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Sebastian Vettel: Überlegen, aber alles andere als unschlagbar

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China-GP: Ein Weckruf für den Weltmeister

18.04.2011, 08:59 Uhr

Sebastian Vettel: Überlegen, aber alles andere als unschlagbar. Sebastian Vettel: Überlegen, aber nicht unschlagbar (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel: Überlegen, aber nicht unschlagbar (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Aus Shanghai berichtet Elmar Brümmer

Aufgewacht! Seit Lewis Hamilton beim Großen Preis von China Sebastian Vettel den perfekten Hattrick von drei Siegen zerstört hat, geht ein kollektiver Weckruf durch die Formel 1. Red Bull ist, so wie es Vettel in böser Vorahnung immer voraus gesagt hat, nicht unschlagbar. An der generellen Überlegenheit des Heppenheimers ändert der zweite Platz von Schanghai natürlich nichts.

Red Bull kann sich, wie am Sonntag zu beobachten war, allerdings selbst schlagen. Und schon werden weitere Befürchtungen wach: War die Niederlage gegen McLaren ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten, in denen sich die Truppe durch ein Gemisch aus persönlichen, technischen und taktischen Fehlern um den Erfolg gebracht hat?

"Nicht der ganz große Raum für Verbesserungen"

Die Kirche im Dorf zu lassen und die Füße auf den Boden, das sind Lieblingsworte des jüngsten Weltmeisters in der Geschichte der Formel 1. Sie fallen auch in China, nachdem er fünf Runden vor Schluss die Gegenwehr gegen Hamilton aufgeben musste, um lieber sicher den zweiten Platz ins Ziel zu bringen. "Drei Rennen, in denen ich Erster, Erster und Zweiter war - also Leute, ich sehe da nicht den ganz großen Raum für Verbesserungen", konterte der Heppenheimer die Kritiker.

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Aber natürlich war ein Teil seines Lächelns nur gespielt, nachdem er diesmal den Vettel-Finger nicht aus dem RB7 ausfahren konnte. Aber die 21 WM-Punkte Vorsprung auf Hamilton sind immer noch ein sicheres Polster

Probleme mit KERS, Platten am Fahrzeug

Dem schleichenden Start folgte die Taktikänderung von drei auf zwei Stopps, die am Ende Hamilton mit den besseren Reifen so überlegen machte. Zur Rennmitte fiel einmal mehr der Zusatzschub von KERS aus, das Auto geriet aus der Balance und beim Bremsen fuhr sich Vettel deshalb einen Platten ein, musste fünf Runden früher als geplant an die Box. Der Bordfunk ging auch nicht mehr richtig.

Was für ein Sinnbild: Der Titelverteidiger als einsamer Wolf. So summierten sich die Unzuverlässigkeiten. Was alles drin gewesen wäre mit dem RB7 führte der Teamkollege Mark Webber vor, der von Startrang 18 auf Rang drei vorpreschte. "Wir haben uns zu sehr auf die zwei Stopps versteift, aber mit einem anderen Start hätten wir auch ein anderes Rennen gesehen", sagt Sebastian Vettel selbstkritisch.

Rennstall und Paradefahrer sind gereift

Die Erklärungen und Deutungen bei Red Bull widersprechen sich ein wenig, auch das kennt man von früher. Noch fünf Stunden nach dem Rennen debattierten die Verantwortlichen über das, was schief gelaufen war. Aber Achtung: Der Rennstall und sein Paradefahrer sind gereift, und sie werden jetzt nicht in Panik verfallen. Die schnellste Rennrunde von Webber war immerhin 1,4 Sekunden besser als die beste von Sieger Hamilton.

Bis zum nächsten Rennen in der Türkei sind es nun drei Wochen. Zeit, das bislang so unberechenbare Schubsystem in den Griff zu bekommen. Die Wackelkontakte sind dem so radikalen wie genialen Fahrzeugbauer Adrian Newey geschuldet, der ein besonders schmales Heck gebaut hat und deshalb die Batterien anders anordnen muss. Als Folge dessen gibt es einen Hitzestau, die Elektronik schaltet sicherheitshalber ab.

"Wir haben noch viel zu lernen"

Nicht nur, was den technischen Wettlauf angeht, deutet das komplizierte Taktik- und Reifenwechselspiel von China auf eine enorm spannende Saison hin. "Wir haben noch viel zu lernen", bilanziert Sebastian Vettel. Red Bull kann nicht mehr so mir nichts, dir nichts mit den Gegnern spielen. Es ist ein offener Schlagabtausch geworden, auch Mercedes und Ferrari bewegen sich mit aller Gewalt in die mobile Champions League zurück.

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