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Mustafi: verrät: Das war mein krassester Gegenspieler in England

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Exklusiv-Interview  

Mustafi verrät: Das war mein krassester Gegenspieler in England

09.06.2017, 08:17 Uhr | Florian Wichert, t-online.de

Mustafi: verrät: Das war mein krassester Gegenspieler in England. Shkodran Mustafi im Arsenal-Trikot, hier im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern. (Quelle: imago/MIS)

Shkodran Mustafi im Arsenal-Trikot, hier im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern. (Quelle: MIS/imago)

Unser 40-Millionen-Mann Shkodran Mustafi von Arsenal London soll einer der Anführer der Nationalmannschaft beim Confed Cup in Russland sein. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino in Nürnberg (Samstag, ab 20.30 Uhr im Liveticker bei t-online.de) spricht Mustafi im exklusiven Interview bei t-online.de über seine Rolle im DFB-Team, seine erste Saison in der Premier League und er verrät, wer sein härtester Gegenspieler war.

t-online.de: Herr Mustafi, in Abwesenheit von Manuel Neuer galten Sie als Kandidat für das Kapitänsamt beim DFB für den Confed-Cup. Das ist nun Julian Draxler. Enttäuscht?

Shkodran Mustafi (25): Nein. Diese Entscheidung muss das Trainerteam treffen, darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich denke, es gab mehrere Kandidaten, die dafür in Frage kommen.

Wäre das Amt im Prinzip etwas für Sie?

Prinzipiell traue ich mir das schon zu, da ich ein Spieler bin, der auf dem Platz viel kommuniziert. Als Innenverteidiger habe ich das Spielfeld vor mir gut im Blick und sehe vielleicht mehr als andere Spieler. Nur im direkten Umgang mit dem Schiedsrichter muss ich manchmal vielleicht noch ruhiger werden (lacht).

Werden Sie eher bei Arsenal oder in der Nationalmannschaft Kapitän?

Sowohl bei Arsenal als auch in der Nationalmannschaft ist die Kapitänsbinde derzeit in guten Händen. Aber man weiß nie, sollte mir das Amt angeboten werden, würde ich das wohl nicht ablehnen.

In welcher Rolle sehen Sie sich beim Confed Cup?

Im Kader bin ich trotz meiner 25 Jahre sicher einer der routinierten Spieler, deswegen wird es wichtig sein, den Jungs, die neu dabei sind, zu helfen und sie heranzuführen. Ich gebe bei jeder Zusammenkunft alles und möchte möglichst viel für mich mitnehmen. Ich bin jetzt auch schon länger dabei und natürlich auch bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Ist das Turnier lästig oder freuen Sie sich drauf?

Die Vorfreude überwiegt auf jeden Fall. Es ist nicht das gleiche wie eine Welt- oder Europameisterschaft, aber für uns ist es eine gute Gelegenheit vielleicht die ein oder andere neue Variante auszuprobieren. Außerdem können wir bereits in den WM-Stadien spielen, das ist sicher auch kein Nachteil.

Glauben Sie, den Confed Cup gewinnen zu können?

Das Turnier ist stark besetzt, aber wir fahren schon dorthin, um zu gewinnen. Der Confed-Cup-Titel fehlt Deutschland ja auch noch. Nächstes Jahr steht mit der WM dort das nächste große Highlight an, deshalb ist es wichtig, dass wir nach dem Turnier die richtigen Schlüsse ziehen im Hinblick auf die WM.

Wer sind die stärksten Konkurrenten?

Portugal natürlich, als amtierender Europameister und Chile mit meinem Teamkollegen Alexis Sanchez schätze ich sehr stark ein. Aber auch Russland darf man nicht außer Acht lassen, Gastgeber sind immer gefährlich.

Bei Arsenal London haben Sie die letzten beiden Saisonspiele verletzungsbedingt verpasst. Wie haben Sie den FA-Cup-Triumph von außen erlebt?

Ich habe gegen Sunderland eine Gehirnerschütterung erlitten und konnte deswegen gegen meinen Ex-Klub Everton und im Pokalfinale gegen Chelsea nicht am Platz stehen. Das war natürlich schade. Leider war die Gehirnerschütterung noch nicht ganz weg, teilweise waren ein paar Situation eher wie ein Traum. Ich habe erst später verstanden, dass es Realität war.

Mesut Özil, Granit Xhaka und Shkodran Mustafi feiern den Sieg im FA-Cup. (Quelle: imago/PA Images)Mesut Özil, Granit Xhaka und Shkodran Mustafi feiern den Sieg im FA-Cup. (Quelle: PA Images/imago)

Welche Schulnote würden Sie Ihrer ersten Saison bei Arsenal geben und warum?

Der Start war sehr gut und ich habe sofort in die Mannschaft gefunden, das ist nicht selbstverständlich, gerade wenn man in eine neue Liga wechselt. Zwischendurch hatten wir leider eine schlechte Phase, in der wir wichtige Punkte liegen gelassen haben und ich habe dann aufgrund von Verletzungen auch ein paar Spiele verpasst. Unterm Strich ziehe ich ein positives Resümee, aber es ist sicherlich noch Potential nach oben.

Was hat Sie in der Premier League bisher am meisten beeindruckt? 

Das Tempo und die Intensität. Man muss auch gegen die vermeintlich schwächeren Teams immer konzentriert bleiben, alle spielen auf sehr hohem Niveau und mit sehr, sehr viel Power

Was hat Sie am Wechsel in die Premier League am meisten weitergebracht? 

Sicher die vielen Spiele auf sehr hohem Niveau. Du spielst jede Woche gegen einen Topstürmer, fast jede Mannschaft ist in der Spitze sehr stark besetzt. Du musst in jedem Spiel mit 100% bei der Sache sein. Dazu kamen noch die Spiele in der Champions League.

Lasten mehr als 40 Millionen Euro Ablöse auf einem?

Das bekommt man natürlich mit, aber es beschäftigt mich ehrlich gesagt nicht. Es ist nicht mein Job, mich damit auseinanderzusetzen.

Wann standen Sie in Ihrer Karriere bisher am meisten unter Druck?

Am meisten unter Druck stand ich bei meinem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien und natürlich immer beim ersten Spiel, wenn ich zu einem neuen Verein gewechselt bin. Weil man ja gleich einen guten Eindruck hinterlassen will!

Sie haben in Spanien, England, Italien gespielt – welche Liga ist die beste?

Die Premier League ist auf jeden Fall die ausgeglichenste. In Italien wird sehr viel Wert auf Taktik gelegt und in Spanien steht die Technik im Vordergrund, du spielst gegen Messi und Ronaldo – aus diesen Duellen nimmst du extrem viel mit. Ich bin in jeder Liga gereift.

Würden Sie gerne Bundesliga spielen?

Warum nicht? Ich würde jetzt aber keine Liga komplett ausschließen. Im Fußball ist vieles möglich.

Gab es mal Interesse von einem Bundesligisten in den vergangenen Jahren?

Bevor ich als Jugendlicher zum HSV gewechselt bin, gab es Interesse von mehreren deutschen Klubs. Ich habe bei Bayern, Frankfurt, Bremen und Hamburg vorgespielt. Das Gesamtpaket hat damals beim HSV am besten gepasst, darum war für mich klar, dass ich dahin wechseln werde.

Können Sie mit Arsenal in den nächsten Jahren Meister werden?

Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren wieder weiter oben mitspielen werden. Da halte ich auch den Meistertitel nicht für ausgeschlossen. Wir haben ja auch in dieser Saison gesehen, dass wir gegen jeden mithalten können und einen guten Fußball spielen. Wir müssen aber definitiv konstanter werden.

Wie kann man das alles verarbeiten, was Sie in den letzten Jahren erlebt haben?

Ach, so schwer ist das gar nicht. Es ist wichtig, dass man immer auf dem Boden bleibt. Mein engster Kreis und meine Familie helfen mir da sehr. Am Ende des Tages sind wir ganz normale Menschen, die sich nach dem Training auch Gedanken um völlig alltägliche Dinge machen. Ich musste zum Beispiel nach dem Wechsel nach London die neue Wohnung hier erstmal einrichten. Das bleibt auch einem Fußballer nicht erspart (lacht)

Würden Sie Jugendspielern empfehlen, ins Ausland zu gehen?

Für mich war der Schritt, nach England zu gehen, damals genau der richtige. Bei Everton hat es nicht gleich mit einem Platz im Profikader geklappt, ich wollte etwas ändern und sah Sampdoria als nächsten richtigen Schritt. Seitdem ist es bei mir immer weiter nach oben gegangen. Jeder Wechsel sollte auch ein Fortschritt sein.

Sie spielen jede Woche gegen Top-Stars  Wer war der krasseste Gegenspieler in England?

Diego Costa ist auf jeden Fall ein unangenehmer Gegenspieler, der kämpft mit allen Mitteln. Aber gegen solche Typen macht es besonders Spaß.

Weltmeister: Shkodran Mustafi mit dem Pokal in Brasilien. (Quelle: imago/Sven Simon)Weltmeister: Shkodran Mustafi mit dem Pokal in Brasilien. (Quelle: Sven Simon/imago)

Wer ist der beste Spieler der Premier League?

Mit Alexis und Mesut haben wir auf jeden Fall zwei der besten in der Mannschaft, sie können Spiele entscheiden und das macht große Spieler aus.

Bei beiden ist die Zukunft noch nicht geklärt, Sanchez steht bei Bayern oben auf der Liste. Den Vertrag mit Arsene Wenger hat Arsenal dagegen um zwei Jahre verlängert, nachdem es ewige Diskussionen gab. Die richtige Entscheidung?

Sagen Sie mir einen Trainer der über 20 Jahre im Amt ist. Und das auf dem Niveau. Das sagt meiner Meinung nach alles. Arsene Wenger ist bei Arsenal mehr als ein Trainer, kennt den Verein wie kein anderer und wird von allen Mitarbeitern sehr geschätzt, soweit man das mitbekommt. Er spricht viel mit der Mannschaft und hat auch für Kritik ein offenes Ohr.

Wie steht die Mannschaft zu ihm?

Absolut positiv. Wir haben bis zuletzt an einem Strang gezogen. Arsene Wenger hat viel für Arsenal geleistet und ich denke, dass wir zusammen auch in der Zukunft dazu in der Lage sind.

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