Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Fußball international >

Der Masseur des FC Liverpool war früher Chartstürmer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Simply Red an der Anfield Road  

Der Masseur des FC Liverpool war früher Chartstürmer

18.12.2013, 22:38 Uhr | kb, t-online.de

Der Masseur des FC Liverpool war früher Chartstürmer. Der FC Liverpool hat 18 englische Meistertitel gewonnen. (Quelle: imago/HochZwei International)

Der FC Liverpool hat 18 englische Meistertitel gewonnen. (Quelle: HochZwei International/imago)

Dass die Hymne "You’ll never walk alone" inzwischen Einzug in einen Großteil der Fußball-Stadien dieser Welt gefunden hat, verdanken wir in erster Linie den Anhängern des FC Liverpool. Die Fans des 18-maligen englischen Meisters singen sie seit den sechziger Jahren mit stolz vor jedem Heimspiel der "Reds". Sylvan Richardson, der Masseur des Klubs von der Anfield Road hingegen, ging seinen ganz eigenen, beeindruckenden Weg - bis er 2010 im Nordwesten Englands landete. Denn in den achtziger Jahren war er Gitarrist der weltberühmten Band Simply Red um Frontsänger Mick Hucknall.

Schwerverletzte nach wüster Prügelei

Unfassbare Szenen bei einem Erstligaspiel.

Schwerverletzte nach wüster Prügelei


1987 stürmten die Musiker mit dem Hit "Holding Back the Years" die Charts. Richardson war mittendrin und trotzdem irgendwie nur dabei. Unwohl fühlte er sich. "Es war wie ein außer Kontrolle geratener Zug. Es ging alles ganz schnell. Vielleicht zu schnell für mich", sagte er in einem Gespräch mit dem Magazin "Elf Freunde".

Richardson sah sich als Musiker. Der Hype, der um die Band entstand, gefiel ihm nicht. Es sei kaum noch um die Musik gegangen. "Verkäufe, PR, Kommerz, ich fühlte mich wie gefangen", erklärt der heutige Masseur, der die Band 1987 nach zwei Jahren wieder verließ, als er dabei war, "innerlich zu sterben". So beschreibt er seine Beweggründe.

Masseur und Medizinstudent

Eine mutige, aber gleichzeitig existenzielle Entscheidung für jemanden, den Geld allein nicht glücklich machen kann. Zugunsten seiner Lebensqualität verzichtete er auf Ruhm und finanzielle Sicherheit, studierte in New York Komposition, spielte in kleinen Klubs, genoss die Atmosphäre und trat auch mit Schlagzeug, Klavier und Cello auf.

Anfang der neunziger Jahre kehrte er zurück in die englische Heimat. Zuerst wurde er Masseur in seinem Squashklub, schloss bald darauf ein Grundstudium der Medizin ab. Die Liebe zur Musik ging dabei nie verloren. Nur Zeit für seine Bühnen-Projekte hatte er immer weniger.

"Medizin wurde einfach wichtiger als die Musik"

Sein Weg führte ihn später bis ins Team der britischen Radfahrer, die er vor allem auf die Olympischen Spiele in London vorbereitete.

"Das war alles nicht so geplant. Ich habe gemacht, was ich gemacht habe. Medizin wurde einfach wichtiger als die Musik."

Anruf vom FC Liverpool

Zum nächsten Glücksfall für Richardson wurde 2009 das Interesse des Premier-League-Klubs aus Liverpool. "Als ich den Anruf bekam, habe ich natürlich sofort zugesagt." Eine neue Herausforderung wartete, deren Anforderungsprofil er bei seinem Amtsantritt im Sommer 2010 wie folgt beschrieb: "Es ist eine Ehre für mich, in Liverpoll zu arbeiten. Meine Aufgabe besteht darin, die Spieler vorzubereiten und bei der Regeneration zu unterstützen."

Das Leben von Fußball-Stars wie Steven Gerrard oder Luis Suarez, die er nun betreut, sei ein Stück weit vergleichbar mit denen eines Popstars. „Die Welt dreht sich nur um sie, alles wird arrangiert, vom Essen bis zur Unterkunft. Ich glaube, dass das einen Menschen verändert. Ob er will oder nicht.“

"Ich bin glücklicher als je zuvor"

Dass Fußball und Musik so eng verbunden sind wie Tor und Jubel, weiß man nicht erst seit dem deutschen Sommermärchen 2006. Die Wege von Richardson und Liverpool jedoch kreuzten sich eher zufällig. So wie das Leben des ehemaligen Simply-Red-Gitarristen aus Zufällen bestand. Hinzu kamen konsequente Entscheidungen, die ihn auf den für ihn richtigen Weg führten, ohne einen strikten Plan zu verfolgen.

"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist", hat Ford-Gründer Henry Ford vor langer Zeit einmal gesagt. Sylvan Richardson tat in seinem Leben nie lange das, was er schon konnte, und sagt heute: "Ich bin glücklicher als jemals zuvor." Zuletzt hat er mit seiner Frau eine Klinik für ganzheitliche Medizin eröffnet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal