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Niki Lauda über Crash-Pilot Grosjean: "unwahrscheinlich blöd"

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Niki Lauda übt scharfe Kritik an Wiederholungstäter Grosjean

03.09.2012, 16:45 Uhr | t-online.de

Niki Lauda über Crash-Pilot Grosjean: "unwahrscheinlich blöd". Romain Grosjean kracht mit seinem Lotus in den Ferrari von Fernando Alonso. (Quelle: dpa)

Romain Grosjean kracht mit seinem Lotus in den Ferrari von Fernando Alonso. (Quelle: dpa)

Für Formel-1-Verhältnisse ist die Sperre gegen Romain Grosjean sehr hart. Ein Rennausschluss ist in der Königsklasse eher selten. Zuletzt wurde 2005 das damalige BAR-Honda-Team für zwei Grand Prix ausgeschlossen - wegen Betrugs, denn das Team hatte einen illegalen Zusatztank benutzt.

Grosjean hatte nun in Spa für einen heftigen Unfall gesorgt. Der Lotus-Pilot hatte seinen Wagen direkt nach dem Start in Lewis Hamilton hineingesteuert. Daraufhin nahm der Brite im McLaren Grosjean auf die Hörner und katapultierte ihn in Alonsos Ferrari.

Lauda: "Talentiert, aber manchmal unwahrscheinlich blöd"

Wäre das Auslösen des Startunfalls in Belgien Grosjeans erster Zwischenfall gewesen, der Franzose wäre wohl mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Doch der amtierende GP2-Champion fällt immer wieder durch seine riskante Fahrweise auf. Bei der Hälfte seiner zwölf Starts in dieser Saison war Grosjean an einem Unfall in der Startrunde beteiligt, insgesamt ist er bereits in sieben Zwischenfälle verwickelt.

"Der ist talentiert, aber manchmal unwahrscheinlich blöd", charakterisierte Niki Lauda bei RTL. "Seine Aktion ist auf Grund der Gefährlichkeit und all dem, was hätte passieren können, das Ärgste, was ich je gesehen habe. Diese Aktion war ein heller Wahnsinn." Die Strafe gegen Grosjean findet der dreimalige Weltmeister vollkommen richtig. Denn "von alleine kommt er nicht drauf, weil der Kopf nicht gescheit genug ist".

Surer fehlt jedes Verständnis

Ähnlich wie Lauda sieht es auch Formel-1-Kommentator Marc Surer. ""Es fällt auf, dass Grosjean sehr oft in Unfälle involviert ist. Dieses Mal war es sowas von eindeutig und auch unnötig. Es war ja nicht so, dass er irgendwie eingeklemmt war, sondern er fuhr einfach rüber und hat den anderen gerammt. Wahrscheinlich hat er gedacht, schon an Hamilton vorbei zu sein und wollte ihm die Tür zu machen, damit er ihn nicht wieder ausbremsen kann.

Demgegenüber nahm McLaren-Sportchef Sam Michael den Unfallverursacher in Schutz: "Wahrscheinlich hat er Lewis nicht gesehen. Ich bin mir nicht sicher, was er überhaupt gesehen hat. Normalerweise ist er doch ein guter Fahrer."

Grosjean: "Ich habe mich mit dem Abstand zu Lewis verschätzt"

Grosjean seinerseits zeigte sich einsichtig - wenn auch mit etwas Verspätung: "Ich habe einen Fehler gemacht und mich mit dem Abstand zu Lewis verschätzt. Ich war mir sicher, mich vor ihm zu befinden. Es war ein kleiner Fehler, der in einem großen Unfall geendet ist."

Auf die Häufung der Zwischenfälle angesprochen, erklärte der Lotus-Pilot: "Das ist zu viel, das weiß ich. Einige waren nicht mein Fehler, andere hingegen schon. Manche haben mit mangelnder Erfahrung zu tun, manche sind einfach Fehler. Jetzt ist es an der Zeit, damit aufzuhören."

Alonso: "Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort"

Alonso war froh, dass die ganze Sache letztendlich glimpflich ausgegangen ist. "Nachdem ich die Bilder im Fernsehen gesehen habe, habe ich erkannt, wie nahe er an meinem Kopf vorbeigeflogen ist", erklärte der WM-Führende.

Absicht wollte er dem Franzosen nicht unterstellen. "Ich bin nicht sauer auf Romain, niemand macht das mit Absicht. Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Alonso. Für die Zukunft wünscht er sich allerdings, "dass bestimmte Fahrer versuchen sollten, beim Start weniger Risiko einzugehen". Gerade diese sollten "am Anfang ihrer Karriere die Regeln mehr respektieren und ihr Verhalten auf der Strecke den Vorschriften anpassen".

Auto fluchtartig verlassen

Eine weitere Schrecksekunde erlebte der Doppelweltmeister unmittelbar nach dem Unfall. "Ich bin kurz im Auto sitzen geblieben, weil ich Rückenschmerzen hatte. Dann gab es einen Brand am Auto, die Streckenposten sind mit dem Feuerlöscher gekommen und ich bin schnell raus, weil ich nicht mehr atmen konnte - wegen des Rauchs", schilderte Alonso.

Trotz des Ausfalls führt Alonso mit 164 Punkten die WM-Wertung an. Allerdings beträgt sein Vorsprung auf Titelverteidiger Sebastian Vettel nur noch 24 Zähler. "Es ist schade, dass wir das Rennen nicht zu Ende fahren konnte. Es ist enttäuschend wegen der verlorenen Punkte", bedauerte Alonso.

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