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16-jähriger Schiedsrichter in Spanien krankenhausreif geschlagen

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Vater attackiert 16-Jährigen  

Junger Schiedsrichter in Spanien krankenhausreif geschlagen

17.03.2014, 12:33 Uhr | t-online.de, dpa

16-jähriger Schiedsrichter in Spanien krankenhausreif geschlagen . In Spanien ist ein jugendlicher Schiedsrichter von einem Spielervater angegriffen worden.  (Quelle: imago/Claus Bergmann )

In Spanien ist ein jugendlicher Schiedsrichter von einem Spielervater angegriffen worden. (Quelle: Claus Bergmann /imago)

Bei einem Amateurfußball-Spiel zwischen zwei Schülermannschaften in Nordspanien ist ein 16-jähriger Schiedsrichter vom Vater und dem Onkel eines Spielers krankenhausreif geschlagen worden. Der Spielervater versetzte dem Unparteiischen nach Medienberichten in León mehrere Faustschläge ins Gesicht und in den Magen, während der Onkel das Opfer von hinten festhielt. Der aus Algerien stammende Schiedsrichter wurde mit einem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Grund für das Vergehen ist noch völlig unklar. Das Opfer erlitt bei dem Angriff Hämatome im Gesicht. Nach näheren Untersuchungen - unter anderem wurde auch eine Computertomographie durchgeführt - diagnostizierten die behandelnden Ärzte laut Angaben der spanischen Zeitung "El Pais" aber keine weiteren Verletzungen.

Opfer erstattet Anzeige

Die Partie zwischen CD Bosco und San Andres trugen Schüler im Alter von sechs und sieben Jahren aus. Die Kinder erlitten einen Schock. "Die Aggressionen eines Einzelnen dürfen nicht das Ansehen des spanischen Amateurfußballs beschmutzen und können nicht die Werte und Normen des Vereins vertreten", ließ derweil ein Sprecher von CD Bosco verlauten. Der Schiedsrichter erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.

"Er hat die Welt nicht mehr verstanden"

José Antonio Martínez Alas, Sprecher der Schiedsrichtervereinigung, zeigte sich geschockt: "Neben den physischen Verletzungen hat unser Referee vor allem psychische Leiden davongetragen. Er wusste noch nicht einmal genau, warum er überhaupt angegriffen wurde. Er hat am ganzen Körper gezittert und die Welt nicht mehr verstanden."

Nicht der erste Fall

Der Zwischenfall bedeutete einen traurigen Höhepunkt einer Welle von Gewalt gegen Schiedsrichter in der Gegend von León. Zwei Wochen zuvor hatte bei drei Amateurspielen die Polizei eingreifen müssen, um Unparteiische vor Übergriffen zu schützen. Die Schiedsrichtervereinigung der Provinz beschloss, aus Protest gegen die Gewalt für die Spiele am kommenden Wochenende keine Unparteiischen zu nominieren.

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