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Antisemitismus: FA ermittelt gegen Wigan-Besitzer Dave Whelan

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Nach antisemitischen Äußerungen  

Englische FA ermittelt gegen Wigan-Besitzer

21.11.2014, 16:29 Uhr | sid, t-online.de

Antisemitismus: FA ermittelt gegen Wigan-Besitzer Dave Whelan. Klub-Besitzer Dave Whelan sorgt mit seinen Aussagen für Wirbel. (Quelle: imago/BPI)

Klub-Besitzer Dave Whelan sorgt mit seinen Aussagen für Wirbel. (Quelle: imago/BPI)

Der Besitzer des englischen Zweitligisten Wigan Athletic hat mit antisemitischen Äußerungen in einem Zeitungsinterview landesweit Empörung ausgelöst und muss nun mit Konsequenzen rechnen. Dave Whelan wollte seinen neuen Teammanager Malky Mackay verteidigen, der selbst wegen angeblich homophober Ansichten im Zwielicht steht - dabei verhedderte sich der 77-Jährige in mehr als nur unglücklichen Aussagen.

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Gegen Mackay läuft ein Verfahren der FA, weil Textnachrichten von ihm öffentlich wurden, in denen er sich abfällig über mögliche Neuzugänge anderer Hautfarbe äußerte und den malaysischen Klubbesitzer des FC Cardiff als "Chink", also "Schlitzauge" bezeichnete. Zudem enthielten die Nachrichten weitere rassistische, sexistische und homophobe Beleidigungen.

Whelan versuchte die Sache in einem Interview herunterzuspielen und machte damit allerdings alles noch schlimmer. "Gieren Juden stärker nach Geld als andere Menschen? Ich denke, sie sind sehr gerissen", sagte Whelan dem "Guardian": "Die Juden mögen es nicht, Geld zu verlieren. Niemand mag das."

Whelan bittet um Entschuldigung - FA ermittelt

Er leistete sich zudem eine Entgleisung gegenüber Chinesen, indem er die, von Mackay benutzte, abwertende Bezeichnung "Chinks" gängig und neutral nannte. Dies sei vergleichbar damit, "zu den Bewohnern Großbritanniens Briten zu sagen".

Whelan bat mittlerweile um Entschuldigung für seine Äußerungen und beteuerte, er sei falsch zitiert worden. Er erklärte, dass er niemals Juden oder Chinesen beleidigen wollte.

Die Vertretung der Juden in Großbritannien bezeichnete die Aussagen als "abscheulich" und die Entschuldigung "halbherzig", sie rief die FA zum Handeln auf. Der Verband reagierte und ermittelt.

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