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Vettel: Das kleine Einmaleins des Formel-1-Weltmeisters in spe

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Das kleine Einmaleins des Weltmeisters in spe

26.09.2011, 06:52 Uhr | t-online.de

Vettel: Das kleine Einmaleins des Formel-1-Weltmeisters in spe. Weltmeisterlich: Ein gelöster Sebastian Vettel nach dem Rennen in Singapur. (Quelle: dpa)

Weltmeisterlich: Ein gelöster Sebastian Vettel nach dem Rennen in Singapur. (Quelle: dpa)

Von Elmar Brümmer

Sebastian Vettel kann in 20 Sprachen fluchen. Momentan würde es aber schon reichen, wenn er ähnlich oft auch das Wörtchen "Eins" beherrschen würde. Ein Pünktchen noch aus fünf Rennen, mit Jenson Button nur ein einziger Gegner, der ihm - theoretisch - die Feier als jüngster Titelverteidiger der Geschichte noch vermiesen könnte. Nach dem Triumph des Heppenheimers bei der Nacht-Schicht von Singapur deshalb heute schon das kleine Einmaleins eines Formel-1-Weltmeisters in spe.

Der neunte Saisonsieg im 14. Rennen macht einen Hattrick perfekt, seit der Sommerpause ist jeder Grand Prix, auch jede Pole-Position nach Heppenheim gegangen. Nicht mal das Safety Car konnte ihm in Singapur den Riesenvorsprung wegnehmen. "Das sieht immer ganz leicht aus, aber ich musste ganz schön klotzen“, sagt der einsame Spitzenreiter, "da muss man schon mal die Ohren anlegen, manchmal bin ich ganz schön am rudern."

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EINS ZUM ANDEREN

Wenn er dann das eine Pünktchen hätte, vielleicht in zwei Wochen in Japan oder in drei Wochen in Korea, was soll den Mann dann noch antreiben? Der Blick ins Geschichtsbuch, denn der ist ihm wichtiger als vielen anderen Rennfahrer-Kollegen. Mit dem neunten Erfolg in dieser Saison, seinem 19. insgesamt, hat Vettel in der ewigen Liste der Grand-Prix Siege Kimi Räikkönen überholt und liegt jetzt auf Platz 13. Gewinnt er alle fünf ausstehenden Rennen, würde er schon in seinem vierten kompletten Formel-1-Jahr auf den neunten Platz vorstoßen und mit Juan-Manuel Fangio gleichziehen. Auch ein anderer Rekord ist greifbar: Nigel Mansells Bestmarke von 14 Pole-Positionen in einem Jahr – elf hat Vettel schon.

EIN-SICHT

Schnelle Männer weinen nicht? Erst hat Sebastian Vettel auf dem Podium so getan, als ob er etwas im Auge hätte, dann hat er gegen die Gefühle der Rührung die Nationalhymne mitgesungen. Schließlich hat er ein paar Tränen einfach freien Lauf gelassen. Das kennt er schon vom Vorjahr aus Abu Dhabi. Er steht zu seinen Emotionen: "Es gibt keinen Grund dafür, seine Gefühle zu unterdrücken, wenn sie ja da sind und wenn es schöne Gefühle sind. Auch wenn sich im nachhinein jemand lustig darüber macht.“

EIN-MALIG

Niki Lauda hat schon längst das Kapperl gezogen. Eins, zwei, drei feiert der RTL-Grantler die Vettel-Meisterschaft schon mal vor: "Phänomenal, gigantisch, magisch." Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht von einer "eigenen Liga". Aber müsste man nicht viel eher sagen: Einer eigenen Umlaufbahn?

EIN-DRUCK

Mit der Gelassenheit eines Routiniers hat Sebastian Vettel seine komfortable Ausgangssituation erreicht. Wie macht er das, mit erst 24? "Ich bin eben schnell gealtert", sagt er mit einem Grinsen, "auch wenn mir das an der Kinokasse und beim Bierkaufen keiner glaubt.“ Red-Bull-Technikgenie Adrian Newey weiß es ein bisschen besser: "Sebastian hat ein beinahe inquisitorisches Gehirn, er ist ein sehr wacher Junge, was er alles an Fähigkeiten in sich vereint, kennt man sonst nur von alten Hasen." Wohl kein Zufall, dass er als einziger Pilot bisher alle möglichen Rennrunden dieser Saison drehen konnte.

EIN-MÜTIG

Jenson Button, Vettels Vorgänger als Weltmeister, macht sich keine Illusionen darüber, dass der Rest des Feldes für Red Bull nur noch Eintopf ist: „Es erfüllt mich mit stolz, dass ich der einzige Fahrer bin, der dafür verantwortlich ist, dass Sebastian noch nicht seine Weltmeisterschaft feiern konnte. Egal was passiert, er wird Weltmeister werden. Ich möchte nur noch Rennen gewinnen." Der Einser-Kandidat Vettel hingegen sagt nur: "Statistisch gesehen liegt es nicht mehr allzu weit in der Ferne. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben." Und trotzdem kommt so eins zum anderen...

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