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Formel 1: Schumacher und Vettel machen sich für Cockpit-Kuppel stark

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Kommt bald die Cockpit-Kuppel?

06.09.2012, 19:35 Uhr | sid, t-online.de

Formel 1: Schumacher und Vettel machen sich für Cockpit-Kuppel stark. Der Bolide von Roman Grosjean (in schwarz) beim Start des Rennens in Spa (Quelle: dpa)

Der Bolide von Roman Grosjean (in schwarz) beim Start des Rennens in Spa (Quelle: dpa)

Michael Schumacher und Sebastian Vettel sind davon überzeugt, dass Formel-1-Rennwagen aus Sicherheitsgründen bald mit einer Cockpit-Kuppel ausgestattet werden. "Das muss die Zukunft sein", sagte Schumacher in Monza. Vettel geht davon aus, dass dieser Schutz schon bald kommt. Der zweimalige Titelträger räumte ein, dass er "kein großer Fan einer Hülle über dem Cockpit" sei. "Es wird aber wohl unvermeidbar sein", glaubt Vettel. "Es sieht nicht schön aus und es passt nicht in die Formel 1", findet er. Aber wenn ein anderes Auto angeflogen komme, sei man über so einen Schutz froh.

Die Diskussion über einen wirksamen Schutz des Kopfes im offenen Formel-1-Auto hat sich nach dem schweren Unfall von Spa intensiviert. Beim Großen Preis von Belgien am vergangenen Sonntag war Romain Grosjean mit seinem Lotus nur knapp einen Meter am Kopf von Ferrari-Pilot Fernando Alonso vorbeigeflogen. Dieser Unfall habe gezeigt, was für schlimme Folgen ein offenes Cockpit haben könne, sagte Schumacher. Er selbst habe eine ähnliche kritische Situation 2010 in Abu Dhabi erlebt, als Vitantonio Liuzzi knapp über seinen Mercedes geflogen war.


Drastische Verbesserung seit tödlichen Unfällen 1994

Der Rekordweltmeister, der sich seit Jahren intensiv um eine Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Formel 1 einsetzt, wies darauf hin, dass sich die Bedingungen seit den beiden tödlichen Unfällen von Aryton Senna und Roland Ratzenberger beim Großen Preis von San Marino im Mai 1994 "drastisch verbessert" haben. Die Erhöhung der Seitenwände des Cockpits nach Karl Wendlingers schwerem Unfall beim Großen Preis von Monaco im Mai 1994 sei "ein Riesenschritt" gewesen.

Der Mercedes-Pilot sagte, dass die inzwischen "sehr hohe Sicherheit solche Schicksalsschläge" wie 1994 unwahrscheinlich mache. Nun sei noch die nächste Hürde zu nehmen. Eine Gruppe von Ingenieuren arbeite an einer effektiven Lösung für das offene Cockpit. "Egal was man macht, es gibt keinen hundertprozentigen Schutz", meinte Schumacher.

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