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Deshalb passt Coutinho so gut zum FC Barcelona

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Philippe Coutinho  

So gut ist Barças Rekordtransfer wirklich

10.01.2018, 08:52 Uhr | Von t-online.de-Kolumnistin Valeria Meta

Deshalb passt Coutinho so gut zum FC Barcelona. Gut gelaunt: Philippe Coutinho bei seiner Vorstellung in Barcelona. Er wechselte vom FC Liverpool zu den Katalanen. (Quelle: dpa/Joan Valls/Urbanandsport/Gtreson/gtres)

Gut gelaunt: Philippe Coutinho bei seiner Vorstellung in Barcelona. Er wechselte vom FC Liverpool zu den Katalanen. (Quelle: Joan Valls/Urbanandsport/Gtreson/gtres/dpa)

Mit einer Ablösesumme von bis zu 160 Millionen Euro ist Philippe Coutinho der teuerste Spieler in der Geschichte des FC Barcelona. Doch dafür bringt er seltene Qualitäten mit.

Fünf Monate später und etwas teurer als gehofft – aber Philippe Coutinho ist endlich in Barcelona angekommen. Der 32-fache brasilianische Nationalspieler, den die Katalanen vom FC Liverpool verpflichtet haben, ist der teuerste Akteur, der jemals von einem spanischen Klub verpflichtet wurde.

„Er hat das Barça-Profil“, sagt die Klub-Legende Andrés Iniesta. Was der Welt- und Europameister damit meint: Coutinhos Mischung aus Klasse, Kreativität und Körperbau (1,71 m) entspricht perfekt der „Klein aber fein“-Philosophie, die Johan Cruyff Anfang der 1990er-Jahre einführte und später erst Pep Guardiola, dann Luis Enrique zum Erfolg führten.

Coutinho wollte schon im Sommer zu Barça

„Es ist ein Traum, hier zu sein“ – das war Coutinhos erste Aussage nach der Ankunft in Barcelona. Den Wechsel in die katalanische Metropole hatte sich der Spielgestalter eigentlich schon im Sommer gewünscht, aber damals stimmte Liverpool nicht zu.

Das hätte in Barcelona fast eine Krise verursacht: Sportdirektor Albert Soler und Fußballdirektor Robert Fernández wurde nämlich von den Medien und Teilen der Fans vorgeworfen – trotz der Verpflichtung des Dortmunders Ousmane Dembélé – keinen echten Ersatz für den zu Paris Saint-Germain abgewanderten Superstar Neymar verpflichtet zu haben.

Noch enttäuschter als die Barça-Anhänger war Coutinho selbst: Wie die englische Zeitung „The Independent“ berichtet, hatte er schon im August in der Kabine angekündigt, Liverpool verlassen zu wollen. Fünf Monate später scheinen alle glücklich zu sein: Der FC Barcelona hat Trainer Ernesto Valverde einen neuen Star geschenkt, Coutinho kann endlich das Trikot seines Vorbilds Ronaldinho überstreifen und der FC Liverpool, der den Brasilianer 2013 für „nur“ 15 Millionen Euro gekauft hatte, hat richtig Geld verdient.

Coutinho – ein Mann für wichtige Spiele

In Liverpool wurde Coutinho jedoch auch kritisch gesehen. Ex-Mitspieler Jamie Carragher bezeichnete den trickreichen Brasilianer einst sinngemäß als einen verschwenderischen Zehner – was sich auf dessen vermeintliche Fähigkeit bezog, eher zu zaubern, statt Fakten zu schaffen.

Die Zahlen widerlegen diese Behauptung jedoch: Coutinho verabschiedete sich von Liverpool mit 200 Spielen, 54 Toren und 40 Vorlagen. Er kann sowohl das Spiel gestalten als auch treffen. Und nicht nur das: 16 seiner 54 Tore erzielte er gegen die Topteams Arsenal, Chelsea, Everton, Manchester City und Manchester United.

Der Brasilianer ist ein Spezialist für große Spiele, wie auch das Europa-League-Viertelfinalrückspiel 2016 gegen Borussia Dortmund zeigte, wo ihm bei Liverpools furiosem 4:3-Last-Minute-Erfolg ein Tor und eine Vorlage gelangen. Außerdem hat er in der Premier League in den vergangenen Jahren die meisten Tore von außerhalb des Strafraums erzielt (19) und besitzt die seltene Gabe, Spektakel mit Effizienz zu verbinden.

Der Prototyp des neuen Zehners

Wie Mesut Özil, David Silva und Juan Mata passt Coutinho eher weniger zu einer typisch englischen 4-4-2-Formation. Die erste Generation „importierter“ Zehner wie Eric Cantona, Dennis Bergkamp und Gianfranco Zola konnte noch im Schatten des Mittelstürmers agieren. Etwas anders sieht es bei ihren Nachfolgern aus, die seit der Jugend mit wandelbaren Systemen aufgewachsen sind. Für das englische Publikum haben sie die Idee der „Nummer 10“ verändert.

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Coutinho ist ein Paradebeispiel dafür. Er agierte in Liverpool stets sehr flexibel: In der vergangenen Saison startete er oft auf der linken Seite einer offensiven Dreierreihe, agierte später allerdings eher als linker Scheitelpunkt einer Mittelfeld-Raute. Als der 1,71-Meter-Mann 2013 in Liverpool ankam, ließ ihn Trainer Brendan Rodgers im 3-4-2-1 hinter dem Mittelstürmer spielen. Dann, nach dem Abschied von Luis Suárez, wurde er zum Kopf der „Fab Four“ und dirigierte das Zusammenspiel der LFC-Offensivreihe mit Sadio Mané, Roberto Firmino und Mohamed Salah.

Besonderer Spitzname in Brasilien

Den europäischen Fußball entdeckte Coutinho bereits 2010, als er mit erst 18 Jahren aus seiner Heimat von Vasco da Gama zu Inter Mailand wechselte. In Rio de Janeiro war er schon als Kind wegen seiner unglaublichen Tricks als „Der kleine Zauberer“ bekannt.

Doch Inter hatte sich gerade von Trainerstar José Mourinho getrennt und unter dessen Nachfolgern Rafa Benítez und Claudio Ranieri kam Coutinho nur selten zum Einsatz. Die Konsequenz: Das Wunderkind wurde für eine Halbserie zum spanischen Mittelklasseklub Espanyol Barcelona ausgeliehen und zeigte dort gute Leistungen.

Doch erst nach einem weiteren verschenkten halben Jahr bei Inter kam dann der Wechsel nach Liverpool, wo Coutinho den großen Durchbruch schaffte und sich für den FC Barcelona empfahl. Dort hoffen sie nun – nach Romario, Rivaldo, Ronaldinho und Neymar – auf den nächsten großen brasilianischen Ballzauberer. Und Coutinho bringt dazu weit mehr als nur einen entsprechenden Spitznamen mit.

Quellen:
- eigene Recherche
- Bericht von "The Independent" (englisch)

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