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USA: Universität verkauft Namensrechte an Gefängnis-Unternehmen

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Universität kooperiert mit Gefängnis-Unternehmen

20.02.2013, 14:09 Uhr | t-online.de

USA: Universität verkauft Namensrechte an Gefängnis-Unternehmen. Gefängnis-Stadion: Spielort der Footballer der Florida Atlantic University. (Quelle: imago/ZUMA-Press)

Gefängnis-Stadion: Spielort der Footballer der Florida Atlantic University. (Quelle: imago/ZUMA-Press)

Mal ist es ein Automobil-Hersteller. Mal eine Marke aus der Kosmetikbranche. Mal eine Fluggesellschaft. Nur zu gerne stehen Unternehmen in den USA als Namenspartner für Stadien bereit. Nichts Ungewöhnliches also. In Boca Raton gibt es jetzt aber eine außergewöhnliche Partnerschaft: Die ortsansässige Florida Atlantic University (FAU) hat die Namensrechte an ihrer Football-Arena einem ortsansässigen Unternehmen übertragen, das private Gefängnisse im öffentlichen Auftrag betreibt - der GEO Group.

Die Vereinbarung gilt für die nächsten zwölf Jahre, also erst einmal nicht lebenslänglich. Sie soll der Lehranstalt, die rund 30.000 Studenten zählt, insgesamt sechs Millionen Dollar bringen. Gutes Geld für die Universität, die die 30.000 Mann fassende und 70 Millionen Dollar teure Arena unter anderem über Spenden und Studenten-Gebühren teilfinanziert hat. Über Jahre hatte die FAU nach einem Namensgeber gesucht. Jetzt fiel das Urteil.

"Für mich hört sich das nicht gut an"

In den USA hat der Deal um das GEO Group Stadium derweil für Kopfschütteln gesorgt. Besonders bei Marketing-Experten. "Eine Sportstätte mit einer Einrichtung zu verbinden, in der Menschen weggeschlossen werden, hört sich für mich wirklich nicht gut an", wird etwa Paul Swangard vom Sports Marketing Center der University of Oregon auf der Internetseite der "Huffington Post" zitiert.

Foto-Serie mit 35 Bildern

GEO selbst, dessen Chef George Zoley auf der FAU studierte, und die Lehranstalt deklarierten das Engagement des Knast-Unternehmens als philanthropischen Akt. Ein allgemein menschfreundliches Verhalten eben. Dennoch wird der Deal für Kontroversen sorgen. Schließlich genießt GEO laut "cbssport.com" keinen makellosen Ruf. So soll es in einer von GEO betriebenen Jugend-Anstalt in Mississippi zu Übergriffen durch das Personal gekommen sein. Es habe sogar Tote gegeben.

Den Football-Fans der FAU wird dies wohl egal sein - solange sie nicht im GEO Group Stadium gefangen gehalten werden.

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