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Hitlergruß von Giorgos Katidis führt zu Vertragsende bei AEK Athen

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Katidis: "Ich bin kein Rassist oder Faschist"

18.03.2013, 17:36 Uhr | t-online.de, sid

Hitlergruß von Giorgos Katidis führt zu Vertragsende bei AEK Athen. Giorgos Katidis steht nach seinem Nazi-Gruß ohne Klub da. (Quelle: dpa)

Giorgos Katidis steht nach seinem Nazi-Gruß ohne Klub da. (Quelle: dpa)

Nach dem Hitlergruß im Anschluss an ein Meisterschaftsspiel von AEK Athen hat Giorgos Katidis seinen Vertrag beim griechischen Erstligisten nun offenbar aufgelöst. Mehrere lokale Medien zitieren übereinstimmend aus einem Kündigungsschreiben des 20-Jährigen: "Der Nazi-Gruß bedeutet mir nichts, ich bin kein Rassist oder Faschist", betonte der Mittelfeldspieler.

Seine Geste sei unüberlegt und dumm gewesen. Nach eigenen Angaben wollte Katidis sein Tor zum 2:1-Sieg einem Mitspieler auf der Tribüne widmen und die Fans zum Aufstehen animieren. Bereits vor seiner Kündigung war der griechische Nationalspieler vom Verband EPO lebenslang aus allen Auswahlteams ausgeschlossen wurden.

Lienen "schockiert und entsetzt"

Sein deutscher Trainer Ewald Lienen zeigte sich "schockiert und entsetzt" über Katidis' Aktion. "Ich konnte es kaum glauben, solch eine wahnsinnige Dummheit", sagte der deutsche Trainer. Ein Skandal, "unsere Fans flippen völlig aus", berichtete Lienen. Selbst gesehen hatte er die Szene gar nicht. Katidis, ein anscheinend ohnehin recht komplizierter Bursche, war nach dem 2:1-Siegtreffer gegen AE Veria abgedreht und hatte sich der Haupttribüne zugewandt.

"Damit war er aus meinem Blickfeld verschwunden. Ein Betreuer hat mir erst nach dem Abpfiff erzählt, was passiert ist und wie man versucht hat, ihm noch den Arm runter zu reißen." Dann bekam Lienen die Fotos zu Gesicht. "Dumm, naiv, unreif" sei das Verhalten seines Problemprofis gewesen, sagt Lienen. "Das war Wahnsinn."

Lienen: "Jetzt zahlt er bitterlich dafür"

Katidis, sagt Lienen, sei von jeher negativ aufgefallen. Ein Heißsporn, unsicher, verzweifelt, mit einer inneren Wut, aber auch extrem ängstlich. "Er hat schon sehr, sehr viele Fehler gemacht, war respektlos, arrogant, anmaßend. Er lebt in seiner eigenen Welt." Dazu habe auch "eine komplizierte Kindheit" beigetragen. Lienen: "Der wollte ganz sicher keine politische Meinung vertreten, sondern nur auf dumme und naive Weise Stärke und Kraft zeigen. Er hat keine Sekunde dabei nachgedacht. Jetzt zahlt er bitterlich dafür."

Das sei richtig, aber tragisch. "Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel war fast nur dieser Vorfall das Thema. Dass ein Spieler, der bewusst rechtsextreme Tendenzen und Gesten zeigt, bei uns im Fußball nichts verloren hat und schon gar nicht bei AEK Athen, steht absolut außer Frage", sagte Lienen.


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