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Formel 1 in Mugello: Ärger um Testfahrten

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Tests in Mugello: Top-Teams hoffen auf Quantensprung

01.05.2012, 09:10 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Formel 1 in Mugello: Ärger um Testfahrten. Schumacher, Rosberg und Vettel werden in Mugello testen.  (Quelle: imago)

Schumacher, Rosberg und Vettel werden in Mugello testen. (Quelle: imago)

Die Formel 1 ist so eng wie lange nicht mehr - vier verschiedene Sieger in den ersten vier Rennen versprechen Spannung pur für die kommenden Rennen. Vom 1. bis 3. Mai testen nun die Formel-1-Teams in Mugello erstmals seit vier Jahren wieder während einer Saison. Vor allem für Ferrari, Red Bull und Mercedes sind diese Tage enorm wichtig. Während die Roten sich auf ihrer Heimstrecke aus der Krise testen wollen, hoffen die beiden anderen Top-Teams auf einschneidende Veränderungen. Doch es gibt auch Zoff wegen der Tests.

McLaren verzichtet als einziges Top-Team darauf, mit den Stammfahrern anzurücken. Jenson Button und Lewis Hamilton bleiben zuhause, für sie sollen Testfahrer Gary Paffett und Oliver Turvey "abenteuerliche Dinge" ausprobieren. Das erklärte McLarens Technischer Direktor Paddy Lowe, bevor er zum Rundumschlag in Richtung FIA ausholte.

Tests "verstoßen gegen das Prinzip"

Denn Lowe sieht die Formel 1 mit diesen Tests auf einem falschen Weg. "Wir hatten Tests während der Saison aus seinem guten Grund gestrichen: um Geld zu sparen", so der Technische Direktor vor Beginn der Fahrten in Mugello gegenüber "Autosport". Die Aufstellung eines Teams, die Infrastruktur und das Personal würden massiv Finanzmittel verschlingen, so Lowe weiter. Er wittert eine Abkehr vom Sparkurs: "Es verstößt gegen das Prinzip."

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Vettel meldet sich eindrucksvoll zurück

Danner und Wasser analysieren das Rennen von Bahrain. Video

Auch aus sportlicher Sicht bringt Lowe Einwände gegen die Maßnahme, der seine Stammpiloten Jenson Button und Lewis Hamilton fernbleiben werden, vor: "Es ist einfach nicht nötig. Wir nutzen die Freitage an den Rennwochenenden mehr und mehr dazu, neue Teile auszuprobieren als nur das Setup und die Reifen an die Strecke anzupassen."

Vettel glaubt nicht an ein Wunder

Das sehen die Teams, die Nachholbedarf an ihren Rennboliden sehen, naturgemäß anders. Red Bull will den Aufwärtstrend von Bahrain verstärken, Mercedes dem schnellen Silberpfeil weiteren Feinschliff verpassen, Ferrari die Kehrtwende schaffen: Die ersten Testfahrten werden daher fast so wichtig wie ein Grand Prix. Und so kommen mit Ausnahme von HRT alle Teams in die Toskana, um die Weichen für den weiteren Saisonverlauf der Königsklasse stellen.

"Ich bin mir sicher, dass jedes Team etwas auf der Liste hat", sagt Doppelweltmeister Sebastian Vettel. "Natürlich ist es nützlich, diesen Test in Mugello zu haben, denn so haben wir mehr Zeit als während der normalen Freitagstrainings, um etwaige neue Pakete zu evaluieren", meint der Red-Bull-Pilot, auch wenn er glaubt, "dass es sehr schwierig wird, ein Wunder zu schaffen".

Haug: "Tests können aktuelle Kräfteverhältnisse verändern"

Dennoch ist der Trip auf den italienischen Kurs wichtig für die Rennställe. "Die Testtage in Mugello können möglicherweise das aktuelle Kräfteverhältnis der Formel 1 verändern", glaubt sogar Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der wie alle Kollegen und Fans in den ersten vier Rennen des Jahres ein stetes Auf und Ab gesehen hat. Vier verschiedene Sieger aus vier verschiedenen Teams zum Auftakt einer Saison, das hatte es in der Formel 1 zuletzt 1983 gegeben.

"Wir sind noch nicht die Besten, also müssen wir uns in einigen Bereichen noch verbessern", sagt Nico Rosberg, der aber ebenso wie Michael Schumacher optimistisch ist. "Es wird interessant sein, wie es sich in Zukunft entwickelt. Wir werden stark am Auto arbeiten und sind als Team gut aufgestellt, was die Entwicklungsmöglichkeiten angeht. Da haben wir wesentlich mehr Potenzial als in der Vergangenheit", urteilt Schumacher. "Wir werden diverse Weiterentwicklungen testen, die uns eine weitere Steigerung unserer Leistungsfähigkeit bringen sollen", sagt Haug.

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