Weltklasse-Spieler mit einer Genehmigung für unterschiedliche Medikamente auf der Liste stehen.

Sie alle haben nichts Unrechtes getan, sondern ihre Medikamente ordnungsgemäß angemeldet. Die "Fancy Bears" sehen in der hohen Zahl der Ausnahmegenehmigungen allerdings ein Indiz für die systematische Vertuschung von Doping durch die Fifa. Einen Beweis dafür liefern sie nicht.

Angeblich Hunderte positive Dopingtests

Das zweite und dritte Dokument sollen Statistiken der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) über positive Doping-Tests von Fußballern sein, allerdings anonymisiert. Demnach seien 2015 mehr als 150 Tests positiv ausgefallen, 2016 mehr als 200.

Positive Tests sind allerdings nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einem Doping-Fall, wie es die Hacker behaupten, schließlich braucht es dafür sowohl eine positive A- als auch eine positive B-Probe. Außerdem kann es für positive Tests auch andere Erklärungen als Doping geben – beispielsweise die Einnahme von Medikamenten.

"Fancy Bears" stehen der russischen Regierung nahe

Die "Fancy Bears" stehen der russischen Regierung nahe. In der Vergangenheit veröffentlichten sie unter anderem geheime Dokumente über Leichtathleten, Radsportler und Tennisspieler. Meistens ging es dabei um die Nutzung von Ausnahmegenehmigungen für leistungssteigernde Medikamente. Die Hacker wollen damit nach eigenen Angaben beweisen, dass Doping im Spitzensport eine weit verbreitete Praxis ist. Wirklich konkrete Beweise konnten sie bislang allerdings nicht erbringen.

Die Veröffentlichung erfolgt wenige Wochen nachdem die russische Nationalmannschaft in den Verdacht des systematischen Dopings während der WM 2014 geraten ist. 

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