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Handball-WM 2015: DHB-Team gegen Katar raus - Waren Schiris schuld?

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Aus gegen Katar - Schiris schuld?  

DHB-Torwart: "Wir konnten das Spiel nicht gewinnen"

28.01.2015, 20:52 Uhr | sid

Handball-WM 2015: DHB-Team gegen Katar raus - Waren Schiris schuld?. DHB-Keeper Silvio Heinevetter hadert mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. (Quelle: dpa)

DHB-Keeper Silvio Heinevetter hadert mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. (Quelle: dpa)

Tränen und Wut beim DHB-Team: Nach der 24:26 (14:18)-Niederlage gegen Gastgeber Katar und dem Aus im Viertelfinale der Handball-WM 2015 mischte sich bei der deutschen Nationalmannschaft Enttäuschung über die eigene Leistung mit Wut über die mazedonischen Schiedsrichter. Kapitän Uwe Gensheimer starrte fassungslos ins Leere, Youngster Paul Drux weinte hemmungslos, und Torhüter Silvio Heinevetter witterte ebenso wie Verbandspräsident Bernhard Bauer eine Verschwörung.

"Heute konnten wir das Spiel nicht gewinnen. Wir sind immer noch Gäste hier im Land. Da muss ich aufpassen, was ich sage. Aber jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß, was ich meine", sagte der emotionale Heinevetter bei Sky, der sich um den größten Erfolg der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) seit dem WM-Triumph vor acht Jahren im eigenen Land betrogen fühlte.

Sein Spielführer gab sich dagegen äußerst selbstkritisch. "Wir haben unser schlechtestes Spiel bei dieser WM abgeliefert. Das ist bitter", sagte Gensheimer, der auch mit seinen fünf Treffern die erste Turnierniederlage im siebten Spiel nicht verhinderte. "Das kann man nicht in Worte fassen. Wir hatten eine riesige Möglichkeit, etwas ganz Großes zu erreichen."

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Sigurdsson räumt Teilschuld ein

Auch Trainer Dagur Sigurdsson blieb gewohnt gelassen und räumte eine Teilschuld an der nicht erwarteten Pleite ein. "Ich hätte früher auf eine 6:0-Abwehr umstellen müssen", sagte der Isländer. Auf die Frage nach der Schiedsrichterleistung antwortete er zurückhaltend: "Es war wie ein schweres Auswärtsspiel und sicherlich auch nicht einfach zu pfeifen. Ich glaube, wir gucken erstmal auf uns."

Für Coach und Mannschaft geht es nun darum, sich in den anstehenden Platzierungsspielen einen Platz bei einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu sichern. Erster Gegner am Freitag ist der zweimalige Olympiasieger Kroatien. "Darauf sind wir eingestellt", sagte Sigurdsson.

DHB-Präsident: "Jeder hat gesehen, was abgelaufen ist"

Um zumindest Platz sieben zu erreichen, bedarf es in Abwehr und Angriff einer Leistungssteigerung. Die deutsche Deckung bekam im ersten Durchgang Kreisläufer Borja Vidal nie in den Griff, in der zweiten Halbzeit machte Rafael Capote aus dem Rückraum die entscheidenden Treffer für die zusammengekaufte Weltauswahl Katars.

DHB-Präsident Bauer zeigte Mitleid mit der Mannschaft und kritisierte ebenfalls die Unparteiischen. "Wir haben uns von der Kulisse beeindrucken lassen. Die Jungs sind am Boden zerstört. Ich verliere normal nie ein Wort über die Schiedsrichterleistung. Aber jeder, der etwas vom Handball versteht, hat gesehen, was hier heute abgelaufen ist", sagte Bauer nach der umkämpften, aber keineswegs hochklassigen Partie vor 14.500 Zuschauern.

Beste Chancen nicht genutzt

Schon ÖHB-Coach Patrekur Johannesson hatte nach Österreichs Achtelfinal-Aus eine Bevorteilung der Gastgeber ausmachen wollen. "Ich kann das nicht kommentieren. Ich glaube, Katar wird Weltmeister", sagte Johannesson vielsagend. Auch in Deutschlands Duell mit Katar fielen einige fragwürdige Entscheidungen der mazedonischen Schiedsrichter Gjorgji Nachevski und Slave Nikolov fragwürdig zu Ungunsten des DHB-Teams aus.

Gleichzeitig war das deutsche Angriffsspiel über 60 Minuten nicht so kaltschnäuzig und effektiv wie gewohnt. "Wir waren zu hektisch und haben uns von der Atmosphäre anstecken lassen", räumte Torjäger Steffen Weinhold ein. In der Schlussphase scheiterte Patrick Groetzki in zwei Szenen frei vor Torhüter Danijel Saric, Gensheimer vergab zuvor zwei Siebenmeter. "Es war sicherlich etwas mehr drin", resümierte Sigurdsson dann auch folgerichtig und beschrieb die vorherrschende Stimmung: "Die Enttäuschung ist einfach groß jetzt."

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